Neuer Hinweis: Beben löste Erdrutsch aus

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Der Erdstoß müsse eine Kette von Ereignissen ausgelöst haben, die letztlich die 2,5 Millionen Kubikmeter Erdreich in Bewegung setzten.

Nachterstedt - Drei Monate nach dem Erdrutsch am Concordia-See in Nachterstedt hat das Bergbau-Unternehmen LMBV Hinweise auf ein kleines Erdbeben als Ursache des Unglücks bestätigt.

Es sei ein “seismisches Ereignis“ registriert worden, das am Anfang des Erdrutsches gestanden habe, sagte der Chef der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), Mahmut Kuyumcu, der “Mitteldeutschen Zeitung“. Bei dem Unglück am 18. Juli in Sachsen-Anhalt starben drei Menschen, 41 wurden obdachlos.

Erdrutsch: Haus in See versunken

Erdrutsch: Haus in See versunken
Nach einem gewaltigen Erdrutsch in Nachterstedt im östlichen Harzvorland ist ein Haus mit vermutlich drei Bewohnern in einem See versunken. © dpa
Erdrutsch: Haus in See versunken
In dem Gebiet hatte es in der Nacht geregnet, aber nicht so heftig, dass der Niederschlag als Grund für das verheerende Unglück angenommen wird. © dpa
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Schaulustige an dem See. © dpa
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Blick auf die Unglücksstelle. © dpa
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Das Ausflugsschiff "Seelandperle" am Concordiasee liegt teilweise an Land. Das Schiff wurde durch eine große Flutwelle an Land geschoben. Verusacher war der Erdrutsch © dpa
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Polizei und Kreisverwaltung vermuteten einen Zusammenhang mit der früheren Braunkohleförderung. © dpa
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Bei dem Gewässer - dem Concordia-See - handelt es sich um einen Tagebausee, der nach dem Abbau von Braunkohle geflutet wird. © dpa
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Die Behörden sperren das Unglücksgebiet ab © dpa
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Das Doppelhaus stand rund 120 Meter vom Seeufer entfernt. © dpa
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Weil weitere Erdrutsche befürchtet wurden, konnten zunächst keine Rettungskräfte zu den komplett vom Wasser bedeckten Haustrümmern vordringen. © dpa
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Bei dem Unglück rutschte den Angaben zufolge eine Fläche auf einer Länge von rund 350 Metern ab, auch eine Straße versank. © dpa
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Die Straßen zum Unglücksort waren auch am Tag nach dem Erdrutsch gesperrt. © AP
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Fassungslosigkeit unter den Anwohnern © AP
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Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, besuchte das Unglücksgebiet am Sonntag © AP
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Er wollte sich vor Ort ein Bild über die Lage machen. © AP
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Böhmer zeigte sich betroffen. © AP
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Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © dpa
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Hier sehen Sie noch einige Luftaufnahmen, die das ganze Ausmaß des Unglücks zeigen. © AP
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Kuyumcu zufolge lag das Zentrum des Bebens außerhalb des Tagebaus. Der Erdstoß müsse eine Kette von Ereignissen ausgelöst haben, die letztlich die 2,5 Millionen Kubikmeter Erdreich in Bewegung setzten. Weitere Anhaltspunkte für die Ursache will die LMBV, die für die Flutung des Tagebau-Restlochs in Nachterstedt im Harzvorland verantwortlich ist, bis Ende des Jahres vorlegen.

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Spiegel überwachen Erdrutsch-Gebiet

Hinweise auf Erdrutsch-Ursache in Nachterstedt

Bereits Anfang August hatte es Hinweise auf eine heftige Erderschütterung als Ursache für das Unglück gegeben. Ein Erdbeben- Institut der Universität Leipzig hatte sechs Minuten vor dem Eingang des ersten Notrufs in Nachterstedt eine Erschütterung von 1,0 auf der Richterskala registriert. Das Landesbergamt hatte dazu erklärt, dass diese Messung vermutlich nichts anderes als den Zusammenbruch der mehr als zwei Millionen Kubikmeter Erdmasse dokumentiere, aber nicht ein “seismisches Ereignis“ vor dem Unglück.

dpa

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