Deutsche unterschlug wohl 1 Million Euro

Betrügerin täuschte offenbar Tod vor: Pudel verrät totgeglaubte Frau auf Mallorca

Riesenpudel Palmen
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Ein Riesenpudel verrät eine mutmaßliche Betrügerin. (Symbolbild, Fotomontage)

Eine mutmaßliche Betrügerin täuschte 2020 ihren Tod vor. Jetzt wurde die 47-jährige Deutsche auf Mallorca von ihrem Pudel verraten.

Palma - Es klingt wie ein Krimi. Eine 47-jährige Deutsche soll ihren Arbeitgeber um eine Million Euro betrogen haben. Bei der Gerichtsverhandlung schickte die Frau dann ein Double. Doch damit nicht genug: Später täuschte sie offenbar ihren Tod vor. Doch ihr auffälliger Pudel ließ nun den ganzen Schwindel auffliegen. Am Mittwoch beginnt nun der Prozess der mutmaßlichen Betrügerin, wie RTL berichtet.

Laut Medienberichten wurde die 47-jährige Steuerberaterin wegen Unterschlagung von rund einer Million Euro von ihrem ehemaligen Arbeitgeber angezeigt. Bereits im November 2020 sollte die Gerichtsverhandlung stattfinden. Doch die Angeklagte erschien nicht. Die Eltern der 47-Jährigen erklärten, dass sie im März 2020 In Rostock bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei. Zum Beweis legten sie eine Sterbeurkunde vor - offenbar gefälscht.

Mallorca: Betrügerin täuscht Tod vor - und wird von ihrem Pudel verraten

Daraufhin wurde das Gerichtsverfahren gegen die mutmaßliche Betrügerin eingestellt, ihr Plan schien aufzugehen. Doch ihr ehemaliger Arbeitgeber sowie der Anwalt der geschädigten Firma waren misstrauisch und beauftragten Privatdetektive. Der Auftrag: die angebliche Tote zu finden. Und tatsächlich fanden die Detektive die 47-Jährige. Sie soll unter falscher Identität auf Mallorca gelebt haben.

Die Ermittler hatten bei der Suche nach der Frau tierische Hilfe. In den sozialen Medien fanden sie heraus, dass die Beschuldigte einen Riesenpudel besaß. Da diese Hunderasse auf Mallorca extrem selten vorkommt, fiel der Pudel bei den Ermittlungen schnell auf, so RTL. Denn die mutmaßliche Betrügerin besuchte mit ihrem Tier weiterhin die Hundeschule und Restaurants.

Mallorca: Prüfung der Vorwürfe gegen die Deutsche

Ab Mittwoch werden nun die Vorwürfe gegen die Verdächtige vor dem Untersuchungsausschuss auf Mallorca geprüft. Die Beschuldigte musste nicht in Untersuchungshaft, sondern blieb auf freiem Fuß. Sollten sich die Vorwürfe gegen sie erhärten, wird das Verfahren an das Landgericht weitergegeben. Für September ist mit dem Beginn der Hauptverhandlung zu rechnen. (jsch)

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