Erstmals in der Region entdeckt

Spektakuläre Tier-Sichtung in Deutschland: Erstmals überhaupt entdeckt

Neben dem Wolf scheint auch ein weiteres Raubtier in den Wäldern Deutschlands auf dem Vormarsch zu sein. In Nordrhein-Westfalen wurde erstmals ein Goldschaka gesichtet.

  • In Nordrhein-Westfalen wurden in den vergagenen Monaten gleich mehrere Schafe von einem Raubtier gerissen.
  • Bei dem Tier handelt es sich um einen Goldschakal.
  • Eine Verteter dieser Art wurde somit erstmals in NRW nachgewiesen.

Recklinghausen - In den letzten Jahren scheint der Wolf vermehrt in die deutschen Wälder zurückzukehren und seinen natürlichen Lebensraum erneut einzunehmen. Ein Vorgang der sicherlich auch von einigen Landwirte kritisch beobachtet wird, da auch manche Nutztiere auf dem Speiseplan des Wolfs stehen und es in der Vergangenheit immer wieder zu Angriffen kam. So wurde auch am 18. August auf einer Weide bei Mülheim an der Ruhr ein Schaf tot aufgefunden. Wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) nun bekannt gab, starb das Schaf jedoch durch den Angriff eines anderen Raubtieres.

Spektakuläre Tiersichtung in NRW: Goldschakal hat wohl mehrere Schafe gerissen

Eine DNA-Analyse habe ergeben, dass das Nutztier durch einen Goldschakal gerissen wurde. Eine spektakuläre Nachricht, da das Tier das erste seine Art ist, dass frei lebend in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen wurde. Den Experten zufolge war der männliche Goldschakal, dem der Namen GG010m zugewiesen wurde, mit großer Wahrscheinlichkeit auch für zwei weitere tote Schafe verantwortlich, die am Vortag auf der gleichen Weide gerissen wurden.

In NRW wurde erstmals ein frei laufender Goldschakal gesichtet.

Am 23. August wurde ein Goldschakal erstmals von einer Wildkamera erfasst und fotografiert. Somit konnten mehrere internationale Experten bestätigen, dass es sich bei dem Tier tatsächlich um einen Goldschakal handelt. Am 25. und 28. September wurden bei Kranenburg erneut zwei tote Schafe auf einer Weide gefunden. Wie die genetische Analyse ergab, wurden auch diese Tiere von dem Goldschakal GG010m gerissen.

Goldschakal erstmals in NRW gesichtet: Lebensraum breitet sich immer weiter aus

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Goldschakals (canis aureus) umfasst Teile Asiens, reicht jedoch auch bis Ost- und Südeuropa. In den letzten Jahren hat sich die Art jedoch auch immer weiter nach Westen und Norden ausgebreitet. Ein Grund dafür ist unter anderem die große Anpassungsfähigkeit des Goldschakals. Als Hauptkriterium für die Auswahl des Lebensraums gilt die Verfügbarkeit von Nahrung. Diese besteht hauptsächlich aus kleinen bis mittelgroßen Säugetieren, aber auch aus Amphibien, Insekten, Fischen, Aas und pflanzlicher Nahrung.

Goldschakal in NRW gesichtet: Ministerium mit wichtigem Hinweis

Stellt der Goldschakal nun eine erhöhte Gefahr für Landwirte und Nutztiere dar? Wie das LANUV bekannt gibt, dienen getroffene Schutzmaßnahmen gegen Wölfe auch zum Schutz von Hunden und eben Goldschakale. Betroffene Halter von Schafen oder Ziegen könnten demnach Fördermittel für sichere Elektrozäune beantragen. Für Menschen sind Goldschakale im Normalfall ungefährlich. Die äußert scheuen Tiere meiden den Kontakt zu Menschen. (fd)

Rubriklistenbild: © Felix Böcker/dpa

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