„Er sprach ihr das Lebensrecht ab“

Junge Mutter getötet: Lebensgefährte wegen Mordes verurteilt

Der Angeklagte sitzt im Verhandlungssaal des Landgerichts.
+
Shaeiq S. im Verhandlungssaal des Landgerichts.

Heute wurde der Messermord an Tatjana S. bestraft. Täter Shaeiq S. wurde zu Lebenslanger Haft verurteilt, aber ohne besondere Schwere der Schuld.

Deggendorf (dpa) - Nach einer tödlichen Messerattacke auf seine Freundin ist ein 29-Jähriger am Dienstag vor dem Landgericht Deggendorf in Bayern wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Verteidiger hatte in seinem Plädoyer am Freitag eine zehnjährige Haftstrafe wegen Totschlags gefordert. Der Staatsanwalt hatte auf Mord sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld plädiert - dem kam die Strafkammer nicht nach. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Tat im vergangenen August hatte in der Region für Bestürzung gesorgt. Den Erkenntnissen nach wollte sich die 20-Jährige von dem Afghanen trennen. Sie traf ihn zu einem Gespräch in einer Imbissbude auf einem Supermarkt-Parkplatz im niederbayerischen Plattling, wo der Mann mit einem Messer auf sie losging. Der Frau gelang es, in ihr Auto zu flüchten, wo der Mann weiter auf sie einstach. Die Frau starb noch am Tatort. Das gemeinsame Kind des Paares befand sich während des Angriffs im Auto.

Mann tötet junge Mutter mit 18 Messerstichen

Der Täter erstach die 20-Jährige mit 18 Messerstichen und zwei Messern vor den Augen der acht Monate alten Tochter, berichtet „Bild“. Anschließend soll er sich mit dem Kind vor seinen Dönerstand gesetzt und Helfern zugerufen haben: „„Lasst sie verrecken, die Schlampe, sie hat mich betrogen.“

Auch interessant

Kommentare