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Omikron-Chaos in Tourismus-Hotspots in den Alpen: Skiorte trifft es hart

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Von: Martina Lippl

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Winter  St. Moritz Graubünden, Switzerland schweiz
St. Moritz (Schweiz) in Graubünden: Omikron macht vor dem nobel Wintersportort nicht Halt. © Cavan Images/imago

Über Weihnachten und Neujahr waren die Restaurants und Hotels in den Wintersportorten in den Alpen gut besucht. Doch jetzt folgt Katerstimmung. Die Omikron-Zahlen steigen. Mehrere Hotel müssen schließen.

St. Moritz - In den Top-Winterreisezielen in den Alpen ging es aufwärts. Briten, Holländer und Deutsche hatten sich für einen Urlaub in der Schweiz entschieden. Über Weihnachten und Neujahr sind fast so viele Gäste nach Arosa, Davos und St. Moritz gekommen wie im Vorkrisenjahr 2019. Doch mit der Feiertagsstimmung ist es vorbei. Hotellerie und Gastro leiden - wegen der Corona-Variante Omikron.

Omikron: Nach Weihnachten Personalmangel im Wintersportorten

Nach Weihnachten fallen immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Müssen wegen Omikron in Quarantäne. In Davos musste bereits das Fünf-Sterne-Hotel Steigenberger wegen zu vieler Corona-Fälle beim Personal schließen. Mehrere Restaurants und Bars sind in St. Moritz, Pontresina, Zermatt und Verbier sind wegen Personal-Mangel dicht, berichtet das schweizer Nachrichtenportal Blick.

Schweiz: Luxushotel in Davos muss wegen Omikron schließen

„Nach Weihnachten wurden fast alle unserer Mitarbeitenden positiv auf das Coronavirus getestet“, erzählt Inhaber des La Scarpetta in St. Moritz im Blick. Auch andere Restaurants habe dasselbe Schicksal getroffen. Auch die Gault-Millau-Restaurants Dal Mulin und Hato sind wegen Quarantäne zeitweise geschlossen. Im Steigenberger Grandhotel Belvédère in Davos sind bis einschließlich Freitag keine Zimmer über die Webseite zu buchen. Im Luxushotel Kulm in St. Moritz ist der legendäre Dracula Club bis 21. Januar zum geschlossen. Aus Sicherheitsgründen, weil in der Region vermehrt Corona-Fälle bekannt geworden seien, ist im Blick zu lesen. Vorsicht ist angesagt. Der Nobelskiort St. Moritz sorgte schon vergangenes Jahr für Schlagzeilen. Zwei Luxus-Hotels waren in den Fokus. Die Gesundheitsbehörden in Graubünden ordneten drastische Maßnahmen an.

Omikron-Welle in Schweiz - So ist die Lage

Die Omikron-Variante ist in der Schweiz bereits dominant. Die Impfquote liegt bei 67,27 Prozent und ist damit besonders niedrig. Vor Silvester tauschte sich der Bundesrat telefonisch über die epidemiologische Lage aus. „Die Situation in den Spitälern ist besorgniserregend und die Entwicklung in den nächsten Tagen unsicher“, hieß es später in einer Pressemitteilung dazu. Der Bundesrat verzichtet zu diesem Zeitpunkt nach eigenen Angaben auf weitere Maßnahmen, vieles sei noch unklar. Aktuell gelten in der Schweiz für Restaurants, Kultur und Freizeit 2G-Regeln. Zudem gilt eine Maskenpflicht. In Diskos und Clubs 2G-Plus. Die Personenzahl bei Treffen von Familie und Freunde ist auf maximal zehn begrenzt. Auch eine Home-Office-Pflicht wurde am 20. Dezember eingeführt. Der Bundesrat will vor diesem Hintergrund abwarten, ein „Massnahmenpaket ist aber bereit; sollten neue Information zur Omikron-Variante vorliegen oder sich die Lage in den Spitälern nochmals deutlich verschlechtern“. (ml)

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