Muttermilch radioaktiv belastet

Tokio/Berlin - In der Muttermilch von fünf Frauen in Tokio und zwei weiteren Präfekturen in Japan sind geringe Menge radioaktiver Substanzen gefunden worden.

Wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch unter Berufung auf die Untersuchung einer Bürgerinitiative berichtete, wurden bei einer Frau minimale Mengen an radioaktivem Jod 131 und bei vier weiteren Frauen Cäsium-Isotope festgestellt. Insgesamt sei die Muttermilch von 41 Frauen untersucht worden, die Proben stammten aus dem Zeitraum vom 22. April bis 5. Mai. Nach der Atomkatastrophe in Fukushima am 11. März waren große Menge radioaktiven Materials in die Atmosphäre und ins Meer gelangt.

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Kurze Zeit später waren Spinat und Milch aus der Umgebung der Atomruine in Fukushima radioaktiv verstrahlt. Auch im Trinkwasser der etwa 240 Kilometer entfernten Millionenstadt Tokio tauchte radioaktives Jod auf. Die gemessenen Werte hätten alle unter den Grenzwerten gelegen, die bei Trinkwasser für Kinder unter einem Jahr gelten, schrieb Kyodo. Nach Meinung des japanischen Gesundheitsministeriums sind Babys keinen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, solange die radioaktive Belastung mit Jod 131 unter 100 Becquerel beziehungsweise bei Cäsium unter 200 Becquerel pro Liter Wasser liegt. Die in den Muttermilch-Proben gefundenen Werte hätten bei 5,5 Becquerel Jod 131 beziehungsweise 4,8 bis 10,5 Becquerel Cäsium gelegen.

dpa

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