Erfundene Vergewaltigung

Mann nach Sex mit Schülerin (13) in Berlin vor Gericht

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Demonstranten vor dem Kanzleramt: Die angebliche Entführung und Vergewaltigung einer 13-jährigen Russlanddeutschen sorgte Anfang 2016 über Deutschland hinaus für Aufregung. 

Der Fall hatte 2016 für großes Aufsehen gesorgt: Ein Mädchen aus Berlin war 30 Stunden verschwunden und hatte eine Vergewaltigung erfunden. Doch heute kommt ein 24-Jähriger vor Gericht.

Berlin - Der Bekannte der Schülerin soll einvernehmlichen Sex mit der damals 13-Jährigen gehabt und die Handlungen gefilmt haben. Die Anklage lautet auf schweren sexuellen Kindesmissbrauch und Herstellung von Kinderpornografie.

30 Stunden verschwunden

Der Fall war bekannt geworden, weil das Mädchen Anfang 2016 nach einem mehr als 30-stündigen Verschwinden bei der Polizei erklärt hatte, es sei von drei südländisch aussehenden Männern entführt und vergewaltigt worden. Der russische Außenminister Sergej Lawrow schaltete sich ein und warf deutschen Behörden Vertuschung vor. Hunderte Russlanddeutsche demonstrierten in Berlin.

Tatsächlich soll das Mädchen bei einem 19-jährigen Bekannten wegen Schulproblemen Unterschlupf gesucht haben. Der nun Angeklagte geriet im Zuge der Ermittlungen in den Fokus. Ihm werden sexuelle Handlungen mehrere Wochen vor dem Verschwinden der Schülerin vorgeworfen.

dpa

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