Neues Facebook-Statement

Neue Hoffnung im Fall Maddie McCann? Emotionaler Neujahrs-Post der Familie: „Energie, Madeleine zu finden“

 Kate und Gerry McCann, Eltern der vor 13 Jahren verschwundenen Britin Madeleine „Maddie“ McCann halten bei einem Such-Aufruf das Foto ihrer Tochter.
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Kate und Gerry McCann, Eltern der vor 13 Jahren verschwundenen Britin Madeleine „Maddie“ McCann halten bei einem Such-Aufruf das Foto ihrer Tochter.

Seit 2007 wird Madeleine McCann vermisst. Die damals Dreijährige verschwand in Portugal. 2020 wurden die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Täter öffentlich - wird es 2021 zu einer Anklage kommen?

  • 2020 hat sich im Fall der verschwundenen Maddie McCann einiges bewegt.
  • Der mutmaßliche Täter konnte trotzdem noch nicht vor Gericht angeklagt werden, es wird weiter ermittelt.
  • Zum neuen Jahr äußern sich die Eltern wieder mit einem Statement auf Facebook.

Leicester - In keinem Jahr haben die Ermittlungen im größten Kriminalfall der Geschichte mehr Fortschritte gebracht als im Jahr 2020. Seit 2007 wird die damals dreijährige Maddie McCann vermisst. Wer das Mädchen entführt und möglicherweise ermordet hat, ist noch immer nicht geklärt - seit Juni ist aber bekannt, dass es einen Hauptverdächtigen gibt: Christian B., 44 Jahre alt.

Fall Maddie MacCann: Verdächtiger auch ohne Anklage noch länger in Haft

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig geht davon aus, dass der bereits vorbestrafte Kinderschänder Maddie entführt und ermordet hat. Die „materiellen Beweise“ reichten aber noch nicht aus, um den Mann wegen Mordes anzuklagen. Trotzdem sitzt der Verdächtige noch längere Zeit in Haft: Im November wurde eine Revision zu einem anderen Fall gegen ihn verworfen. Seitdem sitzt Christian B. in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel den Rest seiner Strafe wegen eines Drogenhandels ab. Danach muss er eine weitere Haftstrafe über sieben Jahre verbüßen, Grund ist die Vergewaltigung einer Frau in Portugal. 

Fall Maddie McCann: „Hoffnung, Energie und Entschlossenheit“ der Eltern

Lange hatten sich die beiden Eltern der verschwundenen Maddie McCann nicht mehr öffentlich geäußert. Nun melden sie sich mit einer Facebook-Botschaft zurück. Fast sechs Monate nach dem letzten Statement teilen sie in ihren Neujahrsgrüßen mit.

Obwohl sich die Ermittlungen im Fall ihrer verschwundenen Tochter 2020 wegen der Pandemie verlangsamt hätten, hätten sie nicht aufgehört. „Hoffnung, Energie und Entschlossenheit, Madeleine zu finden und die Wahrheit zu enthüllen bleiben unerschütterlich“, so die Eltern.

Fall Maddie McCann: Kein Stillstand trotz Ruhe

Seit dem Bekanntwerden des mutmaßlichen Täters und dass gegen ihn ermittelt wird, hat sich öffentlich zwar vielleicht nicht mehr viel getan, trotzdem gehen die Ermittlungen intern weiter. Hier wird Hinweisen nachgegangen wie beispielsweise dem Untersuchen eines Brunnens in Portugal oder der Durchsuchung eines Kleingartens. Die Ermittler trafen sich auch mit Kollegen von BKA, Scotland Yard und Policia Judicial für Absprachen und Austausch.

Fall Maddie McCann: Gibt es 2021 endlich einen Gerichtsprozess?

Die entscheidende Frage wird sein, ob es 2021 endlich zu einer Anklage gegen den Verdächtigen Christian B. kommen wird. Denn nach wie vor reichen die Hinweise nicht aus, um den Mann als Täter zu überführen und ihn vor Gericht zu stellen.

Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig war sich auf einer Pressekonferenz aber sicher, dass es sich bei Christian B. um den Täter handle: „Wir haben in den vergangenen sechs Monaten nichts gefunden, was uns veranlassen könnte, unseren Tatverdacht neu zu überdenken.“ Es habe keinen Hinweis gegeben, der für den Beschuldigten entlastend gewesen wäre, so der Sprecher. (jh)

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