Klimawandel verändert das Wattenmeer

Mega-Fund an der Nordsee: Tier galt als ausgestorben - Kleines Mädchen mit Sensations-Entdeckung

Ausflügler sind bei Büsüm im Watt der Nordsee unterwegs.
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Die Nordsee bei Büsüm in Schleswig-Holstein

Dieser Tierart hat man eigentlich keine Hoffnung mehr gegeben. Doch nun wurde ein Exemplar gesichtet - von einem kleinen Mädchen.

  • Ein Mädchen hat am Nordseestrand ein absolut seltenes Exemplar eines Tieres entdeckt.
  • Sichtungen der Gattung werden sogar extra in Datenbanken gezählt.
  • Nun wird spekuliert, ob die Tierart sich wieder stärker vermehrt.

Nordsee - Dieses Tier galt im deutschen Wattenmeer längst als ausgestorben - deshalb ist der Fund ein Knüller! Ein sechsjähriges Mädchen ist am niederländischen Nordseestrand auf die Überreste eines Hippocampus gestoßen. Eines Seepferdchens. Seit 1886 wurden an Nord- und Ostsee nur etwa siebzig Exemplare dieser Gattung entdeckt - jahrzehntelang auch überhaupt keine, staunt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) angesichts dieser Nachricht.

Sechsjährige macht spektakulären Fund an der Nordsee - viele machen sich nun Hoffnungen

Nur der Rumpf und der Schwanz des Tieres waren noch übrig. Nun macht der Sensations-Fund vielen Hoffnung, dass diese Tierart zurückkehrt. „Seit 1998 werden Seepferdchen wieder häufiger gesichtet, zunächst in Belgien, doch 2007 wurden gleich mehrere Exemplare im niederländischen und deutschen Wattenmeer gefunden", schreibt die FAZ.

Sensations-Fund in der Nordsee: Seepferdchen-Sichtungen sind so rar, dass es eigene Datenbanken für sie gibt

Sie befragte daher den Biologen Rainer Borcherding zu dem aktuellen Seepferdchen Fund. Der Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer in Husum betreibt die Webseite www.beachexplorer.org. Hier kann jeder seine Funde am Strand melden - die Datenbank kann sich sehen lassen: Borcherding hat dem Bericht zufolge Seepferdchen-Sichtungen aus über hundert Jahren zusammengetragen.

Klimawandel verändert die Nordsee - kommen nun südliche Arten wie das Seepferdchen?

Laut dem Experten leben diese Tiere am liebsten in wärmerem Wasser - und ausgerechnet der Klimawandel mit der einhergehenden Erwärmung des Gewässer um 1,3 Grad lasse zum Beispiel den Dorsch verschwinden, fördere aber südliche Arten wie die Seepferdchen. Seegraswiesen sind demnach der natürliche Lebensraum des Seepferdchens.

„Unsere Beobachtungen zeigen, dass sich die Seegraswiesen im nördlichen Wattenmeer wieder deutlich ausdehnen“, zitiert die Zeitung Christian Buschbaum von der Wattenmeerstation Sylt des Alfred-Wegener-Instituts. Dass mit dem Seegras auch des Seepferdchen aufblüht, glaubt er aber nicht: „Der überwiegende Teil der zurückgekehrten Seegraswiesen befindet sich in Bereichen, die bei Niedrigwasser trockenfallen.“ *tz.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Auch in Menorca wurde ein seltenes und sehr süßes Tier gefunden. In einem deutschen Fluss ist ein Krokodil aufgetaucht. Ein Großaufgebot inklusive Helikopter sucht nach dem Tier. In Frankreich und Deutschland gab es zahlreiche Verstümmelungen von Pferden* - die Polizei tappt noch im Dunklen.

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