Er bemerkte es nicht einmal!

Mann fährt mit Messer im Kopf stundenlang zum Arzt

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Diese Röntgenaufnahme zeigt das 30 Zentimeter lange Messer im Schädel des Mannes.

Teresina - Unfassbar! Mit einem 30 Zentimeter langen Messer, das nach einem Streit in seinem Kopf steckte, ist ein Brasilianer 100 Kilometer weit ins nächstgelegene Krankenhaus gefahren - und hat überlebt.

Der Motorradtaxifahrer Juacelo Nunes (39) war vorige Woche während eines nicht gerade nüchtern ausgetragenen Streits auf einer Party im Nordosten Brasiliens mit einem Messer attackiert worden - zweimal im Brustkorb, einmal an einer Schulter und einmal am Kopf. Seinen Kopf durchstach das Messer nach Angaben der Ärzte knapp über dem linken Auge. Durch den Mund hindurch drang die Klinge bis zum rechten Kieferknochen vor.

Mit dem Messer im Kopf wurde Nunes von Angehörigen von der Ortschaft Agua Branca ins knapp 100 Kilometer entfernte Teresina gefahren, der Hauptstadt des Bundesstaates Piauí, wo sich das nächstgelegene Krankenhaus befindet. Während der mehr als zwei Stunden langen Fahrt blieb Nunes erstaunlicherweise bei klarem Verstand. "Der Schock und der Alkohol dämpften wohl die Schmerzen", so der Arzt Gilberto Albuquerque zum US-Sender CNN. Den Moment, als das Messer in seinen Schädel drang, hatte der Mann gar nicht mitbekommen.

Seine Frau hingegen bekam den Schreck ihres Lebens, als sie ihren Mann so sah: "Ich konnte es nicht glauben, ich dachte, er müsste sterben", zitieren sie örtliche Medien.

So viel Glück hatte das Messer-Opfer

"Er kam Sonntagmorgen um halb vier Uhr und wurde zwei Stunden später operiert", sagte die Sprecherin des Krankenhauses in der Stadt Teresina, Ana Flavia Soares, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Der Eingriff habe drei Stunden gedauert, der Patient sei wohlauf.

"Das Messer hat mehrere Nerven und Venen durchbohrt, das kann zum Tod führen", sagte Albuquerque. "Er hätte auch erblinden oder seinen Geruchssinn verlieren können", so der Mediziner, doch nichts davon sei passiert. Er sei erstaunt über die schnelle Genesung des Patienten. Seine "schlimmste" Wunde sei eine Verletzung am Lungenflügel, sagte sie.

Fünf Tage nach dem gruseligen Vorfall konnte der Mann das Krankenhaus verlassen. "Es geht ihm gut und er hat keine Spätfolgen", sagte Soares. Nunes' Frau ist überzeugt: "Das ist ein Wunder."

afp/hn

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