„Wir sind tief betroffen“

Tragisches Unglück: Fallschirm öffnet sich nicht - 35-Jähriger stürzt ungebremst in den Tod

Feuerwehrleute und Polizisten stehen am Rande eines Maisfeldes in dem ein tödlich verunglückter Fallschirmspringer gefunden wurde.
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Feuerwehrleute und Polizisten stehen am Rande eines Maisfeldes in dem ein tödlich verunglückter Fallschirmspringer gefunden wurde

Ein 35-Jähriger stürzt in Niedersachsen ungebremst in ein Maisfeld und stirbt. Sein Fallschirm und der Reserveschirm öffnen sich nicht.

München - Am Samstag (21. August) kam es in der Nähe des Flugplatzes Ganderkesee zu einem schlimmen Unglück. Wie aus einem Bericht der Polizei Niedersachsen vom Sonntag hervorgeht, hatte sich der Fallschirm eines Fallschirmspringers nicht geöffnet. Der 35-Jährige starb noch vor Ort.

Niedersachsen: Fallschirm öffnet sich nicht - 35-Jähriger stirbt

Wie die Polizei in einer Mitteilung informierte, stammte der 35-Jährige aus dem Landkreis Stade. Er verließ das Flugzeug mit zwei weiteren Fallschirmspringern. Diese landeten sicher und ohne Probleme wieder auf dem Boden. Doch der Fallschirm des 35-jährigen Mannes bereitete Probleme. „Auch der Reserveschirm versagte, sodass der erfahrene Fallschirmspringer ungebremst in einem Maisfeld zu Boden fiel“, heißt es in dem Polizeibericht. Rund 60 bis 100 Zuschauer, die die Fallschirmspringer beobachtet hatten, mussten dem schrecklichen Vorfall tatenlos zusehen.

Der schwere Unfall habe sich am Samstagnachmittag um kurz vor 16 Uhr ereignet. Zwar seien sofort umfangreiche Suchmaßnahmen mit den Feuerwehren Ganderkesee, Bergedorf und Falkenburg und mehreren Polizeistreifen eingeleitet worden, für den Fallschirmspringer konnten sie jedoch nichts mehr ausrichten. Die Suche nach dem Verunglückten in dem Feld gestaltete sich schwierig. Erst gegen 18 Uhr wurde er durch die Besatzung eines Hubschraubers der Polizei entdeckt. „Der Notarzt vor Ort konnte nur noch den Tod des 35-Jährigen feststellen“, teilte die Polizei mit.

Tragisches Fallschirm-Unglück: Ermittlungen in Niedersachsen laufen

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst unklar. Die Ermittlungen dazu liefen, teilte die Polizei in Delmenhorst weiter mit. Vor Ort war auch ein Kriseninterventionsteam im Einsatz, um die Begleiter des Mannes und Helfer zu betreuen. Im Gespräch mit Bild sagte Steffen Ahrens von der Fallschirmsportschule „YourSky Luftsport“: „Wir sind tief betroffen.“ Unter den Fallschirmspringern im Norden kenne jeder jeden. Was passiert ist, könnten sie noch gar nicht fassen. Sie müssten sich jetzt sortieren, sich zusammensetzen und „gucken, wie es weitergeht.“ (mbr/dpa)

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