Gefährliche Bakterien

Furchtbarer Vorfall an der Ostsee: Frau badet im Meer - Tage später ist sie tot

Inlandstourismus
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Baden in der Ostsee kann unter Umständen lebensgefährlich werden. Grund dafür sind sogenannte Vibrionen-Bakterien. (Symbolbild)

Baden in der Ostsee: Was herrlich klingt, wurde einem älteren Badegast zum Verhängnis. Der Grund hat es in sich - Schuld sind fleischfressende Bakterien.

Eutin - Das Wetter lädt auch an Deutschlands Meeren zum Baden ein. Doch Schwimmen ist vor allem an der Ostsee nicht immer ungefährlich. Dass es sogar zum Tod führen kann, macht nun ein Vorfall aus Eutin deutlich. Die Kreisverwaltung Ostholstein gab bekannt, dass eine ältere Frau nach dem Baden in der Ostsee in einer Klinik verstorben sei. Grund dafür soll eine Vibrionen-Infektion gewesen sein.

Die Kreisverwaltung geht laut dpa davon aus, dass die Person trotz chronischer Vorerkrankungen und einer offenen Wunde ins Wasser der Ostsee gegangen sei. Am 27. Juli 2021 erlag sie dann den Folgen der Vibrionen-Infektion. Das Gesundheitsministerium Kiel gibt an, dass dies der erste gemeldete Infektionsfall dieses Jahr in Schleswig-Holstein war.

Vibrionen: Gefährliche Ostsee-Bakterien - RKI informiert über Erreger

Wenn sich die Temperatur der Ostsee erhöht, kann man laut dpa davon ausgehen, dass das Bakterium Vibrio vulnificus vorkommt. Schon Anfang des Sommers warnten die Behörden vor den Bakterien. Um eine Infektion zu vermeiden, erinnern Gesundheitsministerium und Kreisverwaltung Ostholstein nun noch einmal an bestimmte Vorsichtsmaßnahmen. Bei warmen Ostsee-Temperaturen sollten vor allem ältere Menschen mit einer offenen Wunde vom Bad absehen.

Gleiches gelte für Personen mit einer schwachen Immunabwehr oder mit einer durch Vorerkrankungen geschwächten Abwehr. Vor allem bei offenen oder schlecht heilenden Wunden sollten alle Personen vom Kontakt mit Salzwasser absehen.

Laut Robert-Koch-Institut sind Vibrionen generell normale Bestandteile der Bakterienflora der Nord- und Ostsee. Die obengenannten Vibrio vulnificus lösen in erster Linie Wundinfektionen aus. Diese Wundinfektionen können sich zu einer Sepsis verschlimmern. Diese verteilt dann die Erreger über die Blutbahnen im ganzen Körper. Dadurch können Organe geschädigt werden - und im allerschlimmsten Fall kann es zum Tod kommen. Wird eine solche Infektion aber früh erkannt, reicht es in den meisten Fällen schon, mit einem Antibiotikum entgegen zu wirken.

Nicht an der Ostsee, sondern an der Nordsee sorgte kürzlich ein „Monster“-Fund für Aufregung. Urlauber reagierten: „Baden werde ich wohl einstellen.“

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