Neues Gesetz

Mazedonien will Kinderschänder kastrieren

Skopje - Pädophilen Mehrfachtätern droht in Mazedonien zukünftig eine chemische Kastration. Ihnen sollen Injektionen gespritzt werden. Das Parlament hat ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.

Im Parlament von Mazedonien wurde ein Gesetz verabschiedet, das die chemische Kastration von Kinderschändern erlaubt, wie "RTL" und "Die Welt" berichten. Die neue Regelung betrifft Pädophile, die wiederholt Kinder missbraucht haben. Ersttäter können sich freiwillig kastrieren lassen, was ihnen eine Haftverkürzung bringt.

Bei den Kastrationen werden den Männern regelmäßig Injektionen gespritzt, welche die Produktion von Testosteron verringern.

Polen hat ähnliche Regelung seit 2009

Mit dem neuen Gesetz ist Mazedonien nicht allein. Polen etwa hat eine ähnliche Regelung schon im Jahr 2009 getroffen. Wer Minderjährige unter 15 Jahren vergewaltigt oder Inzest mit Kinder begangen hat, muss sich dort für eine chemische Behandlung zwangseinweisen.

In Deutschland sind chemische oder chirurgische Kastrationen von Sextätern freiwillig. Eine einheitliche EU-Regelung zu diesem Thema ist unwahrscheinlich.

wei

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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