Eindringlicher Appell

Junge Mutter vergisst Handy und wird von Zug erfasst - Hinterbliebene posten dringende letzte Bitte

Eine junge Frau benutzt in Frankfurt am Main ihr Smartphone, während sich im Hintergrund eine Straßenbahn nähert.
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Bei dem Versuch, ihr vergessenes Handy aus einem Zug zu holen, ist eine 26-jährige Mutter gestorben (Symbolbild).

Ein Mitreisender wollte ihr vor dem tödlichen Unglück noch helfen - nun setzen Familie und Freunde der verstorbenen 26-Jährigen ihre Hoffnung in ihn oder weitere Zeugen.

  • Auf dem Weg von Köln nach Solingen ist eine 26-jährige Mutter unter einen Zug geraten und ums Leben gekommen.
  • Zuvor hatte sie versucht, ihr in dem Zug vergessenes Smartphone zu holen.
  • Angehörige und Freunde haben nun einen eindringlichen Appell auf Facebook gepostet.

Köln/Solingen – Eine 26-jährige Mutter ist gestorben, nachdem ihr aufgefallen war, dass sie ihr Smartphone im Zug hatte liegenlassen. Das Unglück ereignete sich am 25. Juli am Hauptbahnhof Solingen in Nordrhein-Westfalen. Wie das Solinger Tageblatt berichtete, war die Frau aus Baden-Württemberg mit mehreren Reisebegleitern auf dem Weg von Köln nach Solingen.

Dort war sie zunächst aus dem Zug gestiegen, kehrte aber um, als ihr auffiel, dass sie ihr Handy vergessen hatte - beim Laufen stürzte sie dann und geriet zwischen Zug und Bahnsteigkante. Der Zugführer bemerkte nichts davon und fuhr ab. Erst am Bahnhof in Hamm konnte den Polizei den Regionalexpress stoppen. Die Frau wurde erstversorgt, unterlag aber kurze Zeit später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Junge Mutter gerät unter einen Zug und stirbt - der Zugfahrer bemerkt es zunächst nicht

Der Zugführer wurde dem Bericht zufolge vernommen und ein Alkoholtest gemacht, der negativ ausfiel. Die Polizei hat die Ermittlungen demnach eingestellt, weil sie von einem Unfall ausgeht.

Angehörige und Freunde haben nach übereinstimmenden Medienberichten nun ein dringendes Anliegen: Das Smartphone der verstorbenen 26-Jährigen wiederzufinden. Wie das Kölner Portal Express.de aus einem mittlerweile nicht mehr öffentlich zugänglichen Facebook-Post zitiert, wäre dies der Mutter und fünfjährigen Tochter der tödlich Verunglückten „unfassbar wichtig, da auf dem Handy die letzten und glücklichen Momente ihres Lebens zu sehen sind.“

Tragisches Unglück in Solingen: Mann winkte Frau noch mit ihrem Smartphone durch das Zugfenster

Laut Bild.de postete die Mutter auch: „Ich bitte diesen Mann so sehr, dass er ehrlich ist, und das Handy abgibt“ - „diesen Mann“ deshalb, weil ein unbekannter Fahrgast der 26-Jährigen vor ihrem tödlichen Sturz offenbar mit ihrem Smartphone durch das Zugfenster zuwinkte - er soll sie zuvor darauf hingewiesen haben, dass sie es hatte liegen lassen. Videoaufzeichnungen aus dem Zug sollen das belegen. Bislang sei Handy sei weder abgegeben worden, noch lasse es sich orten.

Das Solinger Tageblatt schreibt in seiner Folgeberichterstattung, dass die Resonanz auf den Facebook-Appell riesig war, der Aufruf wurde stark geteilt - aber bislang erfolglos: Der Wuppertaler Staatsanwaltschaft sei am Freitag noch nichts Neues bekannt gewesen.*tz.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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