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Werden wir alle zu Bio-Maschinen?

Youtube-Hit: So leben die Menschen in 1000 Jahren

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Weit nach vorne gegriffen: Wie sehen wir in 1000 Jahren aus?

München - Knapp 1,9 Millionen Klicks in sechs Tagen hat ein Youtube-Video eingesammelt, das zeigt, wie die Menschheit in 1000 Jahren aussehen könnte. Die Ergebnisse sind faszinierend und befremdlich zugleich.

Wie die Welt vor 1000 Jahren ausgesehen hat, davon haben wir dank der Wissenschaft ein ganz gutes Bild. Viel schwieriger ist es dagegen, eine Prognose über die Welt abzugeben, die wir in 1000 Jahren vorfinden werden. Das wird einem spätestens klar, wenn man sich bewusst macht, wie sehr etwa Computer und Handys unser heutiges Leben bestimmen - Dinge, die vor nur 100 Jahre noch undenkbar waren.

Doch nicht nur die Welt verändert sich ständig, sondern auch der Mensch, denn so wie der technische Fortschritt bleibt auch die Evolution nicht stehen. Sie sorgt dafür, dass sich Lebewesen ihrer Umwelt anpassen. Das wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass wir vor gerade einmal 150 Jahren im Schnitt 10 Zentimeter kleiner waren und 20 Jahre früher starben.

In einem Cartoon-Werbeclip für eine neue TV-Reihe des "National Geographic Channel" von ASAPscience haben die Macher der des kanadischen Online-Wissenschafts-Kanals den heutigen Stand der Technik genommen und wild drauf los spekuliert, wie es mit uns Menschen weitergehen könnte. Dank der witzigen Zeichnungen und leicht verständlichen Erklärungen komplizierter Fakten wurde der Vierminüter in kürzester Zeit zum Klick-Hit auf Youtube.

Der Mensch wird zur Mensch-Maschine

So werde der Mensch schon bald zu einer Mischung aus Mensch und Maschine, heißt es dort. Nanobots, also mikroskopisch kleine Roboter, werden in den Körper eingebaut und machen uns stärker, schneller und gesünder - etwa indem sie unser Immunsystem stärken, die Gehirnleistung erhöhen und Krebszellen bekämpfen. Die Mini-Maschinen werden auch in der Mikrochirurgie ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Die Nanotechnologie wird auch den Bau von Strukturen ermöglichen, die je nach Bedarf umgebaut werden.

Von heute noch 7000 gesprochenen Sprachen werden in 1000 Jahren nur noch etwa 100 übrig sein, sagt der Film voraus. Schuld daran sei die Globalisierung und Verstädterung. 

Auch unser Aussehen wird gewissen Veränderungen unterliegen: Als Reaktion auf die globale Erwärmung und die dünner werdende Ozonschicht werde unsere Haut dunkler werden, um sich gegen die erhöhte Dosis UV-Licht zu schützen. Aus dem gleichen Grund sei es künftig ein evolutionsmäßiger Vorteil, größer und dünner zu sein als wir es heute sind, denn diese Statur verschafft uns die größte Abkühlung bei steigender Außentemperatur.

Der Sprecher weist jedoch darauf hin, dass dieser Prozess einige hunderttausend Jahren in Anspruch nehmen könnte - und falls es uns gelingt, früh genug eine Lösung für die globale Erwärmung zu finden, kann sich die Natur diesen Prozess gänzlich sparen.

Genmutation: Der Mensch als "X-Man"

Auch unsere DNA wird in 1000 Jahren nicht mehr dieselbe sein - natürlichen Genmutationen sei Dank. Wer dabei an die Comic-Helden "X-Men" denkt, liegt nicht völlig falsch - es muss ja nicht gleich Telepathie, Laserstrahlen, die aus den Augen schießen oder Unverwundbarkeit sein.

So sei es etwa denkbar, dass wir rote Augen bekommen oder die Fähigkeit entwickeln, so ziemlich alles zu essen und zu verdauen. Dass das kein Science-Fiction ist, beweise ein Mann, der sich bereits heute von Glas, Metall und giftigen Substanzen ernährt, heißt es in dem Video. Voraussetzung für diese Mutationen sei dabei immer, dass die Natur sich davon einen Vorteil verspricht.

Auch künstlich werden wir unsere Gene besser beeinflussen können: So werden Eltern in Zukunft womöglich das Aussehen und bestimmte körperliche oder geistige Eigenschaften ihrer Kinder mitbestimmen können. Die Frage, ob das wünschenswert oder moralisch für jeden vertretbar ist, behandelt der Clip allerdings nicht.

Werden wir "unsterblich"?

Am Ende spekulieren die Macher, dass der Mensch sich sogar gewissermaßen unsterblich machen könnte: Indem er sein Gehirn in den Computer eingibt, der in Zukunft eine um ein Vielfaches höhere Rechenleistung haben wird. Das digitalisierte, vom Körper und seinen Einschränkungen losgelöste Hirn könnte dann in Lichtgeschwindigkeit über die Datenkanäle überall hinreisen.

Youtube-User kommentieren das Video eifrig, sind dabei aber sehr unterschiedlicher Meinung. Die einen sind fasziniert von den dargestellten Möglichkeiten, nicht wenige sind jedoch skeptisch, ob die Menschheit sich nicht vorher dank Klimawandel, Massenvernichtungswaffen und Raubbau an der Natur ohnehin selbst abschafft.

hn

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