MPU: Falscher Psychologe verkaufte Gutachten

Berlin - Ein angehender Psychologe, der gegen Geld viele Gutachten für Führerscheintests gefälscht hatte, muss für drei Jahre ins Gefängnis.

Das Berliner Landgericht verurteilte den 36-Jährigen am Mittwoch wegen Urkundenfälschung und Missbrauchs von Titeln. Mit selbstausgestelltem „Diplom“ und einem gekauften Doktortitel hatte der Angeklagte Gutachten für Autofahrer gefälscht, die nach Verlust ihres Führerscheins die medizinisch-psychologischen Untersuchungen (MPU) nicht bestanden hatten.

Pro Fälschung hatte der Beschuldigte laut Staatsanwaltschaft bis zu 1500 Euro erhalten. Er hatte einem früheren Fahrlehrer zugearbeitet, der in seiner Firma Vorbereitungskurse mit Garantie zum Bestehen anbot. Von ihm und zwei weiteren Männern, die für Gefälligkeitsgutachten zahlten, hatte der 36-Jährige nach eigenen Angaben insgesamt 37 000 Euro kassiert.

dpa

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