Freiwillige wollen im verstrahlten AKW helfen: Live-Ticker vom Donnerstag

Die Tragödie in Japan nimmt kein Ende: Die Bevölkerung muss nicht nur gegen die Verwüstung nach dem Tsunami kämpfen. Das Land steht zudem vor einer atomaren Katastrophe. Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse im Live-Ticker:

22.31 Uhr +++ Japan hat offenbar ferngesteuerte Roboter angefordert, um sie in der havarierten Atomanlage Fukushima einzusetzen. “In Deutschland stehen solche Roboter in den kerntechnischen Anlagen zur Verfügung“, sagte Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe den Stuttgarter Nachrichten.

22.20 Uhr +++ Die Bundesregierung will die Sicherheitsnormen für die 17 deutschen Atomkraftwerke nach einem Bericht des Politmagazins “Kontraste“ drastisch verschärfen. Das gehe aus einem bislang geheimen Papier des Bundesumweltministeriums hervor

21.04 Uhr +++ US-Präsident Barack Obama hat angesichts der Nuklearkatastrophe in Japan eine Sicherheitsüberprüfung für die amerikanischen Reaktoren angeordnet.

20.28 Uhr +++ Die Katastrophe in Japan wirkt sich auch auf General Motors aus. Der US-Autokonzern teilte mit, dass er die Produktion in seinem Werk Shreveport in Louisiana in der kommenden Woche wegen Teilemangels aussetzen werde.

19.45 Uhr +++ Arbeiter am Atomkraftwerk Fukushima haben nach IAEA-Informationen erfolgreich ein Stromkabel zum Reaktor 2 gelegt. Die Versorgung des Reaktors mit Elektrizität solle aber erst beginnen, wenn die Maßnahmen zur Wasserkühlung des Reaktors 3 von außen abgeschlossen seien, teilten die japanischen Behörden der IAEA mit.

19.19 Uhr +++ Hollywoodstar Sandra Bullock hat eine Million Dollar für die Erdbeben-Opfer in Japan gespendet. Dies teilte die Hilfsorganisation American Red Cross am Donnerstag dem US-Sender CNN mit.

19.14 Uhr +++ Der Deutsche Zoll prüft angesichts der Atom-Katastrophe in Fukushima Pakete und Fracht aus Japan stichprobenhaft auf Radioaktivität.

19.10 Uhr +++ Die Situation im Atomkraftwerk Fukushima 1 hat sich nach Einschätzung der Internationalen Atomenergieorganisation seit Mittwoch etwas stabilisiert.

18.48 Uhr +++ Wegen der dramatischen Situation am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima wird die deutsche Botschaft vorübergehend von Tokio nach Osaka verlegt. Das teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag in Berlin mit.

18.24 Uhr +++ In Japan steigt die Furcht vor verseuchtem Essen. Die Regierung wies die lokalen Behörden am Donnerstag an, heimische Produkte auf Radioaktivität zu testen.

18.09 Uhr+++ Die Strahlung in der Evakuierungszone um das Krisen-AKW Fukushima hat sich am Donnerstag deutlich erhöht. In Tokio liege sie aber unverändert unter einem nicht gesundheitsschädlichen Wert, teilte die Internationale Atomenergieorganisation IAEA in Wien mit.

17.24 Uhr +++ Die katholischen Bischöfe haben einen Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. Die Kernenergie sei keine dauerhaft tragfähige Lösung. Das sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch.

17.22 Uhr +++ Nach Angaben des Japanisch-Deutschen Zentrums in Berlin sind zahlreiche Schüleraustauschprogramme von und nach Japan angesichts der Erdbeben- und Atomkatastrophe abgesagt worden.

17.15 Uhr +++ Erdwärmekraftwerke können in Deutschland bis zum Jahr 2050 nach Expertenberechnungen fünf Kernkraftwerke ersetzen. Einer Studie im Auftrag des Bundesumweltamtes und der Bundesumweltministeriums zufolge soll die Leistung solcher Kraftwerke von heute 10 Megawatt bis 2050 auf 6000 Megawatt steigen.

17.02 Uhr +++ Nach tagelangem Hin und Her ist das niederbayerische Atomkraftwerk Isar 1 seit Donnerstag vom Netz. Der Atommeiler in Essenbach ist seit etwa 16.00 Uhr komplett heruntergefahren.

16.54 Uhr +++ Schockierende Zahlen: In Japan ist die Zahl der Toten und Vermissten nach dem Erdbeben vom vergangenen Freitag auf mehr als 15 000 angestiegen.

16.40 Uhr +++ Block A im Atomkraftwerk Biblis wird ab diesen Freitag runtergefahren. Im Laufe des Tages ergehe wie geplant eine entsprechende Anordnung, sagte ein Sprecher des hessischen Umweltministeriums.

16. 31 Uhr +++ Frankreich hat zwei Regierungsmaschinen zur Ausreise seiner Staatsangehörigen nach Japan geschickt. Außerdem sandten der Atomkonzern Areva und der Energieversorger EDF am Donnerstag ein Flugzeug mit 100 Tonnen Borsäure zur Unterstützung des Katastropheneinsatzes am Unglücksreaktor Fukushima.

16.14 Uhr +++ In der Katastrophenregion um das Atomkraftwerk Fukushima Eins hat der Schneefall aufgehört. Der Wind weht aus westlichen Richtungen und trägt radioaktive Partikel auf das offene Meer. Die Metropole Tokio, die südlich von Fukushima liegt, wird wohl deshalb auch in den nächsten Tagen von Strahlenwolken verschont.

15.44 Uhr +++ Nach Tagen dramatischer Rückschläge in Fukushima vermeldet der AKW-Betreiber zumindest einen kleinen Erfolg. Der Wasser-Beschuss habe an Block 3 offenbar das Ziel erreicht.

15.35 Uhr +++ Die neue Stromleitung ins Katastrophen-AKW Fukushima soll bald stehen: Wahrscheinlich werde die Versorgung noch am Donnerstag wieder hergestellt. Das sagte ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco am Abend (Ortszeit).

15.24 Uhr +++ Ein endgültiger Ausstieg aus der Atomkraft wäre noch in diesem Jahrzehnt möglich. Dies geht aus Berechnungen hervor, die Michael Sterner vom Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) gemacht hat.

15.21 Uhr +++ Angesichts des Atomunfalls in Japan kontrollieren die Flughäfen in Frankfurt und München Flugzeuge aus dem Land auf Radioaktivität. Während in Frankfurt bisher an den gelandeten Flugzeugen keine erhöhte Radioaktivität gemessen wurde, stellten die Helfer in München am Mittwoch an einer der Maschinen aus Japan leicht erhöhte Strahlung an der Außenhaut fest.

14.54 Uhr +++ Rund 81 Prozent der Deutschen halten den Kurswechsel der Bundesregierung bei der Atompolitik für “nicht glaubwürdig“. Das ergab eine Umfrage.

14.32 Uhr +++ Nach Einschätzung der EU-Kommission werden nicht alle Atomkraftwerke in der EU den geplanten Sicherheitscheck bestehen. “Dass nach einem umfangreichen Stresstest allen 143 Atomkraftwerken in Europa ein Gütesiegel gegeben wird, das glaube ich nicht“, sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Mittwochabend im Europaparlament.

14.10 Uhr +++ Der größte deutsche Energiekonzern Eon nimmt seine beiden Kernkraftwerke Isar 1 und Unterweser vom Netz. Entsprechende Anordnungen des bayerischen und des niedersächsischen Umweltministeriums seien eingetroffen, sagte ein Eon-Sprecher am Donnerstag. Isar 1 werde noch am Nachmittag und Unterweser voraussichtlich am Freitagmorgen vom Netz gehen.

13.45 Uhr +++ Die Japanische Industrie- und Handelskammer in Deutschland hat vor einem Boykott japanischer Waren gewarnt.“Es geht derzeit keine Gefahr von den Produkten aus“, sagte der Hauptgeschäftsführer Kazuaki Yuoka am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. “Wir rufen deutsche Unternehmen dazu auf, unsere Produkte nicht zu meiden. Wir verstehen die Sorgen, appellieren aber an die Vernunft.“

13.44 Uhr +++ Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) schickt Logistikexperten nach Japan, die den Transport von Hilfsgütern unterstützen sollen. Nach dem schweren Erdbeben in der vergangenen Woche bräuchten die betroffenen Ortschaften Trinkwasser, Nahrung, Decken sowie Unterkünfte, teilte die UN-Hilfsorganisation am Donnerstag in Rom mit. Die WFP-Experten sollen den örtlichen Behörden helfen, die Hilfsgüter an jene Gemeinden zu verteilen, die direkt von dem Erdbeben, dem Tsunami oder den Schäden an den nuklearen Anlagen betroffen sind.

13.25 Uhr +++ Die USA haben eine unbemannte Drohne zur Dokumentation der Schäden über das havarierte japanische Atomkraftwerk Fukushima Eins fliegen lassen. Die dabei gemachten Fotos seien der Regierung in Tokio übermittelt worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Donnerstag.

13.24 Uhr +++ Die japanischen Behörden haben am Donnerstag die Hubschrauber-Flüge zur Kühlung eines überhitzten Reaktors in Fukushima-Daiichi ausgesetzt. Es sollte zunächst überprüft werden, ob die ungewöhnliche Maßnahme Erfolg zeige. Im selben Reaktor versuchten Soldaten, 30 Tonnen Wasser in ein Abklingbecken zu pumpen, um verbrauchte Brennstäbe zu kühlen. Der Polizei gelang es zuvor nicht, das Becken mit Wasserwerfern zu füllen. Unterdessen bemühten sich Arbeiter, ein neues Kabel zu verlegen, um die Pumpen, Ventile und Motoren zuverlässiger mit Strom zu versorgen.

Japan-Katastrophe: Die Bilder vom Donnerstag

Japan-Katastrophe: Die Bilder vom Donnerstag

12.49 Uhr +++ Der größte deutsche Energiekonzern Eon befürchtet Instabilitäten im Hochspannungsnetz durch das Abschalten von Kernkraftwerken in Deutschland. Das Netz sei viel sensibler, als manche denken, sagte Eon-Vorstandschef Johannes Teyssen am Mittwochabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf. Es sei ein Unterschied, ob man zwei bis drei Anlagen oder sieben vom Netze nehme.

12.47 Uhr +++ Nach der Absage der Eiskunstlauf-WM in Tokio hat sich Russland bei der Internationalen Eislauf-Union ISU offiziell als Ersatzausrichter ins Spiel gebracht. „Wir haben schriftlich angeboten, die WM in Moskau auszurichten. Das ist eine schwierige und sehr kostspielige Aufgabe, aber wir wollen der ISU eine helfende Hand reichen“, sagte Russlands stellvertretender Sportminister Juri Nagornych. Ursprünglich sollte die WM vom 21. bis zum 27. März in Tokio stattfinden.

12.24 Uhr +++ Wegen der dramatischen Entwicklung im Atomkraftwerk Fukushima Eins hat Russland mehr als 50 seiner Staatsbürger aus Japan ausgeflogen. Die Gruppe sei in der Stadt Chabarowsk im Osten Russlands gelandet, teilte das Zivilschutzministerium am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax mit.

12.19 Uhr +++ Die Angst vor den Auswirkungen der Atomkatastrophe in Japan hat in China für einen Run auf Speisesalz gesorgt. In den Supermärkten in Peking und Shanghai waren die Vorräte zwischenzeitlich ausverkauft. Auslöser für die Panikkäufe waren Gerüchte, dass jodiertes Salz Strahlenschäden vorbeugen könne.

12.17 Uhr +++ Der Schweizer Formel-1-Rennstall Sauber ist vor dem Saisonauftakt der Königsklasse auch mit seinen Gedanken bei den Betroffenen der Naturkatastrophen in Japan - nicht nur wegen seines japanischen Fahrers Kamui Kobayashi. Um Solidarität mit den Japanern zu zeigen, wird beim Großen Preis von Australien (27. März) die Rennwagen von Kobayashi und Sergio Perez eine Botschaft in japanischer Schrift zieren. „Möge unser Gebet die Menschen in Japan erreichen“, lautet die Botschaft übersetzt.

12.03 Uhr +++ Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hält Lebensmittel aus Japan weiter für ungefährlich. “Unsere Erkenntnisse sind, dass momentan keine Lebensmittel kontaminiert sind“, sagte Aigner am Donnerstag vor einem Treffen mit EU-Amtskollegen in Brüssel. Zudem gebe es wegen der Katastrophe derzeit gar keine Importe aus Japan. “Alle Handelswege sind praktisch zusammengebrochen“, sagte die Ministerin.

11.49 Uhr +++ Niedersachsen hat den Atomkraftwerksbetreiber E.ON zur Abschaltung des AKW Unterweser angewiesen. Die entsprechende Weisung habe man am Donnerstag der E.ON Kernkraft übermittelt, sagte Ministerpräsident David McAllister (CDU) im Landtag in Hannover. Die Abschaltung solle umgehend erfolgen.

11.48 Uhr +++ Der Schweizer Skirennfahrer Didier Cuche wird sein Preisgeld aus dem ersten Rennen beim Weltcup-Finale im schweizerischen Lenzerheide für die Erdbebenopfer in Japan spenden. “Leider sind es nur 8500 Franken“, sagte der 36-Jährige am Donnerstag über die Spende in Höhe von umgerechnet rund 6740 Euro.

11.47 Uhr +++ Mit dem Korrespondenten Robert Hetkämper und seinem dreiköpfigen Fernsehteam haben jetzt auch die letzten ARD-Mitarbeiter Tokio verlassen. Sie werden die Berichterstattung im südlicher gelegenen Osaka fortsetzen, hieß es vom verantwortlichen NDR am Donnerstag. Zuvor hatten bereits andere große deutsche Medien ihre Büros in der japanischen Hauptstadt geräumt, die von radioaktiver Strahlung bedroht ist. Sie berichten zumeist aus anderen Regionen Japans über die Natur- und Atomkatastrophe.

11.46 Uhr +++ In der Katastrophenregion um das japanische Atomkraftwerk Fukushima Eins ist am Donnerstag (vormittags mitteleuropäischer Zeit) noch Schnee gefallen. Radioaktive Partikel könnten mit den Flocken auf den Erdboden gelangen, erläuterte der Deutsche Wetterdienst (DWD). Die Schneeschauer ließen aber nach, und der Westwind trage die radioaktive Belastung dann wieder komplett auf das offene Meer hinaus.

11.35 Uhr +++ Die Katastrophe in Japan hat die Pläne der türkischen Regierung für den Bau von zwei Atomkraftwerken nicht erschüttert. Während andere Industrienationen ihre Energieversorgung auf den Prüfstand stellen oder - wie im Falle Deutschlands - sogar Kraftwerke herunterfahren, gibt sich der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan unbeirrt. Er spielt besondere Gefahren von Atomunfällen herunter und verspricht seinem Volk eine technische Lösung für das Wagnis, in der immer wieder von schweren Erdbeben betroffenen Türkei solche Anlagen zu errichten.

11.18 Uhr +++ 14 ältere Patienten sind in Japan nach der Evakuierung aus einem Krankenhaus in der Nähe von Fukushima gestorben. Laut Regierungsangaben starben zwei der Patienten bereits am Montag auf dem Krankentransport, zwölf weitere anschließend in einer Notunterkunft in der Turnhalle einer Schule.

11.02 Uhr +++ Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind in den vergangenen Tagen nach Angaben der internationalen Atombehörde IAEO in Wien 23 Menschen verletzt worden. Mindestens 20 weitere Mitarbeiter wurden verstrahlt, hieß es in einer Mitteilung der IAEA vom Donnerstag.

10.56 Uhr +++ Die Hubschraubereinsätze über dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben nach Ansicht des Greenpeace-Atomexperten Karsten Smid wenig Aussicht auf Erfolg. Die Frage sei, “wie viel Wasser, das abgeworfen ist, überhaupt in dem Reaktorbehälter ankommt. Die Situation sieht also sehr mies aus“, sagte Smid im Programm von NDR Info. Japanische Armee-Hubschrauber schütteten am Donnerstag Tonnen von Wasser auf den Reaktor 3, wie der Fernsehsender NHK zeigte.

10.40 Uhr +++ Frankreich hat angeboten, radioaktiv verstrahlte Menschen aus Japan zur medizinischen Behandlung aufzunehmen. Spezialisierte Krankenhäuser stünden zur Verfügung, sagte der französische Innenminister Claude Guéant am Donnerstag dem Rundfunksender “Europe 1“.

10.27 Uhr +++ Eine dauerhafte Abschaltung des umstrittenen Atomkraftwerks Isar 1 ist nach Worten von Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) noch nicht sicher. Eine endgültige Stilllegung könne Bayern selbst rechtlich nicht durchsetzen. Dies sei nur per Bundesgesetz oder eine Vereinbarung mit den Betreibern möglich, sagte Söder am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Landtag. “Ich persönlich kann mir das aber gut vorstellen.“ Söder verwies darauf, dass Isar 1 nicht gegen den Absturz großer Verkehrsflugzeuge gesichert sei. Bauliche Veränderungen, um das sicherzustellen, seien aber “schwer umzusetzen“.

10.04 Uhr +++ Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) hat am Donnerstag die Abschaltung des umstrittenen Atomkraftwerks Isar 1 angeordnet. Das berichtete Söder in einer Regierungserklärung im Landtag in München.

09.51 Uhr +++ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die zumindest vorläufige Abschaltung der sieben ältesten Atomkraftwerke und des Atommeilers Krümmel gegen Kritik verteidigt. “Was wir brauchen, ist ein Ausstieg mit Augenmaß“, sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Weitergehenden Forderungen der Opposition hielt sie entgegen, ein Industrieland wie Deutschland könne nicht sofort auf Kernkraft verzichten.

09.33 Uhr +++ Wenige Stunden nach der Anordnung des baden-württembergischen Umweltministeriums zur Abschaltung der Reaktoren Neckarwestheim I und Philippsburg I hat der Betreiber EnBW die Meiler in der Nacht zum Donnerstag vom Netz genommen. Neckarwestheim I ist seit 23.30 Uhr abgeschaltet, Philippsburg I war um 5.00 Uhr vollständig heruntergefahren, wie ein Sprecher des Umweltministeriums mitteilte.

09.32 Uhr +++ Der Katastrophenschutz in Deutschland ist laut Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) auch für schwere Atomunfälle gerüstet. Die Krisenszenarien seien sehr breit ausgelegt, die Sicherung der Trinkwasserversorgung und die Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung würden immer wieder geübt, sagte Friedrich am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk.

09.19 Uhr +++ In der japanischen Hauptstadt Tokio wächst die Sorge vor einem Zusammenbruch der Stromversorgung. Die Regierung bat die Bahngesellschaften am Donnerstag, ihren Betrieb einzuschränken. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

09.10 Uhr +++ Eine zwangsweise Abschaltung alter Atomkraftwerke ist nach Auffassung führender Juristen nur mit einer Gesetzesänderung möglich. Die von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) genannte Rechtsgrundlage aus dem Atomgesetz genüge nicht, sagte der Würzburger Rechtsprofessors Kyrill-Alexander Schwarz der Nachrichtenagentur dpa.

08:40 Uhr +++ Nach dem Beschluss der Bundesregierung, die sieben ältesten Meiler zumindest vorübergehend vom Netz zu nehmen, prüfen Atomkraftwerksbetreiber jetzt eine Klage.

08.29 Uhr +++ Nach dem Atom-Moratorium der Bundesregierung sind die beiden ersten Meiler vom Netz. Der Energiekonzern EnBW schaltete in der Nacht zum Donnerstag wie angekündigt zwei seiner vier Atomreaktoren ab.

07:10 Uhr +++ Verzweifelt versuchen Fachleute in Fukushima, die Reaktoren zu kühlen. Dabei werden nun auch wieder Hubschrauber eingesetzt, die aus der Luft Wasser abwerfen.Die Zahl der offiziell registrierten Toten nach der Naturkatastrophe steigt weiter. Sie liegt bei mittlerweile knapp 5200. Mindestens 9000 Menschen gelten dem Bericht nach noch als vermisst.

06:31 Uhr +++ Eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben in Japan wollen die Finanzminister der sieben führenden Industrieländer über die Folgen für die Wirtschaft und die Finanzmärkte sprechen.

06:30 Uhr +++ Die Zahl der offiziell registrierten Todesopfer nach der Naturkatastrophe in Japan steigt weiter.Binnen weniger Stunden korrigierte die Polizei ihre Angaben noch einmal deutlich nach oben und nannte 5198 Tote.

06:06 Uhr +++ Freiwillige wollen die Arbeiter im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins unterstützen.Einer der Freiwilligen ein 59 Jahre alter Mann sei, der bereits vier Jahrzehnte in Atomkraftwerken gearbeitet habe und eigentlich in sechs Monaten in Ruhestand ollte.

05:55 Uhr +++ Der Einsatz der Lösch-Hubschrauber hat die Intensität der radioaktiven Strahlung am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins nicht verändert.Die Dosis sei gleichgeblieben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo

05:01 Uhr +++ Das Dach von Reaktor 4 des Unglücks-Atomkraftwerks Fukushima Eins ist bis auf den Rahmen zerstört.

04:43 Uhr ++++ Weil im Abklingbecken von Reaktor 4 aus der Luft doch noch Wasser zu sehen gewesen sei, hätten die Löschhubschrauber ihren Einsatz am Reaktor 3 begonnen, berichtete der Tepco-Sprecher weiter.Dort sei die Lage dringender gewesen. Außerdem ist das Dach von Block 3 viel stärker beschädigt als das von Block 4 - so erscheint das Abwerfen von Wasser über Reaktor 3 erfolgversprechender. Den Plänen zufolge soll bei Reaktor 4 vor allem der gezielte Einsatz von Wasserwerfern zum Erfolg führen.

04:00 Uhr +++ Die Evakuierungszone von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima Eins sei ausreichend, betonte Regierungssprecher Yukio Edano.Die US-Regierung hatte allen Amerikanern vor Ort nahegelegt, das Gebiet im Umkreis von 80 Kilometern um die Anlage zu verlassen. Edano nannte das “einen konservativeren Ansatz“.

03:50 Uhr +++ Leistungsstarke Pumpen der US-Streitkräfte sind auf dem Weg zum havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins.An den Reaktoren soll ein neues Kühlsystem installiert werden. Dafür wird derzeit eine Stromversorgung gelegt

03:42 Uhr +++ US-Präsident Barack Obama und Japans Premierminister Naoto Kan haben im Kampf gegen die atomare Gefahr eine “enge Zusammenarbeit“ vereinbart.

03:31 Uhr +++ Die Behörden in Japan wollen die Kontrolle über das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Eins in drei Schritten zurückgewinnen.Zunächst soll Wasser mit Hubschraubern aus der Luft und von Wasserwerfern am Boden die Reaktoren kühlen. In einem zweiten Schritt soll laut NISA wieder eine Stromversorgung zum Unglücks-AKW gelegt werden. In einem dritten Schritt solle dann mit Hilfe des Stroms wieder ein permanentes Kühlsystem in Gang gesetzt werden. Dafür soll Meerwasser genutzt werden.

03:30 Uhr +++ Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) erwartet nach den Störfällen in japanischen Atomkraftwerken keine erhöhte Belastung bei Lebensmitteln in Deutschland.

03:20 Uhr +++ Die Situation der Flüchtlinge in Japan verschärft sich. In der Präfektur Fukushima verlassen immer mehr Menschen ihre Häuser und bringen sich in Sicherheit.

03:05 Uhr +++ Ein Militärhubschrauber habe über Reaktorblock 3 mindestens vier Ladungen Wasser abgeworfen.Das Wasser solle einerseits den Reaktor kühlen und andererseits das Abklingbecken wieder auffüllen, erklärte Toyama. Der Kraftwerksbetreiber TEPCO hatte zuvor mitgeteilt, das Becken sei fast leer und die Brennstäbe würden sich immer weiter erhitzen.

02:42 Uhr +++ Die SPD will gemeinsam mit der in Österreich regierenden SPÖ eine EU-weite Volksinitiative zum vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie einleiten.

02:37 Uhr +++ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet nach eigenen Worten keine Auswirkungen der Atomdebatte auf die Landtagswahlen in Baden-Württemberg am 27. März.Auch für Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) sieht sie kein Glaubwürdigkeitsproblem. “Ich bin überzeugt, dass die christlich-liberale Regierung ihren energiepolitischen Weg gut begründen kann“, sagte Merkel

02:01 Uhr +++ Zwei Hubschrauber der japanischen Armee haben am Donnerstagmorgen damit begonnen, Wasser über dem gefährdeten Reaktor 3 des Atomkraftwerks Fukushima abzuwerfen.

01:10 Uhr +++ Die Zahl der offiziell registrierten Todesopfer nach der Naturkatastrophe in Japan steigt ebenso wie die Zahl der Vermissten weiter.Insgesamt 4377 Tote hat die Polizei inzwischen verzeichnet. Zusammen mit den Vermissten ergebe sich inzwischen sogar die Zahl von 13 400 Opfern.

00:40 Uhr +++ Die Lage in den Flüchtlingslagern im Nordosten Japans wird bei winterlichen Temperaturen immer angespannter.Die Menschen versuchen sich mit Decken warm zu halten. “Die Gasvorräte gehen zu Ende“, sagte ein Reporter des japanischen Fernsehens.

00:33 Uhr +++ Alte Brennelemente in Reaktor 4 stehen kurz vor Siedepunkt. Im Reaktor 4 wurden schon am Montag und Dienstag 84 Grad Celsius gemessen.

00:20 Uhr +++ Zu den Folgen der Atomkatastrophe in Japan gibt Bundeskanzlerin Merkel heute (17. März, 09.00 Uhr) eine Regierungserklärung im Bundestag ab.

00:01 Uhr +++ Der AKW-Betreiber Tepco will mit der neuen Stromleitung die defekte Kühlung wieder in Gang bringen. Dies berichtete der staatliche Sender NHK auf seiner Internetseite. Die Stromversorgung war nach dem Beben vom Freitag zusammengebrochen.

23.07 Uhr +++ Die japanischen Behörden haben am Mittwochabend Wasserwerfer der Polizei angefordert, um die Abklingbecken des Reaktors 4 im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi mit Wasser zu kühlen.

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