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Drama am Nord-Ostsee-Kanal: Mann will Hunde retten - und wird nun vermisst

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Von: Tom Offinger

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Eine Fähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal
Der Nord-Ostsee-Kanal in Schleswig-Holstein (Symbolbild). © Daniel Bockwoldt

Bei einem Spaziergang in Norddeutschland springen zwei Hunde in den Nord-Ostsee-Kanal. Ihr Besitzer versucht sie verzweifelt zu retten und gerät dabei selbst in Not.

Schafstedt - Die Region Dithmarschen im Westen von Schleswig-Holstein ist ein beschauliches Fleckchen Land an der westlichen Öffnung des großen Nord-Ostsee-Kanals. Das Gebiet ist größtenteils flach, die Natur und besonders der Kanal laden zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Dass das Gewässer nicht ganz ungefährlich ist, wurde den Bewohnern der Region nun wieder schmerzhaft vor Augen geführt. Ein Spaziergänger wird seit Samstagnachmittag vermisst*.

Nord-Ostsee-Kanal: Suche blieb bislang erfolglos

Der 44 Jahre alte Dirk S. war gerade mit seinen beiden Hunden am Nord-Ostsee-Kanal unterwegs, als die beiden Tiere ein Reh witterten und ihren Besitzer hinter sich ließen. Laut bisherigen Erkenntnissen sprangen die beiden American Staffordshire dabei in den Kanal. Dirk S. wollte seine beiden Lieblinge aus dem Wasser ziehen und stürzte dabei selbst in die Fluten des Stroms. Die Hunde konnten sich schließlich selbst an das Ufer retten, ihr Besitzer blieb allerdings verschwunden.

Gegen 12.35 Uhr hatten Zeugen beobachtet, wie der Mann um Hilfe rief, wenige Augenblicke später war der 44-Jährige im Gewässer verschwunden. Eine großangelegte, fünfstündige Suche mit Hubschraubern und Booten blieb am Samstag leider ohne Ergebnis. Aufgrund zunehmender Dunkelheit wurde die Aktion abgebrochen, eine weitere Suche wurde am Sonntagmorgen gestartet, allerdings ebenfalls ohne Erfolg.

Verschwunden im Kanal: Überlebenschancen als „unwahrscheinlich“ eingeschätzt

„Ich konnte meinen Mann nicht auf dem Handy erreichen und hatte sofort ein komisches Gefühl“, berichtete die Ehefrau des Vermissten gegenüber der Bild-Zeitung. „Dirk hatte mir vorher noch ein Foto von den Hunden am Wasser geschickt. Ich bin sofort zum Kanal. Da war überall Feuerwehr.“

Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, schätzt die örtliche Polizei die Überlebenschancen von Dirk S. als „unwahrscheinlich“ ein. Grund dafür ist die kalte Temperatur des Gewässers, zudem soll der 44-Jährige vor dem Sprung in den Kanal seine Kleidung abgelegt haben. Weitere Informationen sind zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt (to). *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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