„Absolut unnötig“

Lidl-Kunden nach Entdeckung beim Einkaufen fassungslos: „Ist das eurer Ernst?“

Ein Twitter-Nutzer hält eine Zucchini bei Lidl in die Kamera. Sie ist in Plastik eingeschweißt.
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Der Grund für den Zorn zahlreicher Twitter-Nutzer: eine Zucchini bei Lidl.

Ein Kunde des Discounters Lidl konnte beim Blick ins Gemüseregal seinen Augen kaum trauen. Auch auf Twitter häufen sich immer mehr Zucchini-Beschwerden.

Update vom 1. Februar, 11.16 Uhr: Immer mehr Lidl-Kunden sind stinksauer. Auch auf Twitter meldeten sich am Wochenende mehrere Nutzer zu Wort. Das Bild ist jedes Mal ein ähnliches: Eine Kiste mit Zucchini von denen jede einzeln in Plastikfolie eingeschweißt ist. „Ich sehe ja viel skurrilen Mist. Aber @lidl, ist das eurer Ernst? Seit wann schweißt man Zucchini einzeln ein?“ fragt ein Kunde fassungslos auf Twitter. Ein anderer schreibt: „Warum verkauft #lidl die Zucchini neuerdings eingeschweißt in Plastikfolie? So wird das nix mit dem Umweltschutz!“

Dabei macht Lidl auf seiner Homepage unter dem Reiter „Verantwortung“ doch Werbung für seine „Verpackungsoptimierung“. Unter der Überschrift „Plastik? Sparen wir uns“ bewirbt die Discounter-Kette hier Maßnahmen wie „das Weglassen des Einwegdeckels bei [...] 500-Gramm-Joghurtbechern“ oder den Verzicht von Einwegflaschen bei bestimmten Eigenmarken. Nur das Gemüseregal scheinen diese Vorsätze noch nicht erreicht zu haben. (vs)

Dabei gibt es inzwischen einige Möglichkeiten zur umweltfreundlichen Ummantelung von Obst und Gemüse - theoretisch könnte man auf die Plastikverpackung verzichten und die Nahrungsmittel vor Transportschäden schützen. Um Verpackungsmüll zu sparen, setzen einige Lebensmittelhändler seit einiger Zeit auf das sogenannte Coating*. Dabei schützt eine Glasur Obst und Gemüse und macht sie länger haltbar.

Erstmeldung vom 29. Januar: München - Discounterketten wie Lidl und Aldi sind vor allem auch bei jüngeren Menschen beliebt, die wohl gerne auf eine größere Auswahl an Markenprodukten und schicke Einrichtung verzichten, wenn sie die Produkte dafür zu einem deutlich niedrigeren Preis bekommen können. Trotz niedrigen Preisen haben die deutschen Discounterketten sich in den letzten Jahren auch weiter der Nachfrage angepasst und immer mehr Bio-Produkte in das Sortiment aufgenommen.

Der Grund für den Zorn eines Jodel-Nutzers: eine Zucchini in der Gemüseabteilung des Discounters Lidl.

Lidl: Jodel-Nutzer übt lautstark Kritik an Discounter - „das ist jetzt nicht euer Ernst, oder?

Somit bilden Aldi, Lidl und Co. oft eine gute Anlaufstelle für die Kunden, die zwar einerseits auf ihre Geldbeutel, aber andererseits eben auch auf die Umwelt achten wollen. Umso bitterer war in diesem Zusammenhang die Entdeckung, die ein Nutzer des sozialen Netzwerks Jodel gemacht in einem Lidl gemacht hat und die in sprachlos zurückließ.

Der Grund für die Aufregung war hierbei die Zucchini, die der Jodel-Nutzer offenbar in einer Lidl-Filiale in München entdeckte. „Lidl das ist jetzt nicht euer Ernst, oder?“, schreibt der Lidl-Kunde zu dem Bild aus der Gemüse-Abteilung, das er auf der Online-Plattform hochgeladen hatte. Auf dem Schnappschuss aus dem Discounter hält der User eine eine Zucchini in der Hand.

Lidl-Kunde wird wegen einem Detail beim Gemüse-Einkauf wütend

Das große Problem, das den Zucchini-Käufer offenbar schockierte, ist die dünne Plastikfolie, in der das Gemüse eingeschweißt ist. Lebensmittel, die von Natur aus eine eigene Schale besitzen, in Plastik einzuschweißen ist nicht nur extrem unnötig, sondern vor allem auch extrem schädlich für die Umwelt. So die Kritik des Kunden. In Zeiten in denen Plastikverpackungen immer mehr zum Ziel erbitterter Kritik wird, also ein echter Reinfall von Lidl.

Der Grund für den Zorn eines Jodel-Nutzers: der Discounter Lidl schweißt seine Zucchini zusätzlich noch in eine Plastikfolie ein.

Lidl: Kunde fassungslos über Plastikverpackung - „absolut unnötig“

Als „absolut unnötig“ bezeichnet der Jodel-Nutzer diese Verpackung in den Kommentaren unter seinem Bild und auch weitere User geben ihm recht. „Einfach nicht kaufen, Nachfrage regelt das Angebot“, rät ein Nutzer. Andere schlagen ihm vor, sein Gemüse doch einfach auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Dort sind die Preise zwar höher, aber auf die Plastikfolie wird verzichtet. (fd) *24garten.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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