Malta: Blaue Lagunen und uralte Tempel

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Valletta, die Hauptstadt von Malta, gehört seit über dreißig Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die kleine Mittelmeer-Insel Malta mit den Schwesterinseln Gozo und Comino bietet traumhafte Strände und türkisblaue Lagunen. Auch Kultur-Fans kommen auf ihre Kosten: Prächtige Paläste, uralte Tempelanlagen und rätselhafte Spuren frühester Besiedlung zeugen von Maltas kultureller Vielfalt.

Malta ist klein, hat aber jede Menge zu bieten

Malta liegt knapp 100 Kilometer südlich von Sizilien im Mittelmeer. Zusammen mit Gozo und Comino ist Malta nur etwas größer als 300 Quadratkilometer. Damit ist die Inselgruppe kleiner als das kleinste deutsche Bundesland Bremen. Die meisten Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäuser auf Malta findet man an der Nordostküste in den Orten Sliema und St. Julian’s. Hier tummeln sich vor allem zwischen Mai und Oktober mehr Touristen als Einwohner. Etwas individuellere Ferienunterkünfte für den Urlaub auf Malta bieten die Hauptstadt Valletta und viele kleinere Ortschaften, die über die ganze Insel verstreut sind.

Man kann Malta von überall aus bequem erkunden, denn die Insel ist maximal 27 Kilometer lang und 14,5 Kilometer breit. Für Fahrten mit dem Bus sollte man etwas Zeit einplanen – die Busse kommen unregelmäßig bis gar nicht und halten nur mit Glück an den gekennzeichneten Haltestellen. Besonders praktisch sind Ausflüge mit gemieteten Fahrrädern: Wer entlang der Küste von Ort zu Ort radelt, kann an vielen Stellen einfach absteigen und im Meer baden.

Ein Traum in Türkis: Die „blaue Lagune“

Die winzige Insel Comino mit lediglich drei festen Einwohnern bietet die schönste Bucht der Inselgruppe, die „blaue Lagune“. Das Wasser schimmert türkisblau und ist in der gesamten Bucht so seicht, dass ein Erwachsener fast überall stehen kann. Von Ruhe und Einsamkeit kann hier aber keine Rede sein: Vor allem in den Sommermonaten besuchen Scharen von Touristen die kleine Insel und kämpfen um die raren Plätze unter den Sonnenschirmen. Von Malta aus ist Comino mit einem Ausflugsdampfer bequem zu erreichen.

Uralte Kultur und spektakuläre Klippen

Die Hauptstadt Valletta an der Nordostküste von Malta gehört seit 1980 zum Weltkulturerbe der UNESCO und versprüht mit ihren prunkvollen Gebäuden einen barocken Charme. Besonders der prächtige Großmeisterpalast ist ein Besuchermagnet und gehört für Urlauber, die sich für die Kultur des Landes interessieren, zum Pflichtprogramm.

Überall auf der Insel stößt man auf Spuren menschlicher Besiedelung aus den vergangenen Jahrhunderten und sogar Jahrtausenden. Die frühesten Funde, die von Menschen stammen, sind fast 6.000 Jahre alt. Besonders berühmt ist das Hypogäum von Ħal-Saflieni, eine vollständig erhaltene, unterirdische Tempel-Grabanlage aus der Jungsteinzeit. Die Eintrittskarten für die geführten Touren durch das Hypogäum sind so begehrt, dass Wartzeiten von oft mehreren Wochen entstehen. Wer es besichtigen möchte, sollte sich bereits von zu Hause aus anmelden.

Ein Tagesausflug zu den Dingli Klippen ist vor allem für Kinder ein Erlebnis. Sie liegen im Südwesten von Malta und sind mit dem Bus gut zu erreichen. Die Dingli Klippen sind der höchste Punkt der Insel. Von hier aus fällt der Fels über 250 Meter weit ab ins Meer. Von den Klippen öffnet sich ein fantastischer Blick über die gesamte Insel. Außerdem findet man hier an vielen Stellen die berühmten „Karrenspuren“ – uralte, von Menschen geschaffene Rillen, die kreuz und quer im Fels verlaufen und Archäologen bis heute vor ein Rätsel stellen.

Malta wie im Film

Im Nordwesten der Insel liegt das Attrappen-Dorf Popeye Village. Das Dörfchen wurde 1979 als Set für den Film „Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag“ errichtet und ist komplett aus Holzplanken zusammengenagelt. Es brannte schon zweimal ab, wurde aber jedes Mal wieder aufgebaut. Popeye Village sieht heute genauso aus wie in dem 1980 entstandenen Film. Besucher können zwischen den Häuschen und Geschäften umherschlendern, verschiedene Shows besuchen oder in der Süßwarenfabrik des Dörfchens bei der Produktion zusehen.

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