Auch Schule evakuiert

Schwefelsäure-Anschlag entpuppt sich als Klo-Problem

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Polizeibeamte stehen vor dem Mannheimer Jobcenter.

Mannheim - Ein Unbekannter soll stark ätzende Schwefelsäure in einem Jobcenter in Mannheim verschüttet haben, hieß es am Nachmittag. Doch der Vorfall erwies sich als etwas ganz anderes.

Ein beißender Geruch aus dem Herrenklo hat im Mannheimer Jobcenter für Aufregung gesorgt. Massiver Gestank hatte am Mittwoch die Menschen in der Behörde verunsichert. Weil einige über Atemprobleme klagten und es kurz darauf auch noch in einer Schule stank, hatte die Polizei zunächst nicht ausgeschlossen, dass jemand stark ätzende Schwefelsäure verschüttet habe. Etwa 800 Behördenmitarbeiter, Schüler und Lehrer wurden „in Sicherheit“ gebracht, vier Menschen kamen laut Polizei mit Atembeschwerden in ein Krankenhaus. Die Ursache des Gestanks im Jobcenter wurde nach stundenlanger Suche im Keller gefunden: Die Urinale waren verstopft.

Weil sie mit Tüten zugeklebt waren, hatte sich übelriechender Schwefelwasserstoff gebildet. Warum es fast zeitgleich in der Schule stank, war zunächst unklar. Hier ließen sich 40 Menschen unter anderem wegen Atembeschwerden medizinisch betreuen.

dpa

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