1. tz
  2. Welt

Österreicher empören sich über deutsche Wander-Familie: Sie soll Großeinsatz der Bergrettung nun selbst zahlen

Erstellt:

Von: Franziska Schwarz

Kommentare

Symbolbild: Ein Rettungshubschrauber der Bergwacht in Österreich
Symbolbild: Ein Rettungshubschrauber der Bergwacht in Österreich © Tim Rehbein/Imago

Die junge Familie mit Kleinkind geriet beim Berg-Besteigen in eine Notlage. Kritik gibt es nun daran, wie die Touristen den Trip begingen.

Seebergsattel/Kärnten - Sollen die deutschen Wanderer den Rettungseinsatz selbst zahlen? In dieser Hinsicht wird ein aktueller Fall gerade in den österreichischen Medien debattiert. Es geht es um ein Paar mit gemeinsamem Baby, das mit zwei weiteren Erwachsenen bei einer Bergtour einen Großeinsatz nötig machte. Drei Hunde waren auch Teil der Urlaubsgruppe.

Es sollte auf den fast 1800 Meter hohen Berg Storschitz an der Grenze von Österreich zu Slowenien gehen. Für das beliebte Wanderziel ist die Bergrettung Bad Eisenkappel zuständig. Die postete am 9. April auf Facebook einen Bericht über den Rettungseinsatz. Sie schilderte, wie sie trotz Sturms einen Hubschrauber einsetzte, um den Wanderern beim Abstieg zu helfen.

„Später stellt sich heraus das die Personen im Alter von 27-30 Jahren (zum Teil in kurzen Hosen) mit einem noch zu stillenden 9 Monate alten Kind (und drei Hunden) doch eigenständig versuchten abzusteigen!“, heißt es in dem Post weiter.

Österreich: Bergwacht rettet deutsche Touristen - Debatte über Kosten

Wie die Augsburger Allgemeine unter Berufung auf österreichische Zeitungen berichtet, beliefen sich die Kosten für den Einsatz auf mehrere Tausend Euro. Da die Touristen für die Wanderung schlecht ausgerüstet gewesen seien, forderten Kommentatoren nun, dass sie die Hilfe selbst bezahlen.

Ein Bergretter schilderte der österreichischen Kleinen Zeitung, dass die jungen Eltern bei dem Vorfall wirklich „Angst zu sterben“ gehabt hätten. Die Retter wiesen den Vater demnach an, das Baby während des Einsatzes nahe am Körper zu tragen. „Vater und Kleinkind, das nur in der Rückentrage und nicht an einen Körper geschützt getragen wurde, war schon sehr ausgekühlt!!“ heißt es entsprechend im obigen Facebook-Post.

Die in diese Notlage gebrachten Wanderer konnten laut Bergwacht alle unverletzt und „nur unterkühlt“ ins Tal gebracht werden. (frs)

Auch interessant

Kommentare