Polizei ermittelt

Wenige Tage altes Lamm auf Weide erschossen - „Sowas haben wir noch nie erlebt“

Ein Hausschaf (Ovis ammon f. aries), schwarzbraunes Lamm steht auf einer Wiese.
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Ein wenige Tage altes Lämmchen wurde auf einer Weide in Hamm erschossen. Die Polizei ermittelt nun. (Symbolbild)

Eine schockierende Tat ereignete sich in Hamm-Norddinker: Ein erst 14 Tage altes Lamm wurde von einem Unbekannten auf der Weide erschossen. Die Polizei ermittelt.

Hamm-Norddinker - Ein kleines Lamm im Nordfeld in Hamm-Norddinker wurde auf einer Obstwiese beim Weiden erschossen - es war gerade einmal vierzehn Tage alt. Der Schäfer ist fassungslos und zornig. Die Polizei ermittelt gegen den unbekannten Täter. Dem droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe.

Eine unfassbare Tat schockierte die Menschen in Hamm. Wie der Westfälische Anzeiger (WA) berichtet, wurde dort ein junges Lamm von einem Fremden erschossen. Der Schäfer Thomas Büttner erstattete sofort Anzeige und informierte den zuständigen örtlichen Jagdpächter. Nun ermittelt die Polizei den seltenen Fall. Die Polizei geht davon aus, dass die Tat in der Nacht von Montag (23. August) auf Dienstag stattfand.

Junges Lamm in Hamm aus purer Lust am Töten ermordet?

Thomas Büttner ist fassungslos. „Sowas haben wir noch nicht erlebt. Am Montagabend war noch alles in Ordnung“, erzählte Büttner dem WA. „Am Dienstag fanden wir das Lamm auf der Weide liegend – erschossen.“ Er geht davon aus, dass das Tier mit einer Kleinkaliber-Waffe getötet wurde.

„Ich frage mich schon die ganze Zeit, wer so etwas tut. Es kann nur die pure Lust am Töten gewesen sein, es muss dem Schützen Spaß gemacht haben, ein Tier zu töten“, sagte der Schäfer der Bild. Ihn schmerze es besonders, das Mutterschaf trauern zu sehen.

Nur 14 Tage altes Lämmchen ermordet - wegen schwieriger Geburt auf „Intensivstation“-Weide

Wie Büttner dem Westfälischen Anzeiger schildert, sei bereits die Geburt des Tieres schwierig gewesen. Die Mutter des Lammes hatte sich so ungeschickt an einem Baum hingelegt, dass sie ihre beiden Kinder „bergauf“ hätte gebären müssen. Büttner musste das Muttertier deshalb bei der Geburt unterstützen.

Weil die frisch gebackene Familie besondere Aufmerksamkeit erforderte, wurden die drei Tiere zu einer weiteren Schafsmutter und anderen „Flaschenlämmern“ auf eine kleine Obstwiese gebracht. „Das ist im Grunde unsere Intensivstation“, erklärt Büttner. Der Schäfer besitzt insgesamt mehr als 200 Tiere, darunter auch Ziegen, die auf unterschiedlichen Weiden im Stadtbezirk stehen.

Lämmchen erschossen - Täter erwartet Freiheitsstrafe oder Geldstrafe

Bisher seien der Polizei in Hamm keine ähnlichen Fälle bekannt. Doch damit sich eine solche schreckliche Tat nicht noch einmal wiederholt, ermittelt nun die Polizei. Gemäß Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes könnte auf den unbekannten Täter eine Geldstrafe oder sogar eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren zukommen.

Vor zwei Jahren ereignete sich ein ähnlicher Fall in Bayern, bei dem ein Unbekannter ein Lamm verbluten lies.

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