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Unmoralisch? Rewe-Geldspar-Trick geht viral - und könnte nur kurz funktionieren

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Von: Armin T. Linder

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Ein Rewe-Trick zum Geldsparen sorgt für erbitterte Diskussionen. Unmoralisch oder nicht? Der Kniff könnte ohnehin nicht mehr lange funktionieren.

Hamburg - In Zeiten steigender Verbraucherpreise wird jeder Tipp gerne genommen, um Geld zu sparen. Mit dem Gesetz sollten die Tricks vereinbar sein, klar. Doch gibt es auch eine moralische Grenze? Darüber wird nun bei Twitter eifrig diskutiert. Denn ein Kniff, wie man bei Rewe Geld sparen kann, geht derzeit viral. Rund 350 Retweets und 7.300 Likes gab es in den ersten rund zwei Tagen. Und sehr viele unterschiedliche Kommentare.

Rewe-Filiale
Außenansicht einer Rewe-Filiale (Symbolfoto), hier in Düsseldorf. © Michael Gstettenbauer / Imago

Rewe-Salatbar: Trick mit Pinienkernen sorgt für Diskussionen

„So dribbelt man Rewe / Lifehack“, heißt es in der Anleitung. „An Rewes Salatbar packt man nur Pinienkerne in die Salatschale und zahlt pro 100 gr nur 1,19€ (11,90/kg). Im Vergleich sonst zahlt man für ein Kilo 41€.“ Der Vergleichspreis betrifft zwar Bio-Pinienkerne, und man bekommt den Artikel auch sicherlich günstiger. Doch dass Pinienkerne abgewogen an der Salattheke weniger kosten als aus der Packung, liegt auf der Hand. „Wer sich nicht traut, kann auch ein Salatblatt dazulegen“, meint der Tweet-Verfasser weiter.

Damit erhitzt er viele Gemüter. Diebstahl ja oder nein? Das sollen die Juristen beantworten. Moralisch sauber ist der Trick jedenfalls nicht, finden einige. „Armselig“ und „Statt clever find ich solche ‚Life-Hacks‘ eher asozial“, heißt es in den Reaktionen. „Wem schadet es?“ aber auch - wobei letztere Frage mehrfach mit „der Allgemeinheit“ beantwortet wird.

Rewe-Salatbar: Ist bald Schluss mit dem Kniff?

Gut möglich auch, dass der Rewe-Trick gar nicht mehr lange funktionieren wird, je weiter er sich verbreitet. „Ja, zunächst schlau. Wird aber dafür sorgen, dass entweder alles teurer wird oder die Pinienkerne rausgeworfen werden. Die Salatbar wird mischkalkuliert“, schreibt ein Nutzer. „Was dazu führt, dass es bald keine Pinienkerne an der Salatbar mehr gibt. Schade“, meint ein weiterer.

Die Diskussion wird übrigens nicht nur bei Twitter geführt, sondern hat es auch zu Reddit geschafft. „Die Rewe-Salatbar ist das, was darüber entscheidet, ob eine Person ein gutes oder ein schlechtes Mitglied der Gesellschaft ist“, schreibt dort der Thread-Eröffner in einem wortreichen Beitrag. Der vermutlich lustigste Kommentar ist aber wohl bei Twitter zu bewundern: „...und zu Hause stellt man fest, dass man gar keine Pinienkerne mag.“ Ebenfalls für Ärger sorgte ein Kaufland-Schild am Butter-Regal - es trieb eine Kundin zur Konkurrenz. (lin)

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