Ärger über Produkte

Lidl-Kunden schäumen vor Wut über angeblich besonderes Angebot: „Fühlen uns für dumm verkauft!“

Von wegen Sommer-Spaß! Lidl erntet zahlreiche Beschwerden seiner Kunden: „Ist das euer Ernst?“ Die Verärgerung über das SUP-Angebot des Discounters ist groß.

Update vom 27. April: Auch einen Tag nach dem Verkaufs-Start der SUP-Boards bei Lidl sorgt die Aktion noch für ordentlich Ärger bei Kunden. Via Facebook trudeln weitere Beschwerden bei dem Discounter ein. Einer beschreibt etwa eine Suche am Vortag so: „In der ersten Filiale musste ich zusammen mit 5 Personen, die das selbe im Kopf hatten, entsetzt feststellen, dass nicht einmal ein einziges SUP-Board in der Filiale vorhanden war. Auf Nachfrage beim Personal erhielt man die Antwort, dass wohl nur ein Board geliefert worden sei.“ Das allein sei schon ärgerlich, so der Kunde. Doch zusätzlich stört ihn, dass offenbar die Mitarbeiter vor Ladenöffnung schon begehrte Artikel für sich oder Bekannte reservieren und diese somit erst gar nicht ausgestellt werden“. 24RHEIN berichtet, dass es laut Lidl auf Grund der Havarie des Frachters „Ever Given“ zu Lieferverzögerungen kommt.*

Erstmeldung vom 26. April: Neckarsulm - „Ganz schwach Lidl Deutschland“ - Die Beschwerden via Facebook sind kaum zu zählen und betreffen allesamt den selben Lidl-Artikel. Und zwar das Stand-Up-Paddling Board (SUP), welches ab Montag beim Discounter angeboten wird. Doch es scheint, dass nur die wenigsten Kunden ein SUP-Board erwerben konnten. Mehr als 15 wütende Kunden beschweren sich bei Lidl. Der Tenor: Zunächst werde das Board groß beworben, doch dann ist es eigentlich unmöglich eins zu kaufen.

Eine Kundin schrieb auf Facebook, dass sie früh morgens drei Lidl-Filialen aufgesucht habe, um an das begehrte Objekt zu erhaschen. Doch die Filialen hätten nur zwei bis drei Stück geliefert bekommen und waren daher sofort ausverkauft. Einem anderen User erging es ähnlich. In der aufgesuchten Filiale stand genau ein (!) SUP-Board zum Verkauf. „Ist das euer Ernst?“, schrieb dieser in seinem Facebook-Post. Weitere Kunden mussten ähnliches erleben: Geringe Stückzahl und sofort ausverkaufte Boards. Und das bereits kurz nach 7 Uhr morgens. Einige Nutzer berichten, dass bereits im vergangenen Jahr die Nachfrage nach den SUP-Boards enorm war und auch da zu wenige verfügbar waren.

Lidl-Kunden schäumen vor Wut wegen des SUP-Angebots

Die Antwort von Lidl führt zu keinem Verständnis bei den Kunden. Für jede Aktion bestimme der Discounter den Bedarf an den jeweiligen Produkten auf Grundlage zahlreicher Faktoren wie beispielsweise den Erfahrungswerten aus vergleichbaren, früheren Aktionen. Damit soll sicher gestellt werden, dass den Kunden die Artikel in angemessener Bevorratung während des gesamten Aktionszeitraums bereit gestellt werden können. „Leider liegt das nicht immer in unserer Hand und vor allem in dieser schwierigen Zeit kommt es öfter zu Lieferengpässen“, argumentiert Lidl weiter.

SUP: Lidl-Kunden sind über Antwort vom Discounter enttäuscht

Doch die Kunden können das nicht verstehen. Schließlich betreffe es Filialen in ganz Deutschland. Zudem habe man anscheinend nicht aus der großen Nachfrage des vergangenen Jahres gelernt. Die Nutzer zeigen sich verärgert und enttäuscht. „Mal wieder eine ganz schlechte Aktion, bei der man sich nur verarscht fühlen kann...“, schrieb eine enttäuschte SUP-Liebhaberin. Und auch die Vermutung, dass es sich dabei lediglich um ein Lockvogelangebot handele wird geäußert. So sei nun mal „nicht das 1. Mal, dass die Ware aus der Werbung nicht, bzw. in einer nicht akzeptablen Menge vorhanden war.“

Einige Kunden berichteten von Plakaten in den Filialen mit Hinweisen auf den Suez-Kanal. Dies könnte die Lieferverzögerungen erklären. Warum dies aber nicht im vorhinein auf der Homepage und über Social Media kommuniziert wurde, ist für die Nutzer unverständlich. Zudem scheinen die Hinweise nicht in allen Filialen kommuniziert worden zu sein. Und auch in den Kommentaren spricht Lidl nicht von Lieferverzögerungen wegen der Blockade des Suez-Kanals. Zuletzt waren Lidl-Kunden von Klamotten der Marke Camp David enttäuscht. (jsch) *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Lidl

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