Mehr Wohnraum durch Dachausbau

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Mit einem Dachausbau können Sie neuen Wohnraum schaffen, ohne anbauen zu müssen.

Viele Häuser verfügen über einen ungenutzten Dachboden. Mit ein wenig Mühe kann aus diesen finsteren Räumen zusätzlicher Wohnraum entstehen. Wie die Neugestaltung am besten klappt, lesen Sie hier.

Nicht jeder Dachboden ist für einen Umbau geeignet

Noch bevor Sie als Hausherr konkrete Umbaumaßnahmen in Angriff nehmen, stellen Sie sich die Frage, ob sich eine Renovierung lohnt. Hier gibt es eine einfache Faustregel: Ist das Dach steiler als 35 Grad, steht der Neugestaltung des Dachgeschosses wenig im Weg. Denn Sie laufen nicht Gefahr, ihren Kopf im Stehen zu stoßen. Unter 35 Grad bedeutet keineswegs das Ende der Ausbau-Träume: Denkbar ist zum Beispiel ein Schlafbereich für Gäste. Besonders geeignet für den Umbau sind Mansarden- und Satteldächer.

Die rechtliche Seite: Baugenehmigungen einholen

1990 wurde die Baunutzungsverordnung überarbeitet. Der Dachausbau ist damit einfacher umzusetzen. Seit dieser Änderung zählen Dach und Speicher nicht mehr zu den Geschossflächen. Dennoch ist dies kein Freibrief für den Umbau: Eifrige Hausbesitzer sollten sich auf jeden Fall mit dem örtlichen Bauamt kurzschließen, um Bauwünsche und Details zu besprechen.

Den Umbau nicht auf die leichte Schulter nehmen

Ein Dachausbau ist nicht jedermanns Sache. Hausherren, die sich als mäßig handwerklich geschickt bezeichnen, sollten zwei Mal überlegen, ob sie sich alleine in das Abenteuer „Dachumbau“ stürzen. Schließlich gibt es eine Menge zu beachten – egal, ob bei dem Thema Dämmung oder Fragen der Elektroinstallation.

Mit dieser kleinen Check-Liste kommen Sie Ihrem Wunsch-Dachbereich ein wenig näher:

  • Der Zweck des neu gewonnenen Raumes ist entscheidend. Bedenken Sie, dass zukünftige Ateliers, Büros oder Gästezimmer jeweils unterschiedliche Anforderungen stellen. Planen Sie deshalb genau, welche Möbel oder Gegenstände Sie auf dem neuen Stockwerk brauchen.
  • Kalkulieren Sie den Zeitaufwand für den Umbau realistisch. Rechnen Sie stets mit verlängerten Lieferzeiten für Material, ausgefallenen Fachkräften und ausbleibenden behördlichen Genehmigungen. Überarbeiten Sie den Fahrplan zu Ihrem neuen Dachgeschoss daher regelmäßig.

  • Umbaumaßnahmen sind mit Lärm verbunden. Informieren Sie rechtzeitig Ihre Nachbarn über Ihr Vorhaben. Es ist auch sinnvoll, sie auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen aufmerksam zu machen. Oftmals werden Handwerker mit ihren Fahrzeugen zum Be- und Entladen auf Fußwegen kurz Halt machen.
  • Denken Sie an eine energetische Sanierung: Ihr Dachausbau unterliegt der Energieeinsparverordnung für den Wärmeschutz. Neben einer Dämmstoff-Dicke von mindestens 16 Zentimetern müssen die verwendeten Dämmmaterialien der Landesbauordnung entsprechen. Glaswolle und Steinwolle sind aufgrund ihrer extrem geringen Entflammbarkeit besonders geeignet.

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