Vater hofft auf neue Erkenntnisse

Verdächtiger im Fall Maddie McCann: Entführte Christian B. den kleinen René (6)? Nun äußern sich Ermittler

Elf Jahre vor Maddie McCann verschwand unweit von Praia da Luz der sechsjährige René Hasee. Sein Vater hofft jetzt auch auf neue Erkenntnisse in seinem Fall.

  • René Hasee aus Elsdof in NRW verschwand ebenfalls spurlos in Portugal.
  • Der Verdächtige im Fall Maddie McCann könnte auch mit seinem Verschwinden etwas zu tun haben.
  • Renés Vater hofft jetzt auf neue Erkenntnisse der Polizei.

Elsdorf - Die jüngsten Entwicklungen im Fall Maddie McCann, dem verschwundenen Mädchen aus England, könnten jetzt auch Einfluss auf einen Vermisstenfall haben, der mehr als 20 Jahre zurückliegt. 1996 verschwand unweit des Ortes Praia da Luz, wo Maddie entführt wurde, der sechsjährige René Hasee aus Elsdorf in Nordrhein-Westfalen. Jetzt hofft Renés Vater, dass sich bei den Ermittlungen der Polizei auch neue Erkenntnisse im Fall seines Sohnes ergeben.

In einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger (hinter der Bezahlschranke) sagt Vater Andreas Hasee, dass die Polizei auch Hinweisen nachgehe, die das Verschwinden seines Sohnes betreffen. Möglicherweise könnte der Verdächtige im Fall Maddie, Christian B., auch René entführt haben. Er hoffe, dass er endlich Gewissheit über das Schicksal seines Jungen erlangt. Dass sein Sohn noch am Leben sei, glaubt Hasee hingegen nicht mehr. 

Polizei sieht keinen Zusammenhang mit Maddie McCann

Inzwischen hat sich Andreas Hasee auch an das Bundeskriminalamt (BKA) gewandt. Doch anstatt Neuigkeiten im Fall seines Sohnes zu erhalten, gab es eine bittere Enttäuschung für ihn. Wie ein Sprecherin des Kriminalkommissariats 11 der dpa mitteilte, gibt es „keine neuen Hinweise oder Ansätze“ im Zusammenhang mit Renés Verschwinden. Es tue ihnen Leid, Hasee nicht weiterhelfen zu können, fuhr die Sprecherin fort. 

Die lokale Polizei aus dem Rhein-Erft-Kreis hat mittlerweile auch Kontakt mit Andreas Hasee aufgenommen und ihm die schlechte Nachricht mitgeteilt. Eine Sprecherin sagte auf Nachfrage der dpa, dass ihnen klar sei, dass sich der Vater an jeden Strohhalm klammere.

Christian B. war zur Zeit des Verschwindens von René in Portugal

Der zurzeit im Gefängnis sitzende (wegen einer anderen Straftat) Mordverdächtige im Fall Maddie McCann, Christian B., lebte zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig geht davon aus, dass er in dieser Zeit mehrmals straffällig geworden ist. Es könnte sein, dass er mehreren Frauen sexuelle Gewalt angetan hat. Sie hofft nun, dass sich mögliche Opfer bei der Polizei melden und man so den genauen Wohnort von Christian B. aus dieser Zeit ermitteln kann. 

Auch die Fahrzeuge, die Christian B. in dieser Zeit fuhr, sind Teil der Ermittlungen. Die beiden Autos wurden auch in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY. Dort erhielt man bereits 2013 Hinweise zu dem Tatverdächtigen. 

Rubriklistenbild: © Screenshot Euronews

Auch interessant

Kommentare