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Vermisstenfall Maddie McCann: Markante Wende durch neue Zeugin

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Von: Martina Lippl

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Das Foto vom 12.05.2007 zeigt die kleine Madeleine McCann (Maddie), die in Praia da Luz in Lagos, Portugal, spurlos verschwand.
Die vermisste Maddie McCann. © Luis Forra/dpa

Was ist tatsächlich mit Maddie McCann passiert? Ein Deutscher steht im Visier der Ermittlungen zum seit 2007 verschwundenen Mädchen. Doch nun gibt es eine markante Wende.

Praia da Luz - Von Madelein McCann fehlt immer noch jede Spur. Die damals Dreijährige ist am 3. Mai 2007 aus einem Appartement in einer Ferienanlage in Portugal verschwunden. Die Eltern hoffen immer noch, ihre Tochter zu finden, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Vergangenes Jahr im Mai wollten Kate und Gerry McCann eigentlich den 18. Geburtstag mit Maddie feiern. „Jeder Mai ist hart – eine Erinnerung an die vergangenen Jahre, an gemeinsame verlorene oder gestohlene Jahre“, ist auf der eigens eingerichteten Webseite findmadeleine.com zu lesen. Das Schicksal von Maddie bewegt seit mehr als zehn Jahren die Welt.

Vermisstenfall Maddie: Deutscher im Visier der Ermittler

Immer wieder tauchten Spekulationen und Hinweise über den Verbleib von Maddie auf. Doch dann, Mitte 2020, gab es eine spektakuläre Wende im Vermisstenfall: Ein Deutscher war plötzlich im Visier der Ermittler im Fall der Vermissten Maddie McCann. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig startete gemeinsam mit der Metropolitan Police und der Polícia Judiciária einen Zeugenaufruf. Der mehrfach vorbestrafte Sexualstraftäter sitzt in einem niedersächsischen Gefängnis eine mehrjährige Haftstrafe für die Vergewaltigung einer 72-jährigen US-Amerikanerin im Jahr 2005 im portugiesischen Praia da Luz ab.

Rund anderthalb Jahre nach dieser Tat verschwand Maddie aus einer Apartment-Anlage in der Nähe. Der Deutsche lebte zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve – unter anderem einige Jahre in einem Haus zwischen Lagos und Praia da Luz.

Das BKA und die Staatsanwaltschaft halten den Deutschen für den Mann, der die damals dreijährige Maddie McCann aus einem Apartment in Portugal verschleppt und getötet haben soll.

Maddie McCann: Hat der Hauptverdächtige ein Alibi?

Jetzt zeichnet sich eine weitere Wende ab. Der Verdächtige Christian B. wird von einer Zeugin entlastet. Wie der britische Express berichtet, soll die Polizei ein Alibi für den Tatverdächtigen gefunden haben. In einer bisher noch nicht ausgestrahlten britischen TV-Doku wird über diese Ermittlungen im Fall Maddie McCann berichtet. Der 44-jährige Hauptverdächtige soll demnach zum Zeitpunkt des Verschwindens des Mädchens nicht am Tatort, sondern 30 Minuten von Praia da Luz in Portugal entfernt gewesen sein.

Wie die Bild berichtet, soll es eine Frau geben, die rund um den Tatzeitpunkt im Mai 2007 fast jeden Abend mit dem Tatverdächtigen verbracht haben will. Die Polizei habe die Zeugin bereits verhört. Aber, ob die Frau auch die Tatnacht mit dem Mann verbracht habe, daran könne sie sich nicht erinnern. Nach dem Verschwinden der kleinen Maddie soll der Verdächtige keine Verhaltensänderungen gezeigt haben. Unmittelbar nach dem Verschwinden von Maddie McCann sollen beide laut Bild in eine Polizeikontrolle geraten sein. Auch hier solle sich der Tatverdächtige demnach nicht auffällig verhalten haben.

Vermisstenfall Madeleine McCann

Am 3. Mai 2007 verschwand die damals dreijährige Madeleine McCann in Portugal.

Ihre Eltern hatten Maddie zuletzt in einem Appartment in der Nähe von Praia da Luz gesehen.

Am 12. Mai 2021 hätte Maddie ihren 18. Geburtstag gefeiert.

Bis heute gibt es kein Lebenszeichen von Maddie McCann.

Madeleine McCann wird seit 2007 vermisst. Das Schicksal von der kleinen Maddie bewegt die Welt.
Madeleine McCann wird seit 2007 vermisst. Das Schicksal der kleinen Maddie bewegt die Welt. © AP/dpa

Gibt es Hoffnung den Fall Maddie McCann zu klären? Ist die neue Zeugin glaubwürdig? Viele Fragen sind zunächst noch offen. „Die Sachlage ist im Wesentlichen unverändert“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig Hans Christian Wolters der Nachrichtenagentur dpa im Dezember 2021. Im Hintergrund laufen ihm zufolge die Ermittlungen unverändert weiter, Details dazu werden aber nicht genannt. Zu Vorwürfen mit Bezug zu Madeleine McCann habe sich sein Mandant bisher nicht geäußert, sagte einer der Verteidiger des Tatverdächtigen der dpa.

Erst vor Kurzem meldete sich ein ehemaliger Chefermittler zu Wort. Er äußerte zum wiederholten Male unglaubliche Vorwürfe gegen die Eltern Kate und Gerry McCann. (ml)

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