Doppelt so groß wie ein Golfball

Mysteriöser Fund: Weiße Klumpen an Nordseeküste angespült

Weiße Klumpen auf Wangerooge angespült
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Ein weißer Klumpen einer unbekannten Substanz liegt angespült am Badestrand zwischen Treibsel.

Rätselraten in Ostfriesland. An der niedersächsischen Nordseeküste sind erneut mehrere weiße Klumpen angespült worden. Was steckt dahinter?

Wangerooge - An den Stränden der ostfriesischen Insel Wangerooge sind erneut weiße Klumpen angespült worden. Nach ersten Erkenntnissen sei vor allem der Badestrand der Insel von der Verschmutzung betroffen, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums.

Wangerooge: Angespülte Klumpen teils so groß wie ein Golfball

Das genaue Ausmaß und ob Strände anderer Inseln auch verschmutzt wurden, werde derzeit geprüft. Auch um was für Stoffe es sich handelt, sei noch unklar. Mitarbeiter des Küstenschutzes stuften die Klumpen als „paraffinähnliche Stoffe“ ein. Damit liegen Parallelen zum Jahr 2010 auf der Hand, als an der Ostseeküste derartige Klumpen gefunden wurden.

Wie ein dpa-Reporter von Wangerooge berichtete, verteilten sich die weißen Klumpen über den gesamten Badestrand und seien unterschiedlich groß. Manche Klumpen seien etwa doppelt so groß wie ein Golfball. Insulaner gehen davon aus, dass die Klumpen mit der stürmischen See der vergangenen Tage nun an den Strand gespült wurden.

Nordseeküste: Klumpen nicht das erste Mal angespült - Rätselraten um Ursache

Erst Ende April waren an der niedersächsischen Nordseeküste, unter anderem auch auf den Inseln Wangerooge und Langeoog, weiße, wachsartige Klumpen angespült worden. Die Ursache für die Verschmutzungen blieb unbekannt. Bei zwei der Funde handelte es sich Analysen zufolge um Paraffinwachs - aber was ist mit den anderen mysteriösen Klumpen*?

Bei der Mehrheit handle es sich nämlich nicht um Paraffin. „Die Proben von den Inseln Wangerooge, Langeoog und Norderney weisen keinerlei Charakteristika auf, die auf Paraffin oder andere bekannte Pflanzenöle hindeuten“, teilte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), auf eine entsprechende Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Filiz Polat mit. Wie viele proben untersucht wurden und welche Ergebnisse sich daraus ableiten lassen, blieb unklar.

Wangerooge: Zusammenhang mit Paraffin? Grünen-Politikerin fordert Verbot

Öl- und Chemikalienreste von Schiffen werden oft auf der Nordsee entsorgt, zum Beispiel wenn Rückstände aus den Schifftanks gewaschen werden. Für das Einleiten von Paraffin gelten seit Anfang 2021 striktere Regeln - ein Verbot gibt es jedoch nicht.

Die Grünen-Abgeordnete im niedersächsischen Landtag, Meta Janssen-Kucz, forderte angesichts der Anspülungen erneut ein Einleitverbot für Paraffine. „Eine einheitliche Vorwaschpflicht kann von den Nordsee-Anrainern gemeinsam beschlossen und umgesetzt werden. Hier muss sich die Landesregierung endlich an die Spitze der Bewegung stellen, anstatt immer nur auf die internationale Schifffahrtsorganisation zu verweisen“, teilte die Politikerin mit. (as/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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