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Moderna-Chef: Drei Impfungen nicht genug - selbst bei hoher Immunität gegen Mutante

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Von: Tom Offinger

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An vielen Orten werden derzeit Booster-Impfungen verabreicht. In den Augen des Moderna-Geschäftsführers wird wohl auch eine vierte Impfung notwendig sein.

München - Vielerorts lassen sich Menschen derzeit zum dritten Mal gegen das Coronavirus impfen. Die Auffrischungs- oder Booster-Impfungen bieten einen verbesserten Schutz gegen das Virus und beugen so dramatisch steigenden Infektionszahlen vor. Viele Experten betonen allerdings jetzt schon, dass es für ein endgültiges Ende der Pandemie wohl nicht nur bei einer Drittimpfung bleiben wird. Der Geschäftsführer und Mitbesitzer des Impfstoffherstellers Moderna, Stephane Bancel, hält eine erneute Auffrischungswelle im Herbst diesen Jahres für sehr wahrscheinlich.

Corona-Pandemie: Moderna-Chef hält weitere Impfung für notwendig

Selbst wenn eine weitreichende Immunität gegen die Omikron-Variante bestünde, argumentierte Bancel gegenüber dem arabischen Nachrichtensender Al Jazeera, sei eine zusätzliche Impfung dennoch notwendig. Gleichzeitig könne die neue Mutante des Coronavirus die Welt in Richtung einer endemischen Phase der Pandemie bewegen, befand der 49 Jahre alte Franzose. Durch die hohe Ansteckungsrate der Variante würden möglichst viele Menschen mit dem Virus in Kontakt kommen, allerdings sei weiterhin offen, wie lange der Schutz nach einer aktuellen Auffrischungsimpfung andauere.

Auch die Tatsache, dass weitere Varianten und Mutationen des Virus auftauchen könnten, erleichtere die Vorhersage nicht. „Wenn wir annehmen, dass die Omikron-Variante eine Beschleunigung zur endemischen Phase bedeutet, glaube ich trotzdem, dass wir weiterhin Booster-Impfungen brauchen werden.“

Eine Corona-Impfung
Die Booster-Impfkampagne läuft derzeit auf Hochtouren. © picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt

Corona in Deutschland: Booster-Impfungen werden gut angenommen

Die erste Booster-Impfkampagne wurde in Deutschland bislang sehr gut aufgenommen. Das von Bundeskanzler Olaf Scholz erstmals Mitte November formulierte Ziel, bis Weihnachten vergangenen Jahres 30 Millionen Menschen gegen das Coronavirus zu impfen, wurde eingehalten.

Die Impfstoffhersteller, wie Moderna und Biontech, hatten bereits im vergangenen Jahr angekündigt, an einer Anpassung ihrer Präparate zu arbeiten. (to)

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