Neue Fotos: So raste die Titanic in die Tiefe

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Jetzt hat eine Expertenkommission um den Hollywood-Regisseur James Cameron den tatsächlichen Hergang des Untergangs der Titanic rekonstruiert.

Los Angeles - Jetzt hat eine Expertenkommission um den Hollywood-Regisseur James Cameron den tatsächlichen Hergang des Untergangs der Titanic rekonstruiert. Wir zeigen die sensationellen Fotos.

In der Nacht vom 14. zum 15. April vor 100 Jahren versank eine Legende: Rund 1500 Menschen starben bei der „Titanic“-Katastrophe. Jetzt hat eine Expertenkommission um den Hollywood-Regisseur James Cameron den tatsächlichen Hergang des Untergans des damals größten Schiffes der Welt rekonstruiert: Demnach versank der Luxusdampfer nach seiner Kollision mit einem Eisberg nicht gleitend im Nordatlantik, sondern raste mit dramatischen Folgen dem Abgrund entgegen! Das belegen auch neue Aufnahmen des Wracks – Tauchroboter schickten sie aus 4000 Metern Tiefe. Sie sind exklusiv in der aktuellen April-Ausgabe des National Geographic zu sehen.

Neue Fotos: So raste die Titanic in die Tiefe

Neue Fotos: So raste die Titanic in die Tiefe

Nach den neuen Rekonstruktionen spielte sich der „Todeskampf“ der Titanic folgendermaßen ab:

Um 23.40 Uhr kollidiert die Titanc mit dem Eisberg. Er schlitzt den Rumpf an Steuerbord auf. Die sechs vorderen wasserdichten Abteilungen liegen damit frei. Beschleunigt wird der Untergang durch Besatzungsmitglieder, welche eine Gangway-Tür an Backbord öffnen, damit Passagiere der unteren Ebenen in die Rettungsboote steigen können.

Um 1.50 Uhr hat sich der Bug so weit gesenkt, dass Meerwasser durch die Öffnung strömt.

Um 2.28 Uhr hat sich der Bug mit Wasser gefüllt. Das Heck ragt so weit in die Luft, dass die Schiffsschrauben freiliegen. Die „Titanic“ zerbricht in zwei Teile. Das Vorschiff schießt nun in steilem Winkel gen Meeresgrund. Im Sinken legt es an Tempo zu, Teile lösen sich, Schornsteine knicken ab. Fünf Minuten dauert die Sturzfahrt, Dann bohrt sich das Vorschiff in den Grund – die wellenförmigen Auswurfmuster sind noch heute im Sediment erkennbar.

Das trägere Heck dreht sich nach dem Bruch fast in die Vertikale und trudelt in Spiralen in die Tiefe. Ein großer vorderer Teil löst sich auf. Sein Inhalt wird in den Abgrund geschleudert: Kabinen zerbersten, ganze Decks werden zusammengedrückt. Schwere Teile wie die Kessel fallen senkrecht, andere wirbeln wie Frisbees fort. Das Heck schlägt rund 600 Meter vom Vordeck entfernt auf. Das gesamte Wrack ist über eine Fläche von vier Quadratkilometern vor Neufundland verstreut.

Verstörend auch diese Erkenntnis: Die meisten Passagiere starben an Unterkühlung, als sie im Eismeer schwimmend auf Hilfe hofften. Doch hunderte Menschen lebten waren noch im Wrack, das sie mit in die Tiefe riss.

tz

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