Großes Mysterium

MH370: Die Suche geht weiter

München - Auch nach knapp 300 Tagen gilt Flug MH370 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines als größtes Mysterium der modernen Luftfahrtgeschichte. Und die Suche nach der mutmaßlich abgestürzten Maschine geht immer noch weiter.

Rückblende: Am 8. März verschwindet eine Boeing 777 der Malaysia Airlines 50 Minuten nach dem Start in Kuala Lumpur auf ihrem Weg Richtung Peking von den Radarschirmen, ohne dass die Piloten zuvor der Flugsicherung gegenüber von Schwierigkeiten gesprochen hätten – im Gegensatz zum seit Sonntag vermissten Jet der AirAsia. An Bord von Flug MH370 sind 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Auswertungen automatischer Satellitenkontakte legen nach Analysen von Experten nahe, dass die Maschine fast sieben Stunden in Richtung Süden flog und abstürzte, als das Benzin ausging. Die australische Transportbehörde geht davon aus, dass die Maschine vor dem Absturz stundenlang auf Autopilot flog, also vom Bordcomputer gesteuert wurde. Trotz einer gigantischen Suchaktion fehlt bis heute jede Spur von der Maschine, doch die Retter geben nicht auf. Drei Schiffe mit Hochtechnologie und Unterwasserfahrzeugen suchen Meter für Meter in einer unwirtlichen Region die riesige Zone ab: Das Zielgebiet westlich von Perth (Australien) ist ein 93 Kilometer breiter und 650 Kilometer langer Korridor im Indischen Ozean. Von den 60 000 Quadratkilometern ist bislang etwa ein Fünftel abgearbeitet. Die Koordinationsstelle in Canberra geht davon aus, dass das gesamte Areal bis Mai 2015 durchforstet sein wird.

Da aber bislang kein einziges Trümmerteil gefunden wurde, blühen auch Verschwörungstheorien. So spekuliert etwa der französische Autor Marc Dugain, selbst ehemaliger Pilot, MH370 könnte von US-Kampffliegern aus Sorge vor einer Attacke auf den US-Stützpunkt Diego Garcia abgeschossen worden sein. Fischer hätten damals ein Flugzeug vor Ort gesehen. Die Militärbasis war schon früher bei Spekulationen erwähnt worden. Dugains zweite Theorie: Der Jet sei aufgrund eines Hackerangriffes auf den Bordcomputer in Brand geraten und dann auf den Malediven abgestürzt. Die Ermittler in Malaysia und Australien nehmen zu solchen Theorien, von denen andere bereits seit Längerem kursieren, keine Stellung.

MPB

Flug MH370: Chronologie einer Suche

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Rubriklistenbild: © dpa

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