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Nasa-Rover „Perseverance“ entdeckt Tier auf dem Mars, das es dort gar nicht geben dürfte

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Von: Tanja Banner

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Der Nasa-Rover „Perseverance“ sucht auf dem Mars nach Spuren von Leben. (Künstlerische Darstellung)
Der Nasa-Rover „Perseverance“ sucht auf dem Mars nach Spuren von Leben. (Künstlerische Darstellung) © Nasa/JPL

Der Nasa-Rover „Perseverance“ sucht auf dem Mars nach Spuren von Leben. Nun hat er ein mysteriöses Tier entdeckt. Was dahintersteckt.

Washington D.C. – Zwei Rover der US-Raumfahrtorganisation Nasa rollen derzeit über den roten Planeten und entdecken dort nicht nur wissenschaftlich bedeutsame Dinge wie Wasser auf dem Mars oder die Geschichte des Landeplatzes „Jezero-Krater“. Hin und wieder finden sich in den Aufnahmen der Rover „Perseverance“ und „Curiosity“ auch Bilder von Dingen, die es auf dem Mars eigentlich gar nicht geben dürfte. Kürzlich erst hatte der Rover „Perseverance“, der seit knapp einem Jahr über den roten Planeten fährt, Bilder von „teilweise vergrabenen Skeletten“ auf dem Mars zur Erde geschickt.

Zumindest erkannten Betrachter auf dem Bild Skelette. „Es ist die Art und Weise, wie die Oberfläche vom Wind abgestreift wurde, um die darunter liegenden Gesteinsschichten freizulegen. Es ist wirklich ein Friedhofsplanet“, schrieb ein Nutzer dazu auf Twitter. Tatsächlich waren auf dem Bild Steine zu sehen, die der Rover untersuchte und später auch anbohrte, um eine Gesteinsprobe zu nehmen.

Nasa-Rover „Perseverance“ fotografiert „Frosch“ auf dem Mars

Nicht ganz so gruselig wie das Bild der „teilweise vergrabenen Skelette“ kommt eine Aufnahme daher, die der Nasa-Rover „Perseverance“ bereits im September 2021 gemacht hat, wie hna.de* berichtet. Das Bild, das die Nasa im Oktober 2021 als „Bild der Woche“ veröffentlichte, scheint einen Frosch zu zeigen, der inmitten der roten Mars-Oberfläche sitzt. Einen Frosch auf dem Mars zu finden, dem Planeten, auf dem seit vielen Jahren nach Leben gesucht wird – das wäre eine Sensation. Tatsächlich handelt es sich bei dem vermeintlichen Frosch um eine Steinformation, die der Form eines Frosches ähnelt. Aufgenommen wurde das Bild von der linken Mastcam-Z auf dem „Kopf“ des Rovers.

Der Nasa-Rover „Perseverance“ hat auf dem Mars einen „Frosch“ entdeckt. Tatsächlich handelt es sich um eine Steinformation.
mars-nasa-rover-perseverance-frosch-roter-planet.jpg © Nasa/JPL-Caltech/ASU

Nasa-Rover „Perseverance“ und „Curiosity“ suchen nach Leben auf dem Mars

Doch wieso werden immer wieder Dinge auf dem Mars entdeckt, die es dort eigentlich gar nicht geben kann? Schuld daran ist ein Phänomen namens Pareidolie, eine Art „Autovervollständigung“ im Gehirn, die Menschen bekannte Dinge in Unbekanntem erkennen lässt. So gab es schon Bilder vom Mars, auf denen ein „schwebender Löffel“, eine „Frauenfigur“ oder eine „Pyramide“ entdeckt wurden – hier hat die Pareidolie zugeschlagen. Doch das Phänomen ist nicht auf den Mars beschränkt, auch auf der Erde gibt es typische Fälle, in denen die Sinnestäuschung auftritt: Beispielsweise, wenn man irdische Dinge in Wolkenformationen zu erkennen glaubt oder ein Gesicht auf dem Vollmond erahnt.

Auch wenn der „Frosch“, den der Nasa-Rover „Perseverance“ entdeckt hat, kein Hinweis für Leben auf dem Mars ist: Tatsächlich sind die beiden aktiven Nasa-Rover auf dem roten Planeten, um dort Hinweise auf früheres oder aktuelles Leben aufzuspüren. Bisher ist das nicht gelungen, doch Forschende erhoffen sich viel von einer künftigen Mars-Mission: Die soll in Zukunft Gesteins- und Bodenproben vom roten Planeten zur Erde zurückbringen, wo Forschende sie dann ausführlich untersuchen können. Der Mars-Rover „Perseverance“ legt derzeit den Grundstein dafür: Er nimmt Mars-Proben und verpackt sie so, dass eine künftige Mission sie zur Erde zurückschicken kann. Dort warten Forschende bereits sehnsüchtig auf Proben aus einer „Schatzkiste“, die Hinweise auf die Vergangenheit des Mars gibt. (tab) *hna.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Sind wir allein in diesem Universum? Eine Forschergruppe aus Oxford sagt Nein und hat berechnet, wann wir auf außerirdische Zivilisationen treffen – und warum diese gierig sein könnten.

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