Frau als Aufpasserin engagiert

Mann will Ohrfeige für jeden Facebook-Besuch

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Klatsch! Maneesh Sethie kriegt von seiner Aufpasserin Kara eine gelangt, als er beim Arbeiten auf Facebook klickt.

San Francisco - Ein US-Computerexperte hat einen kuriosen Weg gefunden, wie er effizienter arbeitet: Er bezahlt eine Frau, damit sie ihm jedes Mal eine runterhaut, wenn er auf Facebook geht.

Zum Youtube-Video

Maneesh Sethi ist begeistert, um wie viel produktiver er neuerdings arbeitet. Noch vor kurzem, so hat der Computerexperte und Blogger aus San Francisco ausgerechnet, verplemperte er die meiste Zeit, die er vor seinem Laptop saß. Effektiv tat er nur 35 Prozent seines Arbeitstages etwas. Mittlerweile hat er seine Produktivität auf 98 Prozent gesteigert. Die Quelle seiner Untätigkeit, so hat er herausgefunden, waren ständige Besuche in sozialen Netzwerken wie Facebook. Auf seinem Blog schreibt Sethi, dass er pro Woche insgesamt 19 Stunden auf entsprechenden Seiten sufte.

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Die Wurzel allen Übels, so meint er, ist die Biologie: "Menschen sind soziale Tiere. Wir sind nicht dazu geschaffen, alleine zu leben und zu arbeiten." Deswegen sei es auch kein Wunder, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer zusammengerechnet nur an drei Tagen der kompletten Arbeitswoche wirklich arbeitet. "Da habe ich mir gedacht: Das ist doch dumm! Warum verplempere ich die Zeit mit Nichtstun? Wenn ich aber einen Vorgesetzten habe oder irgend eine Autorität, die mich beobachtet, dann erledige ich meine Arbeit immer gut."

Zwangsläufig stellte sich für ihn die Frage: "Wie kann ich also eine Figur simulieren, die diese Autorität über mich ausübt?"

Da kam ihm eine radikale Idee: Auf Craigslist, einem Online-Netzwerk mit Anzeigenseiten für alle möglichen Bedürfnisse, schaltete er ein Inserat: "Ich suche jemanden, der an einem bestimmten Ort (in meinem Haus oder in einem Café) neben mir sitzen kann und kontrolliert, was sich auf meinem Bildschirm abspielt. Wenn ich Zeit verplempere, dann müssen Sie mich anbrüllen, oder, falls nötig, mir eine runterhauen." Für den Job bot er umgerechnet 6 Euro die Stunde.

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Gleich nachdem er die Annonce aufgegeben hatte, wurde sein E-mail-Postfach geflutet. Schon in der ersten Stunde meldeten sich 20 Interessenten. Besonders gefiel ihm die Nachricht einer jungen Dame namens Kara, mit der er sich am folgenden Tag zum "Probearbeiten" in einem Café traf. Sethi: "Ich gab ihr eine Liste mit Dingen, die ich zu erledigen hatte, und ließ sie versprechen, dass sie mich zum konzentrierten Arbeiten zeingt."

Wie der Computerexperte in diesem Youtube-Video dokumentiert langte Kara auch ordentlich hin, wenn er mal wieder auf Facebook klickte. Klatsch!

Übrigens kann Sethi jedem nur empfehlen, so eine Aufpasserin zu engagieren: "Ehrlich gesagt, hat nicht die Angst vor einer Ohrfeige zu meiner Produktivitätssteigerung geführt. Das fand ich sogar recht lustig." Er fand es vielmehr toll, dass Kara nicht nur aufpasste, was er auf seiner Webseite schrieb, sondern ihm auch auf Nachrfrage auch Anregungen gab. "Ich empfand Kara nicht als Belastung. Dank ihr hat mir das Schreiben sogar wieder mehr Spaß gemacht."

Und? Wie oft würden Sie pro Tag eine gelangt bekommen, wenn Sie so eine Anti-Facebook-Aufpasserin für die Arbeit engagieren würden?

fro

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