Mit Eigenleistung Baukosten senken

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Selbermachen spart Geld: Mit Eigenleistung wird der Bau des Eigenheims oft günstiger.

Auf dem Weg zum Traumhaus stellt die Finanzierung eine erste große Hürde dar. Mit Eigenleistung, der sogenannten „Muskelhypothek“, können Sie die Kosten senken. Aber Vorsicht: Mancher Bauherr hat sich durch Selbstüberschätzung schon in den Ruin gestürzt. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Das eigene Haus ist für viele Menschen ein Lebenstraum. Dafür sind sie bereit, selbst anzupacken, denn mit Eigenleistung können Bauherren die Kosten für ihre Immobilie senken. Aber die eigene Muskelkraft und Fähigkeiten als größer einzuschätzen, als sie sind, kann fatal sein. Und zwar nicht nur für den Finanzierungsplan Ihres Hauses – auch für Sie selbst.

Untersuchungen haben ergeben, dass es praktisch unmöglich ist, mehr als 25.000 Euro an einem Haus durch eigene Arbeit zu sparen. Dafür müssen Sie mehrere Hundert Stunden auf Ihrer Baustelle schuften – neben Ihrem normalen Job und der Familie. Das ist für die allermeisten Bauherren nicht zu schaffen. Dazu kommt, dass ein Laie für eine bestimmte Arbeit immer um ein Vielfaches länger braucht als ein Profi.

Das kann man selbst machen

Es ist eine Frage der eigenen Fähigkeiten, welche Arbeiten Sie selbst erbringen können. Das sollten Sie im Vorfeld des Baus gut überlegen und Ihre Eigenleistung genau definieren. Aber es gibt einige Arbeiten, die ein Laie durchführen kann und die Sparpotential bergen:

  • Tapezieren und streichen
  • Teppich, Laminat oder Parkett verlegen
  • Garten anlegen
  • Fliesen legen
  • Küchenmöbel aufbauen

Arbeiten, von denen Sie die Finger lassen sollten

Beim Bau eines Hauses gibt es aber Aufgaben, die Sie auf jeden Fall den Profis überlassen sollten. Dies ist zum Teil sogar gesetzlich vorgeschrieben. So darf zum Beispiel nur ein Elektriker Ihren Herd an den Starkstrom anschließen. Auf keinen Fall sollten Sie Arbeiten in Eigenregie durchführen, die die Statik des Hauses beeinflussen, wie zum Beispiel Türöffnungen oder große Schlitze in tragende Wände schlagen. Auch Gasleitungen, Heizung oder Wasseranschluss überlassen Sie besser den Profis.

Banken überprüfen die Machbarkeit

Ihre Bank wird sich im Vorfeld Ihrer Finanzierung genau anschauen, ob Sie sich bei der Berechnung der Eigenleistung nicht überschätzen. Daher bringt es nichts, zu übertreiben und die „Muskelhypothek“ höher als machbar einzuschätzen. Die Experten wissen, was ein Bauherr selbst leisten kann. Wenn Sie Helfer vorweisen, die vom Fach sind und spezielle Arbeiten übernehmen dürfen, kann die Bank das durchaus in die Berechnung der Eigenleistung aufnehmen. Ihre Helfer müssen aber versichert werden. Über die Kosten dafür und Ihre weiteren Pflichten als Bauherr können Sie sich auf den Internetseiten der BG Bau informieren.

Fehler des Bauherren können teuer werden

Wenn Sie als Hausbauer Ihre Eigenleistung zwar korrekt kalkuliert haben, aber bei der Arbeit zu langsam sind, kann das im schlimmsten Fall zu Schadenersatz-Forderungen führen. Denn viele Handwerker müssen mit ihrer Arbeit warten, bis ein anderes Gewerk fertig ist. Darum sollten Sie sich genau an den Zeitplan halten. Bedenken Sie, dass Sie auch für Fehler an Ihren Arbeiten regresspflichtig gemacht werden können. Unter Umständen können Sie dadurch sogar die Gewährleistung anderer Gewerke verlieren.

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