Bilder der brenzligen Aktion

NRW: Kinder machen brenzligen Fund im Wald - nach Einsatz geraten plötzlich die Helfer in Not

Sandsäcke sollten die Wucht der Sprengung abdämpfen
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Sandsäcke sollten die Wucht der Sprengung abdämpfen.

Kinder haben bei Overath (NRW) einen gefährlichen Fund im Wald gemacht. Es kam zu einem Großeinsatz, bei dem die Helfer selbst in Not gerieten.

  • Kinder haben bei Overath (NRW) einen heftigen Fund gemacht.
  • Im Wald lagen vier alte Handgranaten.
  • Die Einsatzkräfte sprengten die Kampfmittel - dann gerieten sie selbst in Not.

Overath - Brandgefährlicher Fund im Wald bei Overath in NRW! Wie die örtliche Feuerwehr berichtet, haben spielende Kinder im Bereich des Tüttbergs vier amerikanische Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.

Overath (NRW): Experten sprengen gefundene Handgranaten

Am Samstagabend (16.1.) wurde die Feuerwehr Overath alarmiert und rückte an. Sie war nicht alleine: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf war ebenfalls vor Ort, um die Situation fachlich zu bewerten. Die Handgranaten waren über diesen langen Zeitraum witterungsbedingt derart instabil geworden, dass sie nicht mehr transportiert werden konnten. Es kam demnach nur eine Sprengung vor Ort in Frage, welche jedoch bei Tageslicht zu erfolgen hatte. Daher wurden die Sprengsätze seitens des Kampfmittelbeseitigungsdienstes abgesichert, bis die Sprengung am Sonntagvormittag durchgeführt werden konnte.

Links: die verrosteten Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Rechts: Der Baum bekam durch die Sprengung einen leichten Schaden ab.

Die kontrollierte Sprengung der Handgranaten erforderte ihre Vorbereitungen: Die Feuerwehr Overath besorgte Säcke mit etwa 200 Kilogramm Sand. Den Transport übernahm die Einheit Steinenbrück. Die Sandsäcke wurden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst auf den Handgranaten positioniert, um den Kollateralschaden der kontrollierten Sprengung so gering wie möglich zu halten.

Overath (NRW): Einsatzkräfte geraten selbst in Not

Die Sprengung selbst verlief nach Feuerwehr-Angaben erfolgreich und ohne große Schäden. Doch dann kam es zu einer neuen Schrecksekunde. Denn die Einsatzkräfte selbst gerieten in Not!

Feuerwehrleute auf dem Weg zum Einsatzort.

Das Fahrzeug des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hatte sich durch die Witterungsverhältnisse in Kombination mit dem unwegsamen Gelände festgefahren. Zum Glück waren die Experten schon vor Ort: Laut Feuerwehr half der Rüstwagen der Einheit Heiligenhaus den Kollegen aus der Patsche und befreite den Wagen. Auch in Baden-Württemberg kam es kürzlich zu einem brenzligen Fund im Wald. (lin)

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