Maskenmann ist entsetzt über seine Kindermorde 

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Der als “Maskenmann“ bekannt gewordene mutmaßliche Kindermörder hat am Mittwoch drei Morde und einen Missbrauchsfall gestanden (Archivbild).

Stade - Schockierender Auftritt vor Gericht: Der als “Maskenmann“ bekannt gewordene mutmaßliche Kindermörder hat am Mittwoch drei Morde und einen Missbrauchsfall gestanden.

Die Phantombildzeichnung zeigt den Maskenmann.

“Ich bin entsetzt über meine Taten und empfinde tiefe Scham und Reue“, heißt in einer von seinen Verteidigern verlesenen Erklärung. Weitere Missbrauchsfälle stritt der 40-Jährige ab. Zum zweiten Prozesstag hat die Kammer unter anderem die Mutter eines der Mordopfer, des damals neunjährigen Dennis K., geladen. Der aus Bremen stammende Pädagoge soll den Jungen im September 2001 getötet haben. Er ist außerdem wegen des gewaltsamen Todes eines Dreizehnjährigen und eines acht Jahre alten Jungen sowie 20 anderen Missbrauchsfällen angeklagt. Die Polizei hatte den mutmaßlichen Serientäter im April in Hamburg geschnappt.

Prozessbeginn gegen den Maskenmann

Am Landgericht Stade in Niedersachsen beginnt am Montagmorgen der Prozess gegen den mutmaßlichen Kindermörder Martin N. © dapd
In einem Gefahrentransporter wird... © dapd
... der 40-jährige Angeklagte zum Landgericht Stade gebracht. © dapd
Dem Angeklagten wird von der Staatsanwaltschft vorgeworfen, ... © dpa
... drei Jungen im Alter von 8 bis 13 Jahren ermordet zu haben. Außerdem werden ihm 20 Missbrauchstaten an Kindern zur Last gelegt. © dapd
Er soll seine Opfer von 1992 an in Schullandheimen, Zeltlagern und in Bremer Wohnhäusern missbraucht oder sie von dort aus verschleppt haben. Aus diesem Landheim war Dennis K. entführt worden. © dapd
Der als "schwarzer Mann" oder "Maskenmann" Gesuchte war im April in Hamburg nach einer neuen Zeugenaussage eines frueheren Missbrauchsopfers festgenommen worden. Der Angeklagte hat bei polizeilichen Vernehmungen die Taten gestanden. © dapd
Im September 2001 durchsuchte die niedersächsische Polizei ein Waldstück bei Wulsbüttel nach dem vermissten Dennis K. © dapd
In einem Buschwerk bei Kirchtimke (Kreis Rotenburg-Wümme) wurde die Leiche schließlich gefunden. © dapd

Die Mutter des 2001 ermordeten Dennis K. leidet noch heute unter dem Verbrechen an ihrem Sohn. “Ich bin extrem aufgeregt und zitter innerlich,“ sagte die 41-jährige am Mittwoch während ihrer Vernehmung als Zeugin vor dem Landgericht Stade. Sie sei in psychologischer Behandlung und nehme nach wie vor regelmäßig Beruhigungstabletten. “Als Dennis damals gefunden wurde, war es ganz schlimm,“ erklärte die Mutter mit Tränen in den Augen.

Der neunjährige Dennis war in der Nacht zum 5. September 2001 aus dem Schullandheim Wulsbüttel (Kreis Cuxhaven) verschwunden. Zwei Wochen später fand ein Pilzsammler seine Leiche.

dpa/dapd

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