130 Fahrzeuge rasen ineinander

Massenkarambolage: Unfall auf Autobahn mit 133 Fahrzeugen fordert sechs Tote

Überfrierender Regen hat in Texas für einen schrecklichen Unfall mit Hunderten ineinander gequetschten Fahrzeugen gesorgt. Sechs Menschen starben.

Fort Worth - Es ist kalt draußen, auf den Straßen herrschen Eis und Glätte. Nicht nur in Deutschland führt das besonders auf Autobahnen vermehrt zu Unfällen*. In der Nähe von Texas ereignete sich nun ein besonders tragischer Unfall mit einem Trümmerfeld auf mehr als zwei Kilometern Länge.

Massen-Crash: 133 Fahrzeuge in einer Unfallzone von 2,5 Kilometern

Im morgendlichen Berufsverkehr gegen 6 Uhr morgens Ortszeit rasten mehr als 130 Fahrzeuge auf einer Autobahn ineinander. Der Unfall ereignete auf einer Autobahn im US-Bundesstaat Texas* nördlich der Stadt Fort Worth. Ein Vertreter der Polizei erklärte, die Untersuchung dauere noch an, es werde jedoch angenommen, dass die Karambolage durch Eisentwicklung wegen überfrierenden Regens ausgelöst worden sei. Die Polizei rief Fahrer zur Vorsicht auf, angesichts der weiterhin gefährlichen Wetterbedingungen vor Ort. Der Lokalsender WFAA berichtete währenddessen, die Unfallzone erstrecke sich über rund 2,5 Kilometer. In Folge dessen staute sich auch der laufende Verkehr auf einer Länge von mehr als zwölf Kilometern auf.

Fahrzeuge stapeln sich nach einem Unfall auf der Interstate 35 in der Nähe von Fort Worth (Texas).

Massenkarambolage fordert sechs Tote

Bei dem Massen-Crash kamen sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Feuerwehr berichtete zunächst, die Rettungskräfte hätten fünf Leichen geborgen - die Zahl der Tote und Verletzten könne aber noch steigen, da die Rettungsarbeiten noch nicht abgeschlossen seien. Bei den Zusammenstößen seien mehrere Personen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen worden. Rund 65 Menschen seien in nahen Krankenhäusern behandelt worden, sagte ein Sprecher des örtlichen Rettungsdienstes MedStar am Donnerstagnachmittag (Ortszeit). Aufgrund der Wucht des Aufpralls stapelten sich die Autos teilweise übereinander, Lkws zerdrückten Pkws förmlich unter sich, die Autos verkeilten sich. Die Rettungskräfte hatten laut Medienberichten daher zum Teil Probleme, sich durch die Trümmer zu den Eingeschlossenen durchzukämpfen. Sie waren außerdem besorgt, dass ihnen nach Stunden in Minus-Temperaturen Unterkühlung drohe. Für Familien wurde ein Sammelzentrum in der Nähe eingerichtet. Medienberichten zufolge waren 14 Ambulanzen im Einsatz.

Bei einer Massenkarambolage auf einer vereisten Autobahn sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.

User teilen erschreckende Bilder und äußern Mitgefühl

Auf Bildern und Videos von Augenzeugen, insbesondere auf den sozialen Netzwerken wie Twitter, waren zahlreiche ineinander gequetschte Autos und auch große Lastwagen zu sehen. Die Anteilnahme in den sozialen Medien ist groß, viele drücken ihr Mitgefühl aus, schicken gebrochene Herzen und schließen die Betroffenen in ihre Gebete ein. (dpa/jh) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Lawrence Jenkins/dpa

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