Aktion sorgt für „Gefahr für Mensch und Tier“

Experten warnen eindringlich: Viele Nordsee-Urlauber machen gefährlichen Fehler

Flaschenpost am Strand zwischen Gräsern.
+
Die gut gemeinte Geste einer Flaschenpost kann schnell zur Gefahr für Menschen und Tiere werden. (Symbolbild)

Die Vorstellung, jemand könnte eine Flaschenpost am anderen Ende der Welt öffnen, ist romantisch. Doch daraus kann eine Gefahr für Mensch und Tier entstehen.

Husum - Urlaub in Deutschland ist gerade in Zeiten der Corona-Pandemie zuletzt wieder deutlich beliebter geworden. Auch wenn der Sommer hierzulande in diesem Jahr nur so mäßig mitspielte, gab es auch schöne Reiseziele innerhalb der Grenzen. Sylt, Norderney, Cuxhaven, Sankt Peter-Ording, Husum – die Nordsee lockt jedes Jahr viele Touristen. Einige Urlauber setzen dabei auch auf eine vermeintlich romantische Geste: die Flaschenpost. Doch das birgt Gefahren.

Flaschenpost im Meer: „Schutzstation Wattenmeer“ warnt vor Gefahr

Müll an Ständen ist ein großes Problem – nicht nur an der Nordsee sondern weltweit. Die gemeinnützige Organisation „Schutzstation Wattenmeer“ machte nun in einem Facebook-Post erneut auf die Verschmutzung der Strände an der Nordsee aufmerksam. „Viele Badestrände werden regelmäßig durch die Tourismusbetriebe gereinigt, um die Gäste nicht in Plastikmüll oder Zigarettenkippen urlauben zu lassen“, schreiben die Experten in ihrem Beitrag.

Ein großes Problem sind allerdings auch Glasscherben. Die Organisation teilte auf Facebook Fotos von kaputten Flaschen mit scharfen Kanten, die sie an wenigen Metern Strand im Nationalpark Wattenmeer gefunden habe. „Mit etwas Pech kann man sich dort barfuß im Sand oder auch im Flachwasser blutige Füße holen“, warnten die Wattenmeer-Schützer. Doch nicht nur das: „Ebenso sind solche Scherben natürlich für Seehunde oder Kegelrobben gefährlich“, erklärte die Organisation.

Dringender Appell: „Flaschen, egal ob aus Plastik oder Glas gehören nicht ins Meer“

Die Naturschützer vermuten in ihrem Beitrag, dass viele Flaschen wohl nach dem Leeren gedankenlos auf Schiffen und Booten über Bord geworfen werden. Doch es gibt auch noch einen weiteren Faktor: „Immer wieder halten es Leute auch für eine gute Idee, Flaschenposten ins Wasser zu werfen.“

Eine schlechte Idee, wie die Schutzstation Wattenmeer weiter erklärt. Flaschenposten legen demnach nur selten weite Wege zurück. Zudem dringt häufig Wasser in die Flaschen, sodass die Nachrichten unlesbar werden. Die romantische Vorstellung, jemand könnte am anderen Ende der Welt die Nachricht aus der eigenen Flaschenpost erhalten, tritt also kaum ein. „Schlagen sie irgendwo an eine Buhne oder einen Stein, werden sie stattdessen zur Gefahr für Mensch und Tier“, warnt die Organisation.

In ihrem Facebook-Post richtet die Schutzstation Wattenmeer daher einen deutlichen Appell, sowohl an Einheimische als auch Touristen: „Flaschen, egal ob aus Plastik oder Glas gehören also nicht ins Meer.“ Das kann man nur unterschreiben.

An der Nordsee-Küste kommt es immer wieder zu kuriosen Funden. Ein „Monster“-Fund auf Sylt schockierte Urlauber. In Ostfriesland wurden mehrere mysteriöse weiße Klumpen angespült. (ph)

Auch interessant

Kommentare