Seltene Tier-Sichtung

Bizarre Kreatur aus der Tiefe: Mysteriöser Form-Wandler lässt Forscher rätseln

US-Forscher zeigen beeindruckende Bilder einer Formwandler-Kreatur aus der Tiefe.
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US-Forscher zeigen beeindruckende Bilder einer Formwandler-Kreatur aus der Tiefe.

Eine seltene Tier-Sichtung sorgt aktuell für Aufsehen bei Wissenschaftlern. Die Tiefsee-Kreatur verändert sogar ihre Form.

Monterey/USA - Eine Tiefsee-Kreatur, die in ihrem Leben ihre Form verändert und bisher kaum von Menschen gesehen wurde? Das klingt zunächst nach einem Science-Fiction-Film. Doch genau diese Geschichte entspricht der Realität.

US-Forscher entdeckten nun den mysteriösen Formwandler-Fisch knapp 800 Meter unter der Wasseroberfläche vor der kalifornischen Küste. Die Sichtung gelang mittels eines U-Boots des Monterey Bay Aquarium Research Instituts, wie der Daily Star berichtet.

Kreatur aus der Tiefe: Formwandler-Wal sorgt für Rätsel bei Forschern

Leuchtend orangefarben ist das Tier, das in 34 Jahren Tiefseeforschung nur 18 Mal gesichtet werden konnte. Bei dem Wesen handelt es sich um einen Tiefsee-Walfisch – in diesem Fall um einen weiblichen, wie die Meeresbiologien via Twitter mitteilten: „Walfische wurden selten lebend in der Tiefe gesehen, daher bleiben viele Geheimnisse in Bezug auf diese bemerkenswerten Fische bestehen“.

Zum ersten Mal wurden diese Walfische im Jahr 1895 gesichtet. Ihre Fähigkeit, ihre Form zu verändern, sorgte schnell für Faszination in der Forscher-Welt. Allerdings ist auch in 100 Jahren Forschung nur wenig über die Lebensgewohnheiten der Tiere herausgefunden worden. Sie werden einfach zu selten gesichtet.

Bizarre Tiefsee-Kreaturen durchlaufen Formwandlung

Die Tiere durchlaufen in ihrem Leben beeindruckende Metamorphosen, die nach Geschlecht variieren.

Zunächst leben sie als schuppenlose Larven mit langen, luftschlangenartigen Schwänzen und Mündern. In dieser Zeit leben und ernähren sich die Tiere nahe an der Meeresoberfläche, wie es in dem Bericht heißt.

Männliche Tiere entwickeln dann Schuppen, ihre Münder schrumpfen relativ zu ihrem Körper, ihre Kieferknochen schwinden und ihre Nase ballt sich nach außen. Nach Forscher-Angaben fressen die Tiere dann auch nicht mehr. Ihre Eingeweide inklusive Magen und Speiseröhre schrumpfen und verschwinden letztlich. Stattdessen wird ihre Brusthöhle von Geschlechtsorganen und einer riesigen Leber, die als Energiespeicher dient, ausgefüllt. Vor dieser Metamorphose verfallen männliche Wesen dem Bericht nach in einen regelrechten Fressrausch, um später länger zu leben.

Weibliche Tiere dagegen wachsen stark und ähneln schließlich einem Miniatur-Bartenwal. Zudem entwickeln sie an ihren Seiten Linien, mit denen sie den Wasserdruck spüren können, um sich so in der dunklen Tiefsee zurechtzufinden. Bei einigen Arten wechselt die Farbe der Weibchen zu Orange. Diese Färbung macht die Tiere in der Tiefe praktisch unsichtbar.

Doch noch immer gibt es sehr viel, was die Forscher nicht über die Tiere wissen. Erst 2009 konnten Wissenschaftler dem Bericht nach durch eine Gen-Studie beweisen, dass die sogenannten Cetomimiformes zu derselben Art, wie Walfische gehören. (rjs)

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