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Neun-Euro-Ticket: Bahn wird deutlich – wenn man DAS vergisst, ist das Ticket ungültig

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Von: Christoph Gschoßmann

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Regionalzüge für fast umsonst: Das Neun-Euro-Ticket ist in aller Munde. Doch eines sollten Sie bei Ihrem Trip mit dem Schnäppchenticket auf keinen Fall vergessen.

München - Ganz Deutschland fährt Zug: Das Neun-Euro-Ticket startet im Juni und ist bereits im Vorverkauf erhältlich. Ab 1. Juni kann man für wenig Geld so viele Regionalzüge nutzen, wie man will. Eines jedoch darf man dabei nicht vergessen - sonst wird es richtig teuer.

Das Neun-Euro-Ticket ist personalisiert und nicht übertragbar, und dies gilt es auch nachzuweisen. Die Deutsche Bahn selbst schreibt auf das Ticket: „Nur ausgefüllt und in Verbindung mit einem Lichtbildausweis gültig“. Heißt also: Wer keinen Ausweis dabei hat, fährt schwarz, auch wenn er eines der Neun-Euro-Tickets in Händen hält. Das kostet dann je nach Region um die 60 Euro.

Wie streng wird beim Neun-Euro-Ticket kontrolliert? Rheinbahn will „kulant“ sein

Wie streng sind die Kontrolleure dabei? Rheinbahn-Sprecherin Annika Bödefeld sagte gegenüber Der Westen, dass man zu Beginn „kulant“ sei: „Wer vergessen hat, den Namen auf dem Ticket einzutragen, kann dies gemeinsam mit den Fahrausweisprüferinnen und –prüfern noch nachholen.“ Bödefeld weiter: „Haben Fahrgäste ihre Ausweise vergessen und ihr Ticket im Verkehrsverbund-Rhein-Ruhr-Raum gekauft, können sie diese nachzeigen.“ Dass bundesweit alle Kontrolleure so verfahren, ist natürlich nicht sicher.

Ein Problem ist die Personalisierung für Obdachlose. „Viele wohnungslose Menschen haben kein Ausweisdokument“, beklagt Bruder Paulus von der Franziskustreff-Stiftung in Frankfurt. So hätten Obdachlose wieder einmal das Nachsehen. (cg)

Wo gilt das Ticket, wo nicht? Was ist mit der Seenschifffahrt oder Bergbahnen? Wir haben hier alle Fragen rund um das Neun-Euro-Ticket in Bayern zusammengetragen. (cg)

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