Loveparade: Viele leiden an schwerem Trauma

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Bei der Loveparade in Duisburg brach eine Massenpanik aus.

Duisburg - Vier Monate nach der Loveparade-Katastrophe von Duisburg, bei der 21 Menschen ums Leben kamen, leiden zahlreiche Teilnehmer weiter unter erheblichen psychischen Spätfolgen.

“60 bis 70 Prozent der Menschen, die zu den Treffen kommen oder zu denen ich telefonisch Kontakt habe, sind traumatisiert“, sagte Jürgen Hagemann, Vorsitzender des Betroffenen- Vereins “Massenpanik Selbsthilfe“ am Freitag in Duisburg.

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Viele Traumatisierte benötigten ärztliche Behandlung. Bei der Kostenübernahme gebe es zum Teil Probleme mit den Krankenversicherungen, sagte Hagemann. Psychisch belastete Jugendliche hätten auch Probleme, Lebensversicherungen abzuschließen, weil die Gesellschaften ihnen die Aufnahme verweigerten. “Über solche Spätfolgen denkt kaum jemand nach.“

Etwa 100 Menschen haben sich nach Hagemanns Worten in dem Verein zusammengeschlossen, der Opfern unter anderem Hilfe bei der Suche nach einem Anwalt anbietet. Bei der Loveparade waren am 24. Juli und in den Tagen danach insgesamt 21 Menschen gestorben und Hunderte verletzt worden. Seitdem gibt es heftigen Streit um die Verantwortung.

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
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Viele Besucher der Loveparade können noch gar nicht fassen, was gerade passiert ist. © ap
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In diesem Tunnel... © ap
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...trafen die Besucher, die das Gelände verließen, auf die,... © dpa
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...die gerade angekommen waren, um mitzufeiern.  © dpa
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Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
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Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
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Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
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Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
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Teilnehmer der Loveparade kümmern sich um einen kollabierten Mann. © ap
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Eine verletzte Frau wird auf einer Bahre abtransportiert. © dpa
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Ein Krankenwagen vor einem Sanitätszelt am Rande des Festgeländes. © dpa
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Am Rand des Geländes stehen Krankenwagen und Sanitätszelte. © dpa
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Rettungshubschrauber landeten auf der Autobahnbrücke. © dpa
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Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
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Teilnehmer der Loveparade kümmern sich um Verletzte. © ap
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Menschen stehen unter Schock, brechen weinend zusammen. © ap
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Teilnehmer der Loveparade versuchen, das abgesperrte Festival-Gelände zu verlassen. © ap
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Teilnehmer der Loveparade versuchen, das abgesperrte Festival-Gelände zu verlassen. © ap
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Teilnehmer der Loveparade versuchen, das abgesperrte Festival-Gelände zu verlassen. © ap
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Teilnehmer der Loveparade versuchen, das abgesperrte Festival-Gelände zu verlassen. © ap
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Teilnehmer der Loveparade versuchen, das abgesperrte Festival-Gelände zu verlassen. © ap
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Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © dpa
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Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
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Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © dpa
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Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © dpa
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Die Toten wurden mit Laken abgedeckt. © dpa

Der Verein plant im kommenden Februar eine Tagung, um Stadt, Experten und Betroffene zusammen zu bringen. Hier erhoffen sich die Veranstalter auch offene Aussagen von Mitarbeitern der Stadt. Der Ombudsmann der Landesregierung NRW habe bereits zugesagt, berichtete Hagemann. Hagemann ist Vater eines Mädchens, das bei der Katastrophe schwer verletzt worden war.

Das Verhalten der Verantwortlichen kritisierte Hagemann scharf. Der Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland (CDU) habe sich nicht ausdrücklich entschuldigt. “Inzwischen ist mir das aber egal. Für jegliche Art von Betroffenheit ist es jetzt zu spät.“ Es gehe den Betroffenen nicht um einen Sündenbock, “sie wollen aufklären, was da passiert ist“, sagte Hagemann.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte am Mittwoch im Landtag erneut die Duisburger Polizei in Schutz genommen. Es habe keine Einsatzpannen oder Kommunikationsprobleme gegeben, sagte er.

dpa

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