Sie dachte, er sei ihr Bruder

Fatale Verwechslung im Krankenhaus: Frau stellt Maschinen von falschem Patienten ab

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In einem Krankenhaus in New York hat eine Frau aufgrund einer tragischen Verwechslung die lebenserhaltenden Maßnahmen eines Patienten abschalten lassen, der ein völlig Fremder war. (Symbolbild)

Es ist der Albtraum vieler Patienten: In einem Krankenhaus in New York hat eine Frau aufgrund einer tragischen Verwechslung die lebenserhaltenden Maßnahmen eines Patienten abschalten lassen, der ein völlig Fremder war.

New York - Eine folgenschwere Verwechslung hat sich in einem Krankenhaus in New York ereignet. Statt die Geräte ihres Bruders ließ Shirell Powell (48) aus Brooklyn die lebenserhaltenden Maschinen eines völlig Fremden abstellen. Von diesem entsetzlichen Fall berichtet die New York Post.

Es geschah am 15. Juli vergangenen Jahres. Shirell Powell erhielt einen Anruf aus dem St. Barnabas Hospital. Ihr Bruder Frederick Williams sei bewusstlos mit einer Überdosis Drogen eingeliefert worden, erinnert sich die 48-Jährige. Sie eilte ins Krankenhaus. Der Mann, der dort lag, war kaum zu erkennen, konnte nicht sprechen, was die Verwechslung überhaupt erst möglich machte.

Nach mehreren Tagen und vielen Tests kam die bittere Mitteilung der Ärzte. Fredericks Gehirn sei durch den Drogenmissbrauch zu stark beschädigt, ihr Bruder sei hirntot, so die Mediziner. Da es keine Hoffnung mehr gab, verständigte Powell die anderen Verwandten, um sich von Frederick zu verabschieden. Am 29. Juli ließ Powell zusammen mit ihrer Schwester und einem Onkel die lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen, so die spätere Anklageschrift laut New York Post

Fatale Verwechslung in New York: "Wir hätten jemand anderen begraben"

Erst durch die Autopsie kam die bittere Wahrheit ans Licht. Der Mann, der verstorben war, sei nicht ihr Bruder, sondern ein anderer. Ihren Schilderungen zufolge, bekam Powell den entsprechenden Anruf, während sie gerade das Begräbnis vorbereitete. „Der Anruf kam gerade rechtzeitig“, wird Powell zitiert und weiter: "Wir hätten jemand anderen begraben."

Schwester hatte Zweifel: „Das ist nicht mein Bruder“

Besonders tragisch: Powells Schwester hatte bei ihrem ersten Besuch im Krankenhaus tatsächlich Zweifel, dass es sich bei dem Patienten um ihren Bruder handelte. „Das ist nicht mein Bruder ", erinnerte sich Powell an die Worte ihrer Schwester. Doch sein Gesicht war angeschwollen, er hatte Schläuche im Mund und trug eine Halskrause, so Powell. Und eine Ähnlichkeit war durchaus da. Deshalb rückte die zweite Schwester von ihren Zweifeln ab. 

Die psychische Belastung, mit der die Familie seither leben muss, ist enorm. „Ich bin fast in Ohnmacht gefallen, weil ich jemanden getötet habe, den ich nicht einmal kannte. Ich habe zugestimmt “, so Powell. Sie könne kaum schlafen, weil sie die ganze Zeit daran denken müsse. Die Fragen, wer der Mann war, den sie getötet hatte, ob er Familie hatte, würden sie verfolgen. Dem Bericht zufolge, sei Powell in psychologischer Behandlung und habe das Krankenhaus verklagt. Eine Entschuldigung habe es ihr zufolge bisher nicht gegeben.

va

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