Mutmaßlicher Mumbai-Terrorist verhaftet

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Mumbai nach der verheerenden Anschlagserie.

Katmandu - Zwölf Tage nach den verheerenden Anschlägen in Mumbai ist ein erster Verdächtiger festgenommen worden. Es wird über eine mögliche Verbindung zu einer bekannten Terrorzelle spekuliert.

Zwei Wochen nach der Anschlagsserie in der indischen Finanzmetropole Mumbai hat die Polizei im Nachbarland Nepal nach Medienberichten einen ersten Tatverdächtigen festgenommen. Wie die Zeitung “Gorkhapatra“ am Dienstag berichtete, handelt es sich um einen Nepalesen muslimischen Glaubens. Auf dem Mobiltelefon des Mannes seien verdächtige SMS-Kurznachrichten entdeckt worden. Zudem soll er vor und nach den Anschlägen Telefonate mit Personen in Mumbai geführt haben. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht.

Terrorlager in Pakistan

Die Spuren des internationalen Terrorismus weisen seit Jahren auch nach Pakistan. © dpa
Im unwegsamen Grenzgebiet zu Afghanistan gibt es nach Erkenntnissen der Geheimdienste zahlreiche Ausbildungslager für islamistische Kämpfer. © dpa
Die meisten werden in der halbautonomen Stammesregion Waziristan vermutet (siehe Karte). © dpa
Auch hunderte Islamisten aus westlichen Ländern wurden in dem bergigen Gebiet ausgebildet. © dpa
Entlang der Grenzregion sollen sich zudem hochrangige Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida, darunter Osama bin Laden, bewegen. © dpa
In den mobilen Camps lernen die “Terror-Lehrlinge“ den Umgang mit leichten Waffen,... © dpa
...aber auch mit Maschinengewehren und Panzerfäusten. © dpa
Auch das Herstellen von Sprengstoff ist Teil der Ausbildung. © dpa
Die Trainer sind nach Einschätzung von Experten erfahrene Kämpfer, viele wurden in den 80er Jahren von den pakistanischen und amerikanischen Geheimdiensten ausgebildet - für den Kampf gegen die Sowjettruppen in Afghanistan. © dpa
Ihr Wissen geben sie nun an Jüngere weiter. © dpa
Auf Druck der USA ist die pakistanische Regierung in den vergangenen Jahren verstärkt militärisch gegen die Extremisten in Waziristan vorgegangen. © dpa

Mitte Juli waren in drei Wohn- und Geschäftsvierteln der indischen Millionenstadt Sprengsätze explodiert. Nach jüngsten offiziellen Angaben wurden dabei 24 Menschen getötet und rund 150 weitere verletzt. Noch immer ist unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. In Indien wird jedoch über eine mögliche Verwicklung der radikal-islamischen Terrorgruppe Indische Mudschahedin spekuliert.

dpa

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