Tragödie in Indien

Mysteriöser Zauberer-Tod: Familie sah ihn beim Sterben, Polizei vor Rätsel

+
Seine letzten lebenden Augenblicke: Der Zauberer wird in den Fluss gelassen. 

Es war sein letzter Zaubertrick: Ein Entfesselungskünstler verlor im Ganges sein Leben. Seine Familie war Zeuge, die Umstände des Todes sind mysteriös.

Update vom 19. Juni, 7.01 Uhr: Nach dem Tod eines Zauberkünstlers in Indien haben die Beamten Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit und Beihilfe zum Suizid eingeleitet. Nach Angaben der Polizei vom Dienstag richten sich die Ermittlungen gegen die Firma des verstorbenen Künstlers Chanchal Lahiri, Magic Belt India. Die Umstände, die am Sonntag zum Tod des unter dem Namen Jadugar Mandrake (Zauberer Mandrake) bekannten Lahiri geführt hatten, sind derweil weiter unklar.

Lahiri war ums Leben gekommen, nachdem er sich mit Stahlketten und einem Seil gefesselt in den Ganges sinken ließ. Erst am Montag wurde seine Leiche, immer noch fest verschnürt, im Ganges-Nebenfluss Hooghly gefunden.

Zauberer stirbt bei Trick in Indien

Lahiri hatte laut Polizei keine Erlaubnis, seinen Trick im Wasser vorzuführen. Lahiri habe nicht erwähnt, dass er in den Fluss springen würde. „Wir fragen uns, warum er so in Eile war, den Trick vorzuführen. Es ist uns ein Rätsel“, sagte ein Polizeisprecher. Demnach startete der Künstler seine Vorführung eine Stunde früher als geplant und in Abwesenheit der Wasserschutzpolizei.

Das Unternehmen Magic Belt India gehört Lahiris Familie, darunter auch seine Frau und Kinder. Bei seiner Vorführung am Sonntag sahen ihm Familienmitglieder, Reporter und Polizisten vom Ufer aus zu.

Vor dem Unglück hatte Lahiri der Nachrichtenagentur AFP gesagt, dass er vor 21 Jahren einen ähnlichen Stunt am selben Ort erfolgreich gemeistert habe. Er räumte jedoch ein, dass eine Befreiung dieses Mal schwierig werden könnte: „Sollte ich es schaffen, mich zu befreien, wird es magisch sein. Wenn ich es nicht schaffe, ist es tragisch.“

Zauberer taucht gefesselt in Fluss ein: Trick geht schief und nimmt tragisches Ende

Erstmeldung vom 17. Juni: Neu Delhi - Tragödie in Indien: Ein Zauberkünstler verlor am Sonntag bei einem spektakulären Trick sein Leben. Der 40-jährige Jadugar Mandrake, der unter dem Künstlernamen Mandrake bekannt wurde, ließ sich gefesselt in den Fluss Ganges eintauchen. Er steckte in einem gelb-roten Kostüm und war mit Stahlketten und einem Seil gefesselt. Der Inder wollte damit den legendären Entfesselungskünstler Harry Houdini nachahmen. Doch etwas ging schief bei diesem Stunt! 

Der Zauberer konnte sich nicht aus eigener Kraft befreien und ertrank. Besonders tragisch: Familienmitglieder und viele Schaulustige wurden Zeugen der Tragödie. Sie warteten mit Journalisten und Polizisten am Ufer - aber der Magier blieb zunächst verschwunden. Taucher suchten daraufhin nach der Leiche. Mittlerweile wurde der Leichnam geborgen, teilte die Wasserschutzpolizei am Montag mit.

Mit Stahlseilen gefesselt ließ sich der Zauberer in den Ganges absenken. Er tauchte nicht mehr auf.

Der Zauberer ahnte offenbar schon seinen Tod: „Wenn ist es tragisch“

Jadugar Mandrake schien bereits zu ahnen, dass er sein Leben verlieren könnte: "Sollte ich es schaffen, mich zu befreien, wird es magisch sein. Wenn ich es nicht schaffe, ist es tragisch“, sagte er vorab. Er habe vor 21 Jahren einen ähnlichen Stunt am Ganges überlebt.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, geriet der Zauberer 2013 in die Kritik, als Zuschauer einen Trick entlarven konnten. Sie hatten beobachtet, wie er sich durch eine Tür aus einem verschlossenen Käfig befreite.

Lesen Sie auch: Der deutsche Zauberer Jan Rouven, bekannt aus „The next Uri Geller“, muss 20 Jahre ins Gefängnis. Er gab den Besitz von Kinderpornos zu.

München ist voll von skurrilen Zetteln. Ein vermeintlicher "Sex-Zauberer" bietet per Aushang seine Dienste an, wie tz.de berichtete.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Mann ertrinkt beim erstem Date - Bayerin geschockt: „Habe ihn leider nur fünf Minuten gekannt“
Mann ertrinkt beim erstem Date - Bayerin geschockt: „Habe ihn leider nur fünf Minuten gekannt“
Iserlohn: Schreckliche Messerattacke mit zwei Toten - Täter offenbar polizeibekannt 
Iserlohn: Schreckliche Messerattacke mit zwei Toten - Täter offenbar polizeibekannt 
Rebecca Reusch: Berliner Polizei verfolgt offenbar Unfalltod-Theorie
Rebecca Reusch: Berliner Polizei verfolgt offenbar Unfalltod-Theorie
Vermisstenfall nach 19 Jahren gelöst: Sterbliche Überreste gefunden -  Das geschah mit Filiz 
Vermisstenfall nach 19 Jahren gelöst: Sterbliche Überreste gefunden -  Das geschah mit Filiz 

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion