Auf Sumatra

Mindestens 14 Tote nach Vulkanausbruch

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Menschen rannten vor dem heißen Ascheregen weg, als der Vullkan ausbrach.

Sumatra - Beim Ausbruch des Vulkans Sinabung im Norden der indonesischen Insel Sumatra sind am Samstag mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen.

Ihre Leichen wurden Katastrophenschützern zufolge im zweieinhalb Kilometer vom Vulkan entfernten Dorf Sukameriah gefunden. Die Behörden fürchten, dass noch weitere Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Hundert Helfer sollten am Sonntag mit Motorsägen und Sauerstoffmasken die Suche nach Vermissten fortsetzen.

Die Chancen, Überlebende zu finden, wurden als eher gering eingeschätzt. Der Sinabung hatte am Samstag Geröll und glühende Aschewolken bis zu zwei Kilometer hoch in die Luft geschleudert. Das gesamte Gebiet um den Vulkan wurde mit glühender Asche bedeckt. Im Dorf Sukameriah war die Ascheschicht 30 Zentimeter hoch. Vier der Todesopfer waren den Angaben zufolge Schüler, die auf einem Ausflug zum Sinabung in das Inferno gerieten. Mindestens drei Verletzte wurden mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht.

Alle Opfer befanden sich in dem von den Behörden zum Niemandsland erklärten Gebiet um den Vulkan. Tri Budiarto vom Nationalen Katastrophenschutz sagte der Nachrichtenagentur AFP, Touristen seien heimlich in das Gebiet eingedrungen, um Aufnahmen zu machen, obwohl das sehr gefährlich sei.

Den Rettungskräften bot sich ein erschreckender Anblick: aschebedeckte Leichen mit geschwollenen Gesichtern und hängender Zunge. Die Bergungsarbeiten wurde durch dichten Rauch erschwert. Wegen der Gefahren mussten die Helfer ihren Einsatz später unterbrechen.

Bis zum Jahr 2010 hatte der 2460 Meter hohe Sinabung 400 Jahre lang keine Eruptionen erlebt. Danach wurde er erst wieder im vergangenen September aktiv. Seitdem verließen bereits 30.000 Menschen ihre Häuser auf der Flucht vor den Ausbrüchen. Einigen wurde am Freitag die Rückkehr gestattet, weil die Aktivität des Vulkans seit Mitte Januar stark nachgelassen hatte. Am Samstagmorgen brach der Sinabung dann mit unerwarteter Stärke aus.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten aufeinander stoßen. Diese sind ständig in Bewegung und lösen damit immer wieder Erdbeben oder Vulkanausbrüche aus. In Indonesien gibt es fast 130 aktive Vulkane - so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Indonesiens tödlichster Vulkanausbruch in jüngster Zeit war der des Merapi auf der zentralen Insel Java. Ende 2010 starben dabei 350 Menschen.

afp

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