Warnung sollten alle Deutschen kennen

Ostsee: Frau macht brandgefährlichen Fund und postet öffentlichen Hilferuf - „Moin ... wer ist zuständig?“

Strand bei Heiligenhafen
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Beliebtes Urlaubsziel: der Strand bei Heiligenhafen.

In Heiligenhafen im schönen Norden hat eine Frau eine gefährliche Entdeckung gemacht und eine Warnung ausgesprochen. Diese sollten auch alle abseits der Ostsee kennen.

Heiligenhafen - Der Ort Heiligenhafen zählt zu den beliebten Urlaubsplätzen Schleswig-Holsteins. Dort lockt nicht nur die Ostsee, sondern auch weitere Natur zu Spaziergängen alleine oder mit dem Hund. Über die Facebook-Gruppe mit dem Namen „Heiligenhafen“ hat eine Nutzerin jetzt aber eine Warnung ausgesprochen. Sie hat eine gefährliche Pflanze entdeckt!

Heiligenhafen / Ostsee: Frau entdeckt gefährliche Pflanze

„Moin .... wer ist zuständig ?? Stadt oder Kirche... ? Parkplatz Sundweg weiter Richtung Ruhewald Riesenbärenklau ... passt auf eure Hunde auf!!!“, schreibt die Nutzerin. Und dokumentiert mit mehreren Fotos, dass sie Riesenbärenklau-Pflanzen gesehen habe. Dass es sich tatsächlich um solche handelt, ist natürlich nicht biologisch bestätigt, aber auf den Fotos sieht es danach aus, und sie scheint sich auszukennen. „

Sehr gefährlich.. würde das Montag dem Ordnungsamt melden. Wenn er erstmal blüht, werden es mehr durch die Samen“, schreibt eine Nutzerin. Eine andere markiert gleich Freunde, sie sollen auf Luna (vermutlich ihr Hund) aufpassen. Mehr als ein Dutzend Mal wurde der Beitrag bereits geteilt.

Ein Screenshot des Facebook-Postings.

Riesenbärenklau: Gefahr nicht nur an der Ostsee

Die konkrete Gefahr auf dem Parkplatz ist natürlich lokal begrenzt, betrifft alle Einwohner und Ausflügler bei Heiligenhafen und natürlich die Ostsee-Touristen. Aber im Gedächtnis zu haben, dass man in Sachen Riesenbärenklau aufpassen sollte, das hilft wohl allen in Deutschland. Und die Pflanze birgt nicht nur eine Gefahr fürs Tier, sondern auch für den Menschen.

Expertin warnt vor Riesenbärenklau und anderen Pflanzen

In der Corona-Krise drängt es viele in die Natur - doch dort lauern nicht nur gefährliche Zecken und andere gemeine Tierchen - auch von Pflanzen gehen Gefahren aus. Denn nicht alles, was am Wegesrand wächst, ist so liebreizend, wie es auf den ersten Blick aussieht. Am giftigsten ist besagte Pflanze, die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, wie Anna-Lena Bieneck vom Biosphärenreservat Rhön im Mai 2020 sagte.

Ein Schild warnt vorm Riesenbärenklau (Archivfoto).

„Bei Berührung kann das Gift, das in allen Teilen der Pflanze enthalten ist, großen Schaden anrichten. Die natürliche Hautbarriere wird zerstört, so dass das UV-Licht der Sonne die Haut ungehindert verbrennen kann.“ Das Resultat seien schmerzhafte Brandblasen. Tückisch sei, dass nach dem Kontakt zunächst nichts zu sehen ist. Betroffene Hautflächen sollten gründlich mit Wasser und Seife abgewaschen und mit Sonnenschutzcreme versehen werden.

Auch nur ein längerer Aufenthalt neben den bis zu vier Meter hohen Pflanzen kann Atemnot und eine mehrwöchige Bronchitis auslösen. Erkennen lässt sich der Riesenbärenklau an seinen gezackten, giftgrünen Blättern und den behaarten, purpurfarben gefleckten Stängeln.

Ein blühender Riesenbärenklau.

Neben Riesenbärenklau weitere gefährliche Pflanzen in Deutschlands Natur

Auch Seidelbast, der Blaue Eisenhut, die Stechpalme, Rizinus und die Engelstrompete können bei Berührung Reizungen der Haut und der Schleimhäute auslösen. Gegen den Riesenbärenklau seien diese aber harmlos - zumindest, wenn man sie nicht isst und auch nicht deren Beeren oder Früchte, wie die Direktorin des Botanischen Gartens in München, Susanne Renner, erklärt. „Kinder sollte man generell darauf hinweisen, dass sie keine Früchte von Pflanzen essen sollen, die sie nicht kennen.“

Auch der Goldregen, der wegen seiner gelben Blütenpracht gerne in Ziergärten Verwendung findet, kann vor allem für kleine Kinder gefährlich werden. Denn der Strauch hat in seinen Schoten Früchte, die wie Erbsen oder Bohnen aussehen. Die Kleinen wollen die Kerne deshalb probieren und vergiften sich.

Experten warnen außerdem vor Wildkräutern wie dem Schierling und der Hundspetersilie. Auch das Maiglöckchen sollte nur angeschaut und sein Duft genossen werden. Wegen seiner ähnlichen Blätter wird es häufig mit dem Bärlauch verwechselt, sollte aber anders als dieser auf keinen Fall zum Kochen verwendet und gegessen werden. Ein Foto vom Flughafen Mallorca sorgt derweil für großes Aufsehen. (lin/dpa)

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