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Tödliche Schüsse auf Polizisten: Verdächtiger widerspricht Ermittler-These zu Ablauf

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Von: Franziska Schwarz, Katarina Amtmann

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Zwei Polizisten sind bei einer Verkehrskontrolle erschossen worden. Zwei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Die aktuellen Entwicklungen im News-Ticker.

Weitere Ermittlungen nach Polizistenmorde: Besaßen Tatverdächtige Waffenbesitzkarten?

Update vom 2. Februar, 7.26 Uhr: Die Ermittler untersuchen am Mittwoch weitere Details zu den beiden festgenommenen Tatverdächtigen nach den tödlichen Schüssen auf die zwei jungen Polizisten bei Kusel aus. Einer der Verdächtigen bestreitet, selber geschossen zu haben. Der 32-Jährige bestätigte zwar den Schusswechsel bei der Verkehrskontrolle, schob die Schuld aber auf den 38-Jährigen, der sich ebenfalls in Polizeigewahrsam befindet.

„Er hat angegeben, dass er am Tatort zur Tatzeit war, hat aber genauso angegeben, dass er an der Tat, der Ermordung der beiden Polizeibeamten, in keinster Weise beteiligt war“, erklärte der Anwalt des 32-Jährigen am Dienstag gegenüber dem Südwestdeutschen Rundfunk.

Zwei Polizisten bei Verkehrskontrolle erschossen: Verdächtiger widerspricht Ermittler-These

„Es ist vollkommen unproblematisch möglich nach dem Ablauf, der dem Haftbefehl zugrunde liegt, dass eine Person die Waffen gewechselt hat, die Waffen nachgeladen hat. Das ist auch bei sogenannten Einzelladern, für jemanden der geübt ist, vollkommen unproblematisch möglich“, erklärte der Verteidiger weiter und bezog sich damit auf Berichte, wonach es aufgrund der Beschaffenheit der Gewehre zwei Schützen gegeben haben müsse.

Bei sogenannten Einzellader-Gewehren muss vor jedem Schuss eine neue Patrone händisch durchgeladen werden. Nach Informationen von Bild.de wurde der 29-jährige Polizeibeamte von insgesamt vier Kugel getroffen. Seine 24-jährige Kollegin wurde durch einen Kopfschuss tödlich verwundet. Der 29-Jährige soll während des Schusswechsels selbst 14 Schuss aus seiner Dienstwaffe abgegeben haben, die Verdächtigen jedoch nicht getroffen haben.

Deutscher Jagdverband entsetzt über Doppelmord an Polizisten in Rheinland-Pfalz

Update vom 1. Februar, 16.06 Uhr: „Die ungeheure Brutalität macht uns fassungslos“: Mit diesen Worten hat der Deutsche Jagdverband (DJV) auf den Mord an zwei Polizisten laut einer Mitteilung vom Dienstag reagiert. DJV-Präsident Volker Böhning forderte außerdem eine schnelle und umfassende Aufklärung der Tat und der Hintergründe.

Nach DJV-Angaben hatte der 38-jährige Haupttatverdächtige keinen gültigen Jagdschein und sei nicht berechtigt, Jagdwaffen zu besitzen. Die zuständige Behörde im Saarland habe seinen Antrag auf einen Jagdschein für 2020 abgelehnt. Gegen den Mann habe es zudem schon Ermittlungen wegen Wilderei gegeben.

Erschossene Polizisten: Keine Hinweise auf politisch motivierte Tat

Update vom 1. Februar, 15.32 Uhr: Im Fall der getöteten Polizisten gibt es keine Hiweise auf eine politisch motivierte Tat. Es gebe beispielsweise keine Hinweise, dass die Verdächtigen Verbindungen in die sogenannte Reichsbürgerszene gehabt hätten, teilten die Ermittler am Dienstag mit.

Update vom 1. Februar, 14.44 Uhr: Das Wichtigste aus der Pressekonferenz (siehe Updates seit 14 Uhr) zum Polizisten-Mord in Kusel im Überblick:

Update vom 1. Februar, 14.39 Uhr: Die beiden Verdächtigen hatten nach der Tat keine Schussverletzungen. Es gibt aber Einschüsse am Fahrzeug der Täter. Die Pressekonferenz der Polizei und der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern ist nun beendet.

Update vom 1. Februar, 14.31 Uhr: Mit Blick auf die 24-Jährige nun die Nachfrage: Ist es üblich, eine in der Ausbildung befindliche Polizistin als vollwertige Kraft einzusetzen? Die Polizei Kaiserslautern verneint das bei der PK, schränkt aber ein, dass dies im Ermessen liege, sofern die Ausbildung größtenteils abgeschlossen ist. „Sie hatte alle Trainings absolviert, ihre Schießtrainings waren im September. Sie war in der Hinsicht fast eine fertige Polizistin, und da kann man das machen.“

Zivilfahrzeuge wie jenes, in dem die beiden Opfer unterwegs waren, sollten eigentlich der Aufklärung dienen und sind nicht zur Kontrolle vorgesehen, heißt es weiter. Im Bereich Kusel gäbe es aber oft Wildunfälle - mutmaßlich der Anlass für das Anhalten der getöteten Kollegen am Tatort.

Zwei Polizisten bei Verkehrskontrolle getötet: Polizisten bringen einen der Tatverdächtigen (im weißen Overall) nach dem Haftprüfungstermin am Landgericht Kaiserslautern aus dem Justizgebäude
Polizisten bringen einen der Tatverdächtigen (im weißen Overall) nach dem Haftprüfungstermin aus dem Justizgebäude in Kaiserslautern. © Harald Tittel/dpa

Getötete Polizisten in Rheinland-Pfalz: Keine Bodycam-Aufnahmen der Tat

Update vom 1. Februar, 14.26 Uhr: Es gibt keine Bodycam-Aufnahmen der Tat, heißt es auf Nachfrage einer Journalistin bei der PK.

Update vom 1. Februar, 14.29 Uhr: Der 32 Jahre alte Tatverdächtige hat nach Darstellung der Staatsanwaltschaft die Wilderei eingeräumt und die Polizeikontrolle sowie die Schüsse geschildert. Er habe aber bestritten, selbst geschossen zu haben, heißt es auf der PK.

Update vom 1. Februar, 14.18 Uhr: Als Haftgrund für die Beschuldigten gilt Fluchtgefahr. Der Ermittlungsrichter geht beim Tatmotiv davon aus, die vorangegangene Jagdwilderei (vor der Verkehrskontrolle) verdecken zu wollen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der zwei Männer - die inzwischen in U-Haft sitzen - seien „alles andere als geordnet“, so die Polizei Kaiserslautern bei der PK zu der Tat..

Update vom 1. Februar, 14.14 Uhr: Im Zuge der Ermittlungen wurden Waffen sichergestellt (siehe auch Update vom 1. Februar, 13.34 Uhr). Aktuell wird von einer Schrotflinte sowie einem Jagdgewehr als Tatwaffen ausgegangen, „das deckt sich auch mit dem Verletzungsbild, das man an den Opfern gefunden hat“, so die Polizei Kaiserslautern vor Medienvertretern.

Update vom 1. Februar, 14.12 Uhr: Die Ermittler gehen aktuell davon aus, dass die zwei Beschuldigten die Polizistin (24) und den Polizisten (29) gemeinsam töteten, heißt es auf der Pressekonferenz der Polizei Kaiserslautern.

PK zu getöteten Polizisten: Mehrere Hinweise auf Täter-Fahrzeug

Update vom 1. Februar, 14.10 Uhr: Weitere Infos von der Polizei-PK: Mehrere Häuser im Saarland wurden durchsucht und es gab Hinweise auf verschiedene Fahrzeuge der Täter. Der Tatverdächtige (38) ließ sich widerstandslos festnehmen. Bei weiteren Durchsuchungen trafen die Ermittler auf einen weiteren möglichen Tatverdächtigen, 32 Jahre alt, auch er ließ sich widerstandslos festnehmen.

Update vom 1. Februar, 14.08 Uhr: Ein Polizeipräsidiums-Mitarbeiter schildert den bislang bekannten Hergang. Die Beamtin war beim Eintreffen der Helfer am Tatort bereits tot, ihr Kollege schwerverletzt. Ein Führerschein und Personalausweis des 38-jährigen Tatverdächtigen wurden neben der Toten gefunden. Der Kofferaum des Autos der mutmaßlichen Täter war voller toter Wildtiere.

Update vom 1. Februar, 14.04 Uhr: Polizeipräsident Michael Denne eröffnet die Pressekonferenz. „Die Morde machen uns fassungslos.“ Man arbeite gemeinsam mit den Kollegen aus Saarland, SEK und Staatsanwaltschaft an der bestmöglichen Aufklärung der brutalen Tat. „Die getöteten Kollegen waren Freunde, Vertraute und Wegbegleiter. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen“, so Denne.

Nach Polizisten-Tötung: Ermittler finden Waffen-Arsenal im Saarland

Update vom 1. Februar, 13.34 Uhr: Die Ermittler haben bei den Tatverdächtigen ein großes Waffenarsenal sichergestellt. Das verlautete laut dpa aus Sicherheitskreisen. Fünf Kurzwaffen, ein Repetiergewehr, zehn weitere Langwaffen, eine Armbrust sowie einen Schalldämpfer und Munition fanden die Ermittler bei einer Hausdurchsuchung in Spiesen-Elversberg (Saarland).

Sie gehen demnach davon aus, dass der festgenommene 38-jährige Tatverdächtige Zugang zu den Waffen hatte. Im Haus des zweiten Tatverdächtigen seien zwei Langwaffen entdeckt worden, hieß es. Der 32-Jährige habe seine Bereitschaft erklärt, auszusagen. 

Tödliche Schüsse in Rheinland-Pfalz: Pressekonferenz der Polizei

Update vom 1. Februar, 13.28 Uhr: Ab 14 Uhr will die Polizei Kaiserslautern den Stand der Ermittlungen mitteilen. Unter anderem der Sender SWR streamt die Pressekonferenz live. Wir halten dann an dieser Stelle die wichtigsten Infos für Sie fest.

Einsatz: Mann wünscht Polizisten „so etwas wie in Rheinland-Pfalz“

Update vom 1. Februar, 12.25 Uhr: Noch am Tag des gewaltsamen Todes zweier Polizisten (siehe Erstmeldung) hat ein Mann in Hagen (NRW) zwei Beamte mit den Worten „So etwas wie heute Morgen in Rheinland-Pfalz sollte euch viel öfter passieren“ beschimpft.

Er habe noch hinzugefügt, dass sich die Polizisten dann nicht mehr wie „die Könige der Welt aufführen würden“, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der 39-Jährige war am Montagabend mit einer Streifenwagenbesatzung in Streit geraten - nachdem er sie bei einer Fahrt zu einem Diebstahl-Einsatz behindert hatte. 

Tote Polizisten Rheinland-Pfalz: Verdächtige vor Haftrichter

Update vom 1. Februar, 11.21 Uhr: Die beiden Tatverdächtigen sollen am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Der Zeitpunkt war laut einer Polizeisprecherin zunächst noch unklar. Die 32 und 38 Jahre alten Deutschen waren am Montagabend festgenommen worden (siehe Update vom 31. Januar, 18.01 Uhr).

„Bis ausgeschlossen werden kann, dass es noch weitere Täter gibt, dauern die Ermittlungen an“, sagte die Sprecherin.

Getöteter Polizist: FC Freisen veröffentlicht Trauer-Facebook-Post

Update vom 1. Februar, 10.26 Uhr: Der 29-Jährige Polizist, der am Montag zusammen mit einer Kollegin getötet wurde (siehe Erstmeldung) war auch Mitglied des FC Freisen. Der Fußballverein drückte am Montag sein Entsetzen und seine Trauer in einem Facebook-Post aus. Er sei „aus dem Leben, aus unserer Mitte, aber nicht aus unserem Herzen gerissen“, heißt es unter anderem:

„Er hat sein ganzes Leben in unserem Verein verbracht. Seit der Jugend hat er hier gekickt, von der E-Jugend bis zur 1. Mannschaft“, sagte FC-Freisen-Betreuer Hans-Günther (71) auf Anfrage von Focus Online. Er könne das Geschehene noch nicht fassen. Der 29-Jährige sei „sowohl sportlich als auch menschlich eine Stütze der Mannschaft gewesen..“

Zwei Polizisten bei Verkehrskontrolle getötet: Blumen und Kerzen stehen am Eingang der Polizeistation in Kusel
Trauerbekundigungen an der Polizeistation Kusel © Harald Tittel/dpa

BKA-Chef nennt tödliche Schüsse auf Polizisten unbegreiflich

Update vom 1. Februar, 6.40 Uhr: Auch einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten herrscht Entsetzen in Deutschland. Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, hat sich bestürzt und fassungslos gezeigt. „Es ist unbegreiflich, wenn Polizistinnen oder Polizisten bei der Erfüllung ihrer Aufgabe, die Bevölkerung vor Gefahren zu schützen, zum Angriffsziel werden und ihr Leben verlieren“, sagte Münch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer sowie den Kolleginnen und Kollegen vor Ort.

Währenddessen kommen immer weitere Details zu dem Einsatz ans Licht. So sei die Polizei dem mutmaßlichen Täter auf die Spur gekommen, da er am Tatort sowohl seinen Ausweis als auch seinen Führerschein verloren haben soll. Wie Bild berichtet, habe er diese vermutlich zunächst den Polizisten zur Kontrolle gegeben. Bei dem 38-Jährigen soll es sich um einen Familienvater handeln, seine Bäckerei habe nach Angaben der Bild im Vorjahr Insolvenz angemeldet.

Der mutmaßliche Täter sei demnach bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen illegalen Handelns mit Wildtieren. Und genau dieser Wilderei soll der 38-Jährige demnach in den Morgenstunden des Tattags nachgegangen sein. Das genaue Motiv bleibt nach offiziellen Angaben jedoch weiterhin unbestätigt.

Update vom 31. Januar, 21.33 Uhr: Zahlreiche Politiker hatten sich im Laufe des Tages bereits zu dem tragischen Ereignis in Kusel zu Wort gemeldet. Nun sprach auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Montagabend den Angehörigen der erschossenen Polizisten sein Beileid aus: „Wir müssen die Hintergründe der Tat schnell aufklären“, schrieb Scholz: „Mein Mitgefühl gehört den Angehörigen der jungen Opfer“, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest - Ermittlungen gehen weiter

Update vom 31. Januar, 20.32 Uhr: Die Polizei konnte am Montagnachmittag zwei Tatverdächtige fassen. Beide leisteten bei ihrer Festnahme keinen Widerstand. Der Verdächtige Andreas S., nach dem die Polizei zunächst per Öffentlichkeitsfahndung gesucht hatte, hatte sich selbst an eine Anwältin gewandt. Diese kontaktierte dann in seinem Auftrag die Polizei wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. In seinem Haus sollen weitere Waffen gefunden worden sein. Unklar war zunächst, in welchem Zusammenhang sie mit der Tat stehen. Ebenso ist noch nicht abschließend geklärt, ob es weitere Mittäter gab.

Update vom 31. Januar, 18.01 Uhr: Sie haben ihn! Wie bild.de meldet, hat die Polizei zwei Tatverdächtige nach dem Doppel-Mord an zwei Polizisten festgenommen.

So soll es sich bei dem einen um den gesuchten Andreas S. handeln, wie eine Polizeisprecherin bestätigte. Während der Festnahme soll es keine Waffen-Gewalt gegeben haben, berichtet der SWR. Wenig später wurde dann auch der zweite Verdächtige gefasst. Beide wurden im saarländischen Sulzbach festgenommen.

Noch laufen aber die Fahndungsmaßnahmen noch, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass es noch weitere Mittäter geben könnte.

Festnahmen im Saarland
Polizeibeamte sind in der Innenstadt im Einsatz. © Thomas Frey/dpa

Polizei veröffentlicht Fahndungsfoto von 38-jährigem Tatverdächtigem Andreas S.

Update vom 31. Januar, 16.26 Uhr: Die Polizei fahndet nun mit Hochdruck nach einem 38-Jährigen aus dem Saarland. Der Verdächtige stamme aus Spiesen-Elversberg im Kreis Neunkirchen.

„Sein Aufenthalt ist derzeit unbekannt“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern mit. Der Mann habe braune Haare und trage einen Bart.

Update vom 31. Januar, 15.31 Uhr: Nach Informationen der Bild-Zeitung kamen die beiden jungen Polizisten durch Kopfschüsse ums Leben. Die 24-Jährige war demnach bei der Ankunft der Helfer bereits tot, ihr 29-jähriger Kollege starb wenig später. Da ihre Pistole noch im Holster steckte, hatte sie offenbar keine Chance mehr, sich gegen den vermutlich völlig unvermittelt schießenden Täter zu verteidigen, heißt es in dem Bericht.

Update vom 31. Januar, 14.24 Uhr: Die Polizei fahndet nach einem Tatverdächtigen, der bereits polizeibekannt ist. Wie die Nachrichtenagentur dpa am Montag aus Sicherheitskreisen erfuhr, war er in der Vergangenheit wegen Unfallflucht aufgefallen. Der Mann soll einen Waffenschein haben.

Tobias Hans: Erschossene Polizisten stammten aus dem Saarland

Update vom 31. Januar, 14.03 Uhr: Die beiden jeweils 24 und 29 Jahre alten erschossenen Polizisten stammen aus dem Saarland. Das twitterte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Er habe seinen Innenminister Klaus Bouillon (CDU) gebeten, „als Ausdruck der Trauer und Solidarität die Flaggen im Saarland auf Halbmast zu setzen.“

Weiter drückte der Politiker in dem Twitter-Thread seine Fassungslosigkeit und sein Beileid für die Angehörigen aus:

Rheinland-Pfalz: Getötete Polizistin (24) war noch im Praktikum

Update vom 31. Januar, 13.39 Uhr: Die mit ihrem Kollegen getötete 24-jährige Polizistin (siehe Erstmeldung) befand sich noch im Praktikum. Polizeianwärter absolvieren einen dreijährigen Bachelor-Studiengang an der Polizeihochschule. „Zu der Ausbildung gehören auch die praktischen Bereiche“, zitierte rtl.de den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz (SPD) aus einer heutigen Pressekonferenz.

Update vom 31. Januar, 13.16 Uhr: Die beiden getöteten Polizisten haben Uniformen getragen. Sie seien zwar in einem zivilen Streifenwagen unterwegs gewesen, hätten aber Uniform und Sicherheitswesten getragen, berichtete eine Sprecherin der Polizei in Kaiserslautern. 

Innenministerin Faeser (SPD): Schüsse auf Polizisten ähneln Hinrichtung

Update vom 31. Januar, 12.43 Uhr: Im Zusammenhang mit der Tötung zweier Polizisten in Rheinland-Pfalz hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser von einer „Hinrichtung“ gesprochen. Hier der entsprechende Tweet der SPD-Politikerin von diesem Montagmittag:

Update vom 31. Januar, 12.36 Uhr: Aufgrund des letzten Funkspruchs der zwei getöteten Polizisten („Die schießen auf uns.“) geht die Polizei laut bild.de von mindestens zwei Tätern aus. Einer der Tatverdächtigen sei polizeibekannt, berichtet indes der Tagesspiegel und beruft sich dabei auf Sicherheitskreise.

Update vom 31. Januar, 11.35 Uhr: Mit großer Bestürzung hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SDP) reagiert. „Unabhängig davon, welches Motiv der Tat zugrunde liegt: Diese Tat erinnert an eine Hinrichtung, und sie zeigt, dass Polizistinnen und Polizisten jeden Tag ihr Leben für unsere Sicherheit riskieren“, sagte sie. „Meine Gedanken sind bei den Familien, Freunden und Kollegen der Opfer. Wir werden alles tun, um die Täter dingfest zu machen.“

ie habe dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz (SPD) jede Unterstützung angeboten, die für eine möglichst schnelle Festnahme der Täter und für die Ermittlungen benötigt werde, sagte Faeser.

„Die schießen“ - tödliche Schüsse auf Polizisten in Rheinland-Pfalz

Update vom 31. Januar, 11.05 Uhr: Bevor sie durch Schüsse getötet wurden, konnten die beiden Polizisten nach Angaben aus Sicherheitskreisen noch ihre Kollegen kontaktieren mit den Worten: „Die schießen.“ Demnach hatten sie davor ihre Kollegen informiert, sie hätten totes Wild im Fahrzeug gefunden (siehe Update von 10.11 Uhr).

Update vom 31. Januar, 10.45 Uhr: Der designierte Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour hat den gewaltsamen Tod zweier Polizisten in Rheinland-Pfalz als „extrem bedrückend“ bezeichnet. Polizisten leisteten ihren Dienst für das Allgemeinwohl und arbeiteten gerade in der Pandemie „Millionen Stunden und Überstunden“, sagte Nouripour in Berlin.

„Wenn sie bei Verkehrskontrollen so unter Lebensgefahr sind, ist das eine ganz, ganz schwierige Angelegenheit, und wir werden hoffentlich sehr schnell Erkenntnisse haben.“ Den Hinterbliebenen drückte Nouripour sein Mitgefühl aus

Bei einer Verkehrskontrolle in Rheinland-Pfalz wurden zwei Polizisten getötet.
Bei einer Verkehrskontrolle in Rheinland-Pfalz wurden zwei Polizisten getötet. © Thomas Frey/Sebastian Gollnow/dpa (Montage)

Rheinland-Pfalz: Dreyer und Lewentz „zutiefst schockiert“ über tödliche Schüsse

Update vom 31. Januar, 10.31 Uhr: „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen“: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz (beide SPD) haben sich „zutiefst schockiert“ gezeigt.

„Die Tat ist entsetzlich. Es bestürzt uns sehr, dass zwei junge Menschen im Dienst ihr Leben verloren haben“, hieß es in einer Mitteilung. Dreyer hat aufgrund der Ereignisse als sichtbares Zeichen der Trauer im Einvernehmen mit dem Innenminister Trauerbeflaggung (halbmast) im Land angeordnet. Für alle Streifenwagen des Landes ist Trauerflor vorgesehen.

Tödliche Schüsse in Rheinland-Pfalz: Neue Details zu der Verkehrskontrolle

Update vom 31. Januar, 10.11 Uhr: Wie Bild.de erfahren haben will, hatten die Verdächtigen totes Wild in ihrem Kofferraum. Die zwei erschossenen Polizisten (siehe Erstmeldung) hätten dies bei der Verkehrskontrolle entdeckt und per Funkspruch ihren Kollegen mitgeteilt.

Update vom 31. Januar, 9.43 Uhr: Die erschossene Polizistin (siehe Erstmeldung) war der GdP zufolge Studentin. Die 24 Jahre alte Polizeianwärterin habe noch an der Hochschule der Polizei studiert. Ihr getöteter Kollege war den Angaben zufolge 29 Jahre alt.

Rheinland-Pfalz, Kusel: Polizeibeamte sperren die Zufahrt zum Tatort, wo zwei Polizeibeamte bei einer Verkehrskontrolle erschossen wurden.
Am Tatort in Kusel in Rheinland-Pfalz © Thomas Frey/dpa

Rheinland-Pfalz: Polizei-Gewerkschaft „tiefbestürzt“ über tödliche Schüsse

Update vom 31. Januar, 9.26 Uhr: „Wir durchleben gerade den realen Albtraum aller Polizistinnen und Polizisten!“: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat sich „tiefbestürzt über den gewaltsamen Tod einer Kollegin und eines Kollegen“ aus dem Polizeipräsidium Westpfalz geäußert. „Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der beiden Getöteten und auch bei allen Kolleginnen und Kollegen.“, sagte die Landesvorsitzende Sabrina Kunz weiter.

„Unser tiefes Beileid gilt den Angehörigen. Hoffentlich können die oder der Täter zeitnah festgenommen werden, damit mögliche Gefahren für die Bevölkerung abgewendet sind“, sagte Kunz. „Dieses skrupellose Vorgehen und die Tat machen mich fassungslos.“

Tödliche Schüsse auf Polizei in Rheinland-Pfalz: Dringender Zeugenaufruf

Update vom 31. Januar, 9.07 Uhr:  Zeugen, die etwas Verdächtiges wahrgenommen haben, werden dringend gebeten, sich unter der Rufnummer 0631 3692528 mit der Polizei in Kaiserslautern in Verbindung zu setzen. Nach den tödlichen Schüssen auf einen Polizeibeamten und eine Polizeibeamtin im Landkreis Kusel* (siehe Erstmeldung) läuft die Fahndung nach den Tätern mit Hochdruck.

Die rheinland-pfälzische Polizei wird dabei von Kollegen aus dem Saarland unterstützt, sagte eine Sprecherin in Kaiserslautern am Montag. Zu den möglichen Hintergründen des Geschehens gebe es noch keine weiteren Informationen.

Zwei Polizisten bei Verkehrskontrolle in Rheinland-Pfalz erschossen

Erstmeldung vom 31. Januar: Kusel - Zwei Polizeibeamte sind im Landkreis Kusel (Pfalz) bei einer Verkehrskontrolle durch Schüsse tödlich verletzt worden. Der Vorfall geschah in der Nacht zum Montag. Das teilte die Polizei in Kaiserslautern mit. Die Hintergründe seien noch unklar.

Landkreis Kusel: Zwei Polizeibeamte bei Verkehrskontrolle durch Schüsse getötet

Beamte der Polizeiinspektion Kusel waren im Landkreis auf einer routinemäßigen Streifenfahrt. Bei einer Verkehrskontrolle auf der Kreisstraße 22 etwa um 4.20 Uhr wurden zwei Polizeibeamte durch Schüsse tödlich verletzt, wie die Polizei in einer Pressemeldung mitteilte.

Weiter heißt es: „Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach den flüchtenden Tätern und ist am Tatort mit der Sicherung von Spuren beschäftigt. Eine Beschreibung der Täter oder des benutzten Fluchtfahrzeuges liegt nicht vor. Auch die Fluchtrichtung ist nicht bekannt.“

Zwei Polizisten in Rheinland-Pfalz bei Verkehrskontrolle erschossen

Die Polizisten hätten noch selbst eine Funkmeldung absetzen können, sagte ein Polizeisprecher. Als die Verstärkung am Tatort ankam, sei es für die 24-jährige Polizistin und ihren 29 Jahre alter Kollegen bereits zu spät gewesen.

Kusel/Pfalz: Beamte durch Schüsse getötet - Polizei fahndet nach Verdächtigen

Die Polizei bittet die Bevölkerung, im Landkreis Kusel keine Anhalter mitzunehmen. Mindestens ein Verdächtiger sei bewaffnet.

Zeugen, die etwas Verdächtiges wahrgenommen haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0631 369-2620 mit der Polizei in Kaiserslautern in Verbindung zu setzen. *tz.de und ludwigshafen24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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