Verhandlungstermin steht

Streit über Muezzin-Ruf in Oer-Erkenschwick beschäftigt das Oberverwaltungsgericht

Verwaltungsgerichtshof Münster
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Am Oberverwaltungsgericht in Münster wird am 23. September über einen Muezzin-Ruf verhandelt.

Der Streit über einen Muezzin-Ruf einer muslimischen Gemeinde in Oer-Erkenschwick geht in die nächste Runde: Jetzt muss sich das Oberverwaltunsgericht mit dem Fall befassen.

Oer-Erkenschwick - Ein Ehepaar hatte 2018 vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen durchgesetzt, dass der Muezzin-Ruf einer muslimischen Gemeinde per Lautsprecher ausbleiben muss. Argumentiert wurde mit dem Recht zur Ausübung der negativen Religionsfreiheit. Seitdem ist es still geworden an der Klein-Erkenschwicker-Straße. Doch die Stadtverwaltung hatte seinerzeit Berufung eingelegt - weil man unter anderem davon ausgeht, dass die 900 Meter Abstand zur Gemeinde für das Ehepaar ausreichen müssten, um den Ruf nicht als störend zu empfinden.

Wie 24VEST.de* berichtet, steht jetzt der Verhandlungstermin am Oberverwaltungsgericht Münster fest: Am 23. September soll dann geklärt werden, ob die Stadtverwaltung Oer-Erkenschwick der muslimischen Ditib-Gemeinde erlauben durfte, über Lautsprecher zu ihrem Freitagsgebet aufzurufen. Nach Auffassung der Stadt ist die Ausnahmegenehmigung durch die Religionsfreiheit abgedeckt. Dem Kläger geht es indes nicht nur um die Lautstärke des Rufs, sondern um die Inhalte. Darin zitieren Muslime unter anderem das muslimische Glaubensbekenntnis. Anhänger anderer Glaubensrichtungen würden durch den Ruf diskriminiert. *24VEST.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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