Polizei lobt seine Reaktion

NRW: Passant macht unbegreifliche Entdeckung in diesem Auto - und greift zum Hammer

Auto Mettmann Hunde
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Der Passant schlug die Scheibe dieses Autos ein und rettete damit die Hunde.

Ein aufmerksamer Passant ist in NRW zum Helden geworden. Er griff beherzt zum Hammer und zertrümmerte eine Autoscheibe.

Mettmann - Sie röchelten nach Luft! Nur der beherzten Reaktion eines Passanten ist es wohl zu verdanken, dass zwei Hunde überlebt haben, die in einem Auto eingesperrt waren. Von dem Vorfall, der sich am Mittwoch (25.8.) in Velbert-Langenberg (NRW) ereignete, berichtet die Kreispolizeibehörde Mettmann.

NRW: Passant entdeckt überhitzte Hunde in Auto

Am Mittwochmittag war der 56-jährige Passant zu Fuß an der Voßkuhlstraße in Velbert-Langenberg unterwegs. Er bemerkte ein in der Sonne geparktes Auto. Und beim Blick durch die Scheibe stockte ihm wohl der Atem: Er sah zwei größere Hunde, welche augenscheinlich stark überhitzt apathisch auf der Seite lagen und nach Luft röchelten.

NRW: Passant schlägt Scheibe mit Nothammer ein

„Daraufhin reagierte der Mann genau richtig“, lobt die Polizei in ihrem Pressebericht: Der 56-Jährige schaute zunächst vor Ort nach, um den Fahrzeughalter oder die Fahrzeughalterin ausfindig zu machen. Nach erfolgloser Absuche alarmierte er die Polizei. Noch bevor die Beamten jedoch am Einsatzort eintrafen, entschied sich der Mann angesichts der akuten Gefahr für Leib und Leben der beiden Hunde, eine der Autoscheiben mit einem Nothammer einzuschlagen, um die Hunde aus ihrer lebensbedrohlichen Situation zu befreien.

NRW: Hunde gerettet - in letzter Sekunde

Die nun zeitgleich mit der Hundehalterin eingetroffenen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten versorgten die beiden Vierbeiner und brachten sie zu einer nahegelegenen Tierärztin. Diese stellte fest, dass die Körpertemperatur der beiden Hunde schon bei jeweils über 40 Grad Celsius lag. Nach Auskunft der Veterinärärztin bedeutete das couragierte Handeln des Langenberger Passanten für die Hunde eine Rettung in buchstäblich letzter Sekunde. Die beiden Tiere wurden bei der Tierärztin gekühlt und erstversorgt, anschließend mussten sie in die Tierklinik nach Haan, wo ihnen Infusionen gelegt werden mussten.

Die Polizei nimmt diesen - glücklicherweise glimpflich ausgegangenen Vorfall - noch einmal zum Anlass, um eindringlich davor zu warnen, kleine Kinder oder Tiere unbeaufsichtigt in einem Auto zurückzulassen. Gerade bei hohen Außentemperaturen kann sich das Innere eines Fahrzeugs in wenigen Minuten stark überhitzen und zu einem regelrechten „Backofen“ werden - mit lebensgefährlichen Folgen für darin eingeschlossene Kinder oder Tiere. Deutlich erfreulichere Meldung aus NRW: Ein Knöllchen sorgte vor wenigen Monaten für Verzückung. (lin)

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